Ponomarev: „Die DEG bekommt die Lizenz“

Unruhe herrscht an der Brehmstraße. Nach einer sportlich erneut hervorragenden Saison soll es Knatsch unter den Gesellschaftern geben. Und die Stadt mischt auch kräftig mit. Mikhail Ponomarev sei seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen, heißt es. In einem Interview nimmt er nun dazu Stellung.

Herr Ponomarev, wie ist Ihr Gemütszustand?

Ponomarev: Es war eine große Überraschung für mich, als ich heute davon hörte. Aber es ist nicht das erste Mal, dass ich von der Stadt unter Druck gesetzt werde. Das hat bereits im Herbst angefangen.

Aus welchem Grund

Ponomarev: Herr Hoberg und ich hatten in einem Schreiben deutlich gemacht, dass der Klub zur Stadt gehört und wir die Zukunft gemeinsam gestalten sollten. Wir meinen, dass es mit einer Mietrückstellung nicht getan ist und haben detailliert informiert, welche Möglichkeiten es gibt, die DEG zu unterstützen. Wir haben aber sehr schnell gemerkt, dass es keine weitere Unterstützung gibt. Stattdessen kamen einige Äußerungen von Herrn Kluth. Aber wer ist das? Er stellt Anfragen seitens der Stadt. Dabei sieht man sich. Warum spricht er nicht mit uns? Zudem weiß keiner, in welcher Funktion er überhaupt spricht. Er ist nicht unser Partner.

Aber die Vorwürfe sind konkret. Erstens: Es heißt, die DEG warte noch auf 153 000 Euro.

Ponomarev: Alle finanziellen Absprachen betreffen nur die Gesellschafter. Es gibt keine vertraglichen Vereinbarungen und damit auch keine Verpflichtungen gegenüber dem Klub. Die Vereinbarungen betreffen Peter Hoberg und mich. Wir sind nicht glücklich darüber, dass öffentlich darüber spekuliert wird. Private Investitionen gehören nicht in die Öffentlichkeit. Es ist schmerzhaft, dass das jetzt der Fall ist. Das ist für alle Gesellschafter nicht akzeptabel.

Zweitens: Es heißt, Sie hätten Ihre Loge im Rather ISS-Dome nicht bezahlt.

Ponomarev: Das ist ärgerlich. Richtig ist, dass ich darauf dringe, dass die DEG an den Einnahmen partizipiert. Im ISS-Dome ist eine Loge vermietet – an mich. In Köln sind 65 Prozent der Logen vermietet. Die Stadt sollte lieber Kunden akquirieren, anstatt sie zu verärgern.

Drittens: Mitte Mai müssen die Unterlagen zur Lizenzierung bei der Deutschen Eishockey-Liga eingereicht werden. Auf der Gesellschafterversammlung gab es keine Sicherheiten.

Ponomarev: Es wird nicht leicht, die Lizenz zu bekommen, weil die Gesellschafter alleine sind. Aber wir haben eine Strategie. Ich habe in den nächsten Tagen viele Gespräche mit Investoren, und es ist klar, dass weitere hinzu kommen.

Muss die Düsseldorfer EG um die Lizenz bangen?

Ponomarev: Nein, eine Lizenz-Verweigerung ist kein Thema. Es gibt verschiedene Szenarien, wie die Garantien dargestellt werden.

Wie werden Sie von der Stadt unter Druck gesetzt?

Ponomarev: Die Metro, Herr Hoberg und ich sollen auf Rückzahlungen verzichten, ansonsten werde die Miete fällig gestellt. Die Art und Weise gefällt uns nicht. Wir haben einen Fünf-Jahres-Plan. Bevor das Ziel nicht erreicht ist, werde ich den Klub nicht verlassen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben