Handball-Zusammenschluss

Rhein Vikings heißt der Hoffnungsträger

Burkhard Hintzsche erinnerte an die große Handball-Vergangenheit Düsseldorfs – und hofft auf eine gute Zukunft der Rhein Vikings.

Foto: Uwe Schaffmeister

Burkhard Hintzsche erinnerte an die große Handball-Vergangenheit Düsseldorfs – und hofft auf eine gute Zukunft der Rhein Vikings. Foto: Uwe Schaffmeister

Neuss/Düsseldorf.   Als HC Rhein Vikings streben der Neusser HV und der ART Düsseldorf in einer Spielgemeinschaft erfolgreiche Zeiten an. Am liebsten in der 2. Liga.

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Das Rheinland soll wieder zu einer Handball-Hochburg werden. Das nicht gerade bescheidene Ziel haben sich der Neusser HV und der ART Düsseldorf gesteckt, die in der kommenden Saison als HC Rhein Vikings auflaufen. Der Zusammenschluss ist von langer Hand geplant und kann durchaus erfolgreich sein, denn das Projekt wird von Handballfreunden betrieben, die ihre guten Kontakte zur Politik und Wirtschaft geschickt einsetzen. So übernimmt Peter Kluth den Aufsichtsratsvorsitz – ein ehemaliger Handballer, Jurist, Berater und Intimus von OB Thomas Geisel. Kluth ist es gelungen, die Verantwortlichen beider Städte für das Projekt zu gewinnen.

„Düsseldorf war eine Handball-Hochburg“, erklärt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, der weit in der Vergangenheit kramt. „Fortuna stand 1948 im Halbfinale um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft und spielte damals vor 28 000 Zuschauern. Aber auch später gab es noch erstklassigen Handball bei der Turu und der HSG.“

Erfolgreicher Zweitliga-Handball ist das Ziel

Doch die Zeiten haben sich geändert, die Düsseldorfer Handballvereine sind von der Bildfläche der oberen Ligen längst verschwunden. „Wir wussten, dass wir es alleine nicht schaffen und Partner in der Region finden müssen“, berichtet Hintzsche. „Mit dem Budget, das beide einbringen, wird erfolgreicher Zweitliga-Handball möglich sein. Aber wir setzen nicht nur am Kopf an, sondern brauchen eine Basis.“ Und auch in Neuss haben sie erkannt, dass sie Erst- oder Zweitliga-Handball auf Dauer nicht allein stemmen können. Dazu fehlen wesentliche Voraussetzungen: Hallen und eine starke Nachwuchsarbeit. „Wir haben unsere Mitglieder auf dem Weg mitgenommen und Überzeugungsarbeit geleistet“, sagt der NHV-Vorsitzende Volker Staufer. „Umso schöner, dass sie einstimmig zugestimmt haben, es gab nicht eine Enthaltung.“

Zunächst wird in Neuss und Düsseldorf gespielt

Gespielt wird in Neuss und Düsseldorf – zumindest zunächst. Sollte der HC Rhein Vikings jedoch eines Tages tatsächlich erstklassig spielen, so wäre das meist nur in Düsseldorf möglich, weil die Stadt über entsprechende Hallen mit verschiedenen Kapazitäten verfügt: Burg-Wächter-Castello, Mitsubishi Electric Halle und ISS-Dome. Aber auch die weiteren Ziele sind klar definiert: Die zweite Mannschaft soll in der Regionalliga etabliert werden, ohne Ambitionen auf einen Aufstieg. Die Damenmannschaften sowie die weibliche Jugend und die Jungen der Klassen F bis D bleiben beim NHV und ART. Die A-, B- und C-Jugend hingegen sind dem HC Rhein Vikings zugeordnet. Es soll in Düsseldorf mit den Sportschulen zusammengearbeitet werden, schon bevor 2019/20 das Nachwuchsleistungszentrum steht. Die A-Jugend werde in der Bundesliga spielen und die westdeutsche Meisterschaft anstreben.

Ziemlich viel Zukunftsmusik. Als nächster konkreter Schritt muss bis Ende März das Lizenzierungsverfahren für die Zweite Liga abgeschlossen werden. Und dann natürlich der sportliche Aufstieg erfolgen – ohne den geht nichts.

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