Fußball

Fortunas Steven Skrzybski will in der Heimat feiern

Steven Skrzybski (li.) gegen die Kölner Toni Leistner (am Boden) und Noah Katterbach.

Steven Skrzybski (li.) gegen die Kölner Toni Leistner (am Boden) und Noah Katterbach.

Foto: WITTERS

Düsseldorf.  Auf Fortuna Düsseldorfs Leihspieler Steven Skrzybski warten auf Schalke und in Berlin noch ganz besondere Auswärtsspiele.

Steven Skrzybski saß am Sonntagabend auf der Gefühls-Achterbahn. Da hatte sich Fortunas Außenstürmer gerade so richtig in die Bundesliga-Partie beim 1. FC Köln hineingearbeitet. Seinen etwas holprigen Beginn mit zwei versprungenen Bällen ignoriert. Mit entschlossenen Sprints über den rechten Flügel mehrfach die FC-Abwehr auseinandergerissen. Schließlich mit zwei blitzsauberen Vorlagen für Kenan Karaman und Erik Thommy beide Treffer zur Düsseldorfer 2:0-Führung eingeleitet.

Und dann musste er nach seiner Auswechslung doch noch von der Tribüne aus mit ansehen, wie seine Kollegen den Vorsprung verspielten. Nur 2:2 – viel zu wenig für Fortuna nach einem Spiel, das sie fast 80 Minuten lang dominiert hatte.

Steven Skrzybski: „Es ist schwer, da eine Antwort zu finden“

„Das ist uns leider nicht zum ersten Mal passiert“, bemängelt Skrzybski. „„Ich hatte das ganze Spiel über ein sehr gutes Gefühl, dachte, das wir das konzentriert über die Bühne bringen. Dass es dann so dramatisch wurde, ist für uns extrem bitter. Wir haben Köln zu viel Gelegenheit gegeben, Bälle in unseren Strafraum zu bringen. Wir haben nach dem Abpfiff viel darüber gesprochen, warum wir nicht mehr herauskamen und versuchten, das entscheidende dritte Tor zu machen. Es ist schwer, da eine Antwort zu finden.“ Für Skrzybski noch mehr, war er doch zum Zeitpunkt der Kölner Tore längst ausgetauscht.

„Am Anfang hat sich es sehr gut angefühlt, wieder in der Startelf zu stehen und dann noch der Mannschaft mit zwei Scorerpunkten zu helfen“, erzählt der 27-Jährige weiter. „Ich musste mich erst einmal hineinfinden, aber dann wurde es von Minute zu Minute besser.“

Sein Trainer bestätigt diesen Eindruck. „Stevie hat sich richtig hineingekämpft“, lobt Uwe Rösler. „Je länger das Spiel dauerte, desto besser lief es bei ihm. Er hat die sehr guten Trainingseindrücke, die ich von ihm hatte, voll bestätigt.“ Und Skrzybski belohnte sich mit den zwei Assists, wobei ihn Erik Thommy vor seinem 2:0 auch lautstark zum Pass aufforderte. „Das konntet ihr diesmal ja alle bestens hören“, sagt der gebürtige Berliner lachend. „Aber selbst in einem vollen Stadion filtert man die Stimmen der Mitspieler so gut es geht heraus. Wie Erik es gemacht hat, war sehr hilfreich.“

Besonders große Vorfreude auf die Duelle gegen Schalke 04 und Union Berlin

Die verpassten Punkte will die Leihgabe des FC Schalke schnell abhaken. „Es bringt nichts rumzujammern. Wir haben es immer noch in der eigenen Hand, und das stimmt mich zuversichtlich. Es ist gut, dass wir Mittwoch schon wieder spielen. Ich freue mich sehr auf die alten Kollegen aus Schalke, und wir wollen unbedingt gewinnen. Wir sind zwar seit fünf Spielen ungeschlagen, aber die Unentschieden bringen uns nicht wirklich weiter.“

Über seine persönliche Zukunft macht er sich noch keine Gedanken. „Wir haben eine völlig neue Situation, und der passe ich mich komplett an. Ich habe schon oft gesagt, dass ich mich in Düsseldorf sehr wohl fühle – aber wenn Schalke mich zurückhaben will, hätte ich auch nichts dagegen. Jeder weiß ja, wie ich zu dem Verein stehe.“

Schon als Kind war Skrzybski Schalke-Fan; von seinem achten Lebensjahr an trug er jedoch 17 Jahre lang das Trikot von Union Berlin, und zu den Köpenickern geht es am letzten Spieltag. „Darauf freue ich mich unfassbar“, betont er. „Klasse, wenn wir da den Klassenerhalt sichern – aber wenn wir es vorher schaffen, wäre ich auch nicht traurig.“

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