2. Handball-Bundesliga

Rhein Vikings gestalten es nach der Pause erträglich

Bemitleidenswerter Torwart: Mikkel Møldrup wurde ebenso wie Vladimir Bozic von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen.

Foto: Andree Hagel

Bemitleidenswerter Torwart: Mikkel Møldrup wurde ebenso wie Vladimir Bozic von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen. Foto: Andree Hagel

Düsseldorf.   Der Zweitligist kann die Ausfälle von Alexander Oelze und Daniel Pankofer nicht kompensieren und unterliegt dem ThSV Eisenach mit 27:32.

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Das war trotz des fast schon netten Endergebnisses eine Abfuhr gegen das jetzt ehemalige Schlusslicht der 2. Bundesliga. Nachdem sie zwischenzeitlich sogar mit elf Treffern in ihrem Castello zurückgelegen hatten, mussten sich die Handballer des HC Rhein Vikings dem ThSV Eisenach lediglich mit 27:32 (12:18) beugen.

Klar: Trainer Ceven Klatt jammerte, wenn auch leise, dass ihm die verletzten Alexander Oelze, also der Top-Werfer, und Daniel Pankofer, also der 36-jährige, eigentlich immer ruhende Pol, gefehlt hatten. Damit entschuldigen wollte er den Auftritt seines Teams aber überhaupt nicht. „Gerade im Angriff haben wir in der ersten Halbzeit die Disziplin vermissen lassen“, sagte er. „Wir hatten zu wenig Bewegung gegen die 5:1-Deckung, haben uns zu viele schlechte Würfe genommen und zu viele Bälle ins Aus geschmissen.“

Und so war diese Partie vor 950 Zuschauern ganz schnell entschieden, im Prinzip schon nach knapp sechs Minuten und dem 5:0-Start der Gäste aus Thüringen. Ceven Klatt nahm dann auch bereits seine erste Auszeit, die 60 Sekunden reichten ihm aber nicht, um sein Team auf Kurs zu bringen. Zumal es auch in der Abwehr fast gar keine Szenen gab, die etwas Selbstvertrauen hätten geben können. „Wir lassen unsere Torhüter im Stich“, sagte Ceven Klatt. Allerdings war es auch so, dass Vladimir Bozic und Mikkel Møldrup trotz zweier gehaltener Siebenmeter-Bälle nur recht selten mal eine Hand oder einen Fuß an das Spielgerät bekamen. „Weil das Zusammenspiel nicht passte“, meinte der Vikings-Trainer, „haben sie uns nur wenig helfen können.“

Zumindest eine kleine Hilfe in der Offensive gab es dann nach dem Wechsel, und zwar dank des Rückraum-Trios Christopher Klasmann, Felix Handschke und Brian Gipperich, der mit acht Treffern herausragender Werfer der Gastgeber war. „Wir hatten nun mehr Bewegung im Angriff und gute Eins-gegen-eins-Situationen“, sagte Trainer Ceven Klatt. „Ich bin froh, dass wir in der zweiten Halbzeit den Kopf oben behalten haben.“ Ähnlich sah es auch René Witte, der nach der Pleite gegen das Team aus seiner Heimatstadt aber etwas anders formulierte. „Ein Lob an die Mannschaft, dass sie sich nicht hat abschlachten lassen“, sagte der Vikings-Geschäftsführer. Dank seines 7:1-Schlussspurtes vom 20:31 zum 27:32 gestaltete der Aufsteiger das Ergebnis so, dass erträglich ein angemessenes Adjektiv ist.

Weiter geht es für den HC Rhein Vikings in der 2. Bundesliga am kommenden Wochenende mit einem Doppelspieltag: Am Freitag (19 Uhr) gastiert das Klatt-Team in Sachsen beim punktgleichen EHV Aue, der am Samstagabend mit 19:41 bei der SG BBM Bietigheim untergegangen ist, und am Sonntag (15 Uhr) empfängt es im Castello die HG Saarlouis.

Vikings: Bozic (1.-9., 31.-38.), Møldrup (9.-30., 38.-60.) – Gipperich (8), Hoße (4/3), Aust (4), Klasmann (3), Kozlina, Thomas (1), Weis, Johnen (n. e.), Coric (1), Pankofer (n. e.), Handschke (3), Artmann (2), Bahn (1).

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