Fußball

Fortuna Düsseldorf: Viele Fehler beim 2:2 gegen Arnheim

Andre Hoffmann brachte die Fortuna kurz vor der Pause gegen Arnheim im Führung. Die Niederländer glichen aber noch aus.

Andre Hoffmann brachte die Fortuna kurz vor der Pause gegen Arnheim im Führung. Die Niederländer glichen aber noch aus.

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

Düsseldorf.  Der Test gegen den niederländischen Erstligisten endet unentschieden. Trainer Uwe Rösler stand nur ein kleiner Kader zur Verfügung.

Testspiele in der Sommervorbereitung werden gerne genutzt, um pro Halbzeit jeweils eine andere Elf auf den Rasen zu schicken. Davon kann Fortuna Düsseldorf derzeit nur träumen. Gerade mal 14 Feldspieler hatte Trainer Uwe Rösler am Freitagabend bei Vitesse Arnheim zur Verfügung – darunter die Nachwuchsspieler Jamil Siebert, Enrique Lofolomo und Michel Stöcker. Und so mussten fast alle Akteure über die vollen 90 Minuten gehen. Am Ende stand ein 2:2 gegen den Siebten der ersten niederländischen Liga, die in zwei Wochen in die neue Saison starten wird.

Die nächste Hiobsbotschaft erreichte Coach Rösler schon vor der Partie, die der Abschluss des fünftägigen Trainingslagers im Nachbarland war: Kevin Danso, als feste Größe für die Innenverteidigung vom FC Augsburg ausgeliehen, musste mit muskulären Problemen im Oberschenkel pausieren. Es war der achte Ausfall neben Dawid Kownacki, Nana Ampomah, Emma Iyoha, Kelvin Ofori (alle Corona-Quarantäne), Adam Bodzek, Alfredo Morales, Jakub Piotrowski (Trainingsrückstand nach Muskelverletzungen).

Hennings erzwingt das 1:0

Einer, der durchspielte, und auch in der kommenden Saison zu den festen Größen zählen wird, ist Rouwen Hennings. An seinem 33. Geburtstag machte der Stürmer das, was er am besten kann: Tore schießen – oder zumindest erzwingen. Knapp eine halbe Stunde war gespielt, als Fortuna die erste Ecke herausholte. Jean Zimmer brachte den Ball auf den langen Pfosten, Siebert köpfte zurück in die Mitte, Andre Hoffmann köpfte neben das Tor, Hennings brachte den Ball mit dem Fuß vor das Tor, wo Oussama Darfalou ihn ins eigene Gehäuse bugsierte. Genauso unstrukturiert wie dieses Tor fiel, genauso unstrukturiert war auch das Spiel. Arnheim setzte Fortuna zu Beginn mit intensivem Pressing unter Druck, die Düsseldorfer kamen damit nicht zurecht, produzierten viele leichte Fehler und schlugen ebenso viele planlose lange Bälle.

Mehr als ein unplatzierter Kopfball von Jacob Rasmussen kam für Vitesse aber nicht herum. Auf der anderen Seite probierte sich Zimmer mit einem Fernschuss, der ebenso klar am Tor vorbeiging.

Ping-Pong-Tor

Dann fiel das Ping-Pong-Tor der Fortuna. Doch Oussama Tannane hatte so gar keine Lust auf eine Geburtstagsfeier für Hennings und glich nur vier Minuten später aus – und wie. Einen Freistoß aus 18 Metern hämmerte der Arnheimer kompromisslos an die Unterkante der Latte. Von da prallte der Ball ins Tor.

Das Spiel blieb in der Folge auf beiden Seiten sehr fehlerbehaftet. Bei Fortuna war klar zu erkennen, dass es vor dem ersten Pflichtspiel im Pokal in zwei Wochen noch in jedem Bereich Leistungssprünge braucht. Immerhin ging Düsseldorf mit einer Führung in die Pause: Eine perfekt geschlagene Flanke von Matthias Zimmermann köpfte Hoffmann ebenso perfekt zum 2:1 ins Eck.

Fortuna hatte dann auch die erste Chance im zweiten Durchgang: Zimmermann schickte Marcel Sobottka auf Außen, dessen Hereingabe Thomas Pledl aber nicht kraftvoll genug aufs Tor brachte. In der Folge schaffte es Fortuna nicht, Ballgewinne schnell genug in Konter umzusetzen. Die Folge: Vitesse glich aus. Nach einer Ecke köpfte Matus Bero das 2:2. Florian Kastenmeier sah in dieser Situation nicht gut aus. (erer)

Die Statistik:

Arnheim: Pasveer – Dasa, Doekhi, Rasmussen, Wittek, Bazoer, Bero, Tronstad, Tannane, Darfalou (61. Buitink), Openda.

Fortuna: Kastenmeier – Zimmermann, Siebert, Hoffmann, Hartherz, Zimmer, Appelkamp, Sobottka, Pledl (79. Lofolomo), Karaman, Hennings.

Tore: 0:1 Darfalou (26., Eigentor), 1:1 Tannane (31.), 1:2 Hoffmann (45.), 2:2 Bero (68.).

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