2. Handball-Bundesliga

Rhein Vikings: Die nächste und doch andere Spielgemeinschaft

So feierte der Neusser HV den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Foto: Wort&Lichtbild

So feierte der Neusser HV den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Foto: Wort&Lichtbild

Düsseldorf.   Der Neusser HV hat sich durch sein seriöses Auftreten einen guten Namen gemacht . Davon profitieren die Rhein Vikings nach dem Zweitliga-Aufstieg.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Spielgemeinschaften haben im Düsseldorf Handball eine lange Geschichte. So schloss sich die HSG Wülfrath/Ratingen vor 34 Jahren TuRU Düsseldorf an, vor 25 Jahren wurde daraus der eigenständige HSV Düsseldorf, vor 17 Jahren bildete der HSV mit dem ART die HSG Düsseldorf. Als es mit dem HSV zu Ende ging, sollte die HSG eine neue Ehe mit dem DHC Rheinland eingehen, aus der der DDHC Rheinland hervorgehen sollte – doch die SG mit den Dormagenern platzte und der ART machte 2012 alleine weiter. Obwohl der HSV und die HSG mehrmals in die Bundesliga aufstiegen, ließt sich dies wie eine Bilanz des Scheitern.

Und nun? Nun sind die Rhein Vikings am Start. Wieder eine Spielgemeinschaft. Diesmal gebildet vom Neusser HV und dem ART Düsseldorf. Einfach nur ein weiteres Kapitel? Die Chancen stehen gut, dass die Wikinger den Teufelskreis durchbrechen können. „Wir waren überrascht, wieviele Sponsoren auf uns zugekommen sind“, berichtet Niklas Frielingsdorf, der Sprecher der Rhein Vikings. Das hat zwei Gründe: „Natürlich hilft uns die Sportstadt Düsseldorf ungemein“, betont Frielingsdorf das gute Verhältnis. Düsseldorf scheint sich auf guten und hochklassigen Handball zu freuen. Der Neusser HV ist gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen – und bereits das Unterhaus verspricht Profisport auf gutem Niveau.

Gute Marke „Rhein Vikings“

Der andere Grund dürfte in der Seriösität liegen, mit der der NHV seinen sportlichen Aufstieg in die Wege geleitet hat. So ist die bisherige NHV 1 GmbH nun als Rhein Vikings für die erste Mannschaft, das U-23-Team in der Regionalliga sowie die leistungsorientierten Jugendteams in der Bundesliga (A-1-Jugend), Regionalliga (B 1) und Oberliga (C 1) zuständig. Die Basisarbeit leistet die HSG Neuss/Düsseldorf, der Träger der Gemeinsschaft auf Vereinsebene. „Die HBL erlaubt ab der 2. Bundesliga Markennamen“, erläutert Frielingsdorf die Vorschriften der Handball-Bundesliga. So spielen nur die Profis als Rhein Vikings, die übrigens Teams als HSG Neuss/Düsseldorf. „Aber die Jungs bekommen auch unsere Trikots und tragen das Vikings-Logo“, so Frielingsdorf. Während vergleichbare Namen sonst eher im Eishockey oder Football zu finden sind, scheint die „Marke“ Rhein Vikings auch viele Fans im Handballbereich anzusprechen. „Wir sind von der positiven Resonanz überwältigt“, sagt Frielingsdorf.

Das schlägst sich auch in Zahlen nieder. Für die große Saisoneröffnungfeier am Donnerstag, 3. August, bei der Rekordmeister THW Kiel zu einem Testspiel im Castello gastiert, haben die Vikings bereits rund 1400 Karten abgesetzt. Ohnehin ist der Spielort aus Neusser Sicht der Hauptgrund für die Spielgemeinschaft. In der Hammfeld-Halle in Neuss finden nur rund 800 Zuschauer Platz. Damit hätte der NHV nie eine Zweitliga-Lizenz erhalten – und auch für die 3. Liga gab es bislang nur eine Ausnahmegenehmigung. Auf Düsseldorfer Seite waren sicher auch wirtschaftliche Zwänge Grund der Sportehe.

Vertrauenswürdig werden die Vikings auch durch ihre Ziele. Dies wird vorsichtig mit „Klassenerhalt“ umrissen. Wie schon beim NHV soll die sportliche Entwicklung in einem gesunden Tempo erfolgen. Und Highlights gibt es ja auch schon jetzt: Im Pokalturnier dürfen sich die Fans auf ein Duell mit dem SC Magdeburg freuen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik