Fußball-Bundesliga

Nana Ampomah, der offensive Hoffnungsträger der Fortuna

Treffsicher: Fortunas Angreifer Nana Ampomah beim Testpiel gegen Schwarz-Weiß.

Treffsicher: Fortunas Angreifer Nana Ampomah beim Testpiel gegen Schwarz-Weiß.

Foto: Frederic Scheidemann

Düsseldorf.  In der Vorbereitung und im Pokal zeigte sich der 23-jährige Ghanaer Nana Ampomah treffsicher, doch dann verletzte er sich. Nun ist er wieder fit.

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Auch in der vierten Partie im Rahmen von Testspielreihe des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf war die Chancenverwertung ein Problem. Nur einer zeigte, wie Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor funktioniert: Nana Ampomah. Der Ghanaer ist wieder fit und traf gegen den Landesligisten Schwarz-Weiß 06 beim 6:1 viermal. „Ich bin froh, dass er gesund ist und wieder trainiert“, sagt Trainer Friedhelm Funkel. „Er wird am kommenden Freitag im Kader stehen.“ Ampomah ist somit im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (20.30 Uhr) der große Hoffnungsträger auf der offensiven Außenbahn nach den Abgängen von Benito Raman und Dodi Lukebakio.

In den ersten Wochen nach seinem Wechsel nach Düsseldorf hatte der 23-Jährige mit der Umstellung vom belgischen auf den deutschen Fußball zu kämpfen. „Ich muss nun auch richtig in der Verteidigung arbeiten“, erkannte Ampomah goldrichtig – vor allem bei einem Trainer wie Funkel, der von allen Spielern fordert, defensive Aufgaben zu übernehmen. Und so musste sich Ampomah akklimatisieren, in Waasland-Beveren in der Pro League konnte er noch in den Ruhemodus schalten, wenn sein Team nicht in Ballbesitz war. Sein großer Vorteil im Gegensatz zu manch anderem talentierten Fußballprofi ist, dass er sehr lernwillig ist – das attestieren ihm alle Klubangestellten. „Er ist wirklich sehr bemüht, auch wenn noch nicht alles klappt“, sagt Funkel.

Kritikpunkte in der Offensive

Der Coach hat auch in der Offensive noch Kritikpunkte ausgemacht: „Nana hat im Dribbling noch zu häufig den Kopf unten, übersieht deshalb manchmal den besser postierten Mitspieler“, erklärt Funkel. „Und er kommt nach dem Ballgewinn noch zu oft entgegen und fordert den Ball. Er muss noch lernen, sofort in die Tiefe zu starten.“ Denn genau diese Spielweise hat Lukebakio und Raman in der abgelaufenen Saison ausgezeichnet. „Nana hat auch diese Geschwindigkeit. Und er hat sehr gute Abschlussqualitäten“, sagt Funkel.

Die hat Ampomah im Training, im Test gegen Schwarz-Weiß und auch schon in der Vorbereitung bei der Saisoneröffnung gegen den spanischen Erstligisten SD Eibar gezeigt. Zweimal traf er. Einmal nach einem Sololauf aus spitzem Winkel und nach der Halbzeit mit einem tollen Volleyschuss. Die Fans waren begeistert und sangen bereits erste Lieder mit seinem Namen, der aber auch wirklich dazu taugt, besungen zu werden.

Wichtig im Pokal

Auch in der ersten Pokalrunde beim Fünftligisten FC Villingen war es Ampomah, der Fortuna vor der Blamage rettete und mit seinem Tor zum 1:1 in die Verlängerung brachte. Doch in eben diesem Spiel verletzte sich der Flügelflitzer – Muskelfaserriss im Adduktorenbereich.

Aus Vereinskreisen verlautet nun aber die Theorie, dass es vielleicht kein schlechter Zeitpunkt für eine Pause war. So konnte Ampomah nach seiner Rückkehr auf den Trainingsplatz nun in Ruhe zwei, drei Wochen an seinen Defiziten arbeiten – und gegen Wolfsburg erstmals in den Bundesliga-Kader rücken. Funkel: „Ich muss noch abwägen, ob ich ihn von Beginn an oder von der Bank aus bringe.“ (erer)

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