Galopp

NRZ-Galopper des Jahres: Wonnemond zündet den Turbo

Wonnemond (vorne rechts) mit Jockey Andrasch Starke läuft der Konkurrenz davon.

Wonnemond (vorne rechts) mit Jockey Andrasch Starke läuft der Konkurrenz davon.

Foto: Olaf Fuhrmann

Düsseldorf.   Der Wallach holt sich erneut den Sieg bei der Frühlingsmeile und wird im Anschluss als Düsseldorfer NRZ-Galopper des Jahres 2017 geehrt.

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Wie im Vorjahr stand Wonnemond ganz vorne in der Lesergunst der NRZ und wurde überlegen zum „Düsseldorfer NRZ-Galopper des Jahres 2017“ gewählt. Wie im Vorjahr gestaltete der fünfjährige Wallach den Tag zum Doppelerfolg. In der mit 55 000 Euro dotierten Düsseldorfer Frühjahrsmeile siegte der Schützling von Sascha Smrczek ebenso klar wie im Vorjahr. Diesmal war das Umfeld aber im Vorfeld skeptisch. „Er hat noch nicht völlig ausgehaart, das Training war wegen des langen Winters noch nicht so intensiv und er musste Höchstgewicht im Rennen tragen“, nannte der Trainer seine Argumente, um am Ende doch zu jubeln.

Wonnemond zeigte den 7650 Zuschauern auf der Grafenberger Rennbahn wieder eine Galavorstellung. Vom letzten Platz kommend drehte der Wallach auf der Zielgeraden auf und zündete den Turbo. Leicht setzte er sich im Ziel vor Millowitsch und den hohen Favoriten Noor Al Hawa. „Ich war auch etwas überrascht, denn im Führring sah er eigentlich am schlechtesten aus und ich hatte meine Bedenken. Im Rennen war aber alles wunderbar. Prädikat, absolutes Rennpferd“, urteilte Jockey Andrasch Starke, der zum ersten Mal im Sattel von Wonnemond saß. Insgesamt landete der achtfache Championjockey drei Siege an diesem Tag.

Besitzer Klaus Wilhelm ist begeistert

Begeistert war auch Besitzer Klaus Wilhelm, der Wonnemond als Jährling auf einer Auktion für 9000 Euro ersteigert hatte. Mittlerweile hat sein Pferd über 450 000 Euro eingaloppiert. „Das ist ein erlebter Traum, dieses Pferd ist einfach spitze. Wilhelm hatte in der vergangenen Saison schon Angebote im höheren sechsstelligen Bereich erhalten. „Ich habe trotzdem abgelehnt, denn was soll ich mit dem Geld auf dem Bankkonto, während die Freude an diesem Pferd weg ist?“, sagte Wilhelm, der beim nächsten Renntag am 29. April wieder vor Ort ist. In der Europameile ist der nächste Start von Wonnemond auf der Heimatbahn.

Für eine besondere Überraschung sorgte auch Trainer Ertürk Kurdu mit Come on City in der ersten Prüfung des Tages. Als große Außenseiterin ging die Stute beim ersten Start in der Karriere förmlich spazieren und gewann leicht mit Jockey Jozef Bojko. „Es ist unglaublich, denn wir konnten kaum trainieren. Ich hatte den Start eigentlich für die Kondition vorgesehen. Ans Gewinnen hatte ich nie gedacht“, so Kurdu, der so noch erfreuter war. In der vergangenen Saison war der Trainer noch ohne Sieg geblieben. Come on City könnte jetzt in höheren Gefilden mitmischen.

Heavensfield hatte Kreislaufprobleme

Auch Trainerkollege Ralf Rohne hätte fast eine Überraschung mit dem dreijährigen Nahayan geschafft, der in seinem Rennen Zweiter wurde. „Beim nächsten Mal könnte es schon klingeln“ meinte Rohne freudestrahlend.

Bei der Rennveranstaltung in Grafenberg kam es zu einiger Verspätung, da einer der Sieger, Heavensfield, erhebliche Kreislaufprobleme nach Überquerung der Ziellinie bekam. Nach einer Behandlung auf der Rennbahn löste sich aber das Problem und das Pferd war wieder wohlauf.

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