Fußball-Bundesliga

Wie Suttner die Planung von Fortuna Düsseldorf erschwert

Fortunas Linksverteidiger Markus Suttner (roter Dress) im Duell mit dem Schalker Daniel Caligiuri.

Fortunas Linksverteidiger Markus Suttner (roter Dress) im Duell mit dem Schalker Daniel Caligiuri.

Foto: Janning

Düsseldorf.   Der Österreicher war bei Fortuna Düsseldorf nur als Notnagel ausgeliehen worden – und macht jetzt richtig Lust auf eine Festverpflichtung.

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Als der Ball in der 78. Minute unter der Latte des Bremer Tores einschlug, begann für Markus Suttner eine echte Belastungsprobe. So heftig drückten seine Teamkameraden den schmächtigen Österreicher nach seinem Treffer zum 4:1, dass ihm beinahe die Luft weggeblieben wäre. „Das freut mich riesig für den Sutti“, sagte Stürmer Rouwen Hennings. „Dieses Tor hatte er sich redlich verdient.“

Die Reaktionen der Kollegen zeigen den hohen Beliebtheitsgrad Suttners, den auch Trainer Friedhelm Funkel unterstreicht. „Markus ist ein Klassefußballer und ein großartiger Mensch“, betont der Chefcoach. Ersteres bewies der Linksverteidiger in den vergangenen Wochen, als er bei der unglücklichen 1:3-Niederlage in Mainz einer der besten Düsseldorfer war und nun beim 4:1 über Werder Bremen seine erneut starke Leistung mit einem prächtigen Treffer krönte, seinem ersten im Fortuna-Dress. „Ich habe keine Lücke in der Bremer Abwehr erkennen können und mir deshalb gedacht: Hau lieber mal richtig drauf“, so Suttner.

Wegen Contento-Verletzung

Paradoxerweise erschwert der 20-malige österreichische Nationalspieler Fortunas Sportvorstand Lutz Pfannenstiel mit seinen guten Vorstellungen die Planung für die nächste Saison. Der 45-Jährige hatte Suttner in der Winterpause im Grunde nur als Notnagel ausgeliehen, weil Diego Contento wegen eines Kreuzbandrisses bis zum Saisonende ausfällt und Niko Gießelmann somit der einzige im Kader verbliebene Linksverteidiger war. Dieses Risiko konnte und wollte der Sportvorstand nicht eingehen und eiste daher Markus Suttner vom englischen Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion los, bei dem der 32-Jährige ohnehin kaum noch Einsatzchancen hatte.

Doch aus dem Notbehelf wurde nun deutlich mehr. Suttner ersetzte Gießelmann tadellos, nachdem dieser sich beim 2:1-Sieg in Berlin einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hatte. Und er blieb sogar im Team, als Gießelmann wiedergenesen war. Somit wäre er ein ernsthafter Kandidat für eine Festverpflichtung – würde damit aber Pfannenstiels Planung verändern. Da Contento wieder fit ist und an seinem Comeback arbeitet, zudem wie Gießelmann weiter unter Vertrag steht, ist im Kader eigentlich kein Platz für Suttner.

Eigentlich. Denn zu Ende diskutiert ist das Thema keineswegs. „Mir macht’s viel Spaß hier in Düsseldorf“, betont der gebürtige Hollabrunner. „Aber es liegt ja nicht nur an mir. Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Brighton, habe mit dem Klub noch keinen Kontakt gehabt. Erst einmal will ich mich nur auf die letzten Runden konzentrieren und gar nicht erst negative Stimmung aufkommen lassen.“ Pfannenstiel schlägt die Tür jedenfalls nicht zu. „Markus hat sich immer gut gezeigt, wenn er gespielt hat, er ist super akzeptiert in der Mannschaft“, sagt der Sportvorstand. „Sicher haben wir in Niko und Diego zwei Linksverteidiger, aber Markus hat sich so in den Vordergrund gespielt und auch trainiert, dass mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.“ (jol)

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