Eishockey-Oberliga

2:4 gegen Halle – Trainer Pyka ist sauer auf Special Teams

Alexander Eckl (rechts), hier gegen Ex-Fuchs Jan-Niklas Pietsch, kassierte eine Spieldauerstrafe.

Alexander Eckl (rechts), hier gegen Ex-Fuchs Jan-Niklas Pietsch, kassierte eine Spieldauerstrafe.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Es bleibt dabei: Die Füchse treffen in Überzahl nicht, kassieren aber in Unterzahl Gegentore. EV Duisburg unterliegt Saale Bulls Halle mit 2:4.

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Ein Sechs-Punkte-Wochenende gegen die direkte Konkurrenz um die Plätze in den Play-offs der Eishockey-Oberliga – das hätte den Füchsen einen Schub in der Tabelle gegeben. Doch nach dem 3:2-Sieg bei den Rostock Piranhas am Freitagabend lief zwei Tage später daheim gegen die Saale Bulls Halle nicht viel zusammen. Trotz guten Starts unterlag der EV Duisburg mit 2:4 (1:2, 1:1, 0:1).

Wie an der Ostseeküste mussten die Schwarz-Roten auf Diego Hofland verzichten, der sich einen Hexenschuss zugezogen hatte. Die Füchse gingen in der dritten Minute in Führung: Nach viel Gewühl und noch mehr Gestocher landete der Puck dank Sam Verelst im Netz der Gäste. In der Folge verpassten es die Hausherren, den Vorsprung auszubauen. Danach war schnell am Spielstand ablesbar, dass es in den Special Teams überhaupt nicht lief. In einem Powerplay hatte Steven Deeg zwar eine Gelegenheit, ansonsten blieb die Überzahlsituation aber zu harmlos. Danach warfen die Füchse die Führung weg: Lasse Uusivirta vertändelte die Scheibe, foulte im Anschluss, das folgende Powerplay nutzte Halle nach sieben Sekunden durch Max Schaludek zum 1:1 (17.). In der gleichen Minute die nächste Strafe, diesmal sagte Halles Neuzugang Dominik Patocka kurz darauf mit dem 2:1 danke (18.).

Struktur verloren

Im zweiten Abschnitt verloren die Füchse zunächst gänzlich die Struktur. Zu oft standen sie zu offen, zu unpräzise war das, was ein Aufbau hätte werden sollen. Halle brauchte lange, um das auszunutzen, tat dies aber in der 29. Minute durch Nathan Robinson. Pavel Pisarik brachte sein Team aber zurück ins Spiel (2:3, 32.). Rund ging es in den Schlussminuten des zweiten Drittels: Halles Jannik Striepeke drosch auf Christoph Eckl ein, kassierte zwei plus zwei Minuten, Eckls Bruder Alexander das gleiche, aber wegen Verlassens der Spielerbank während einer Auseinandersetzung aber zusätzlich eine Spieldauerstrafe. Zwölf Sekunden vor der Pause landete ein Füchse-Schuss an Ex-EVD-Goalie Justin Schrörs, der den Puck über sich hinweg rollen ließ; die Schwarz-Roten drehten jubelnd ab, doch Schiedsrichter Patrick Leven entschied auf kein Tor. „Die Strafe war berechtigt. Und der Puck war nicht drin“, bestätigte Füchse-Trainer Reemt Pyka die Sichtweise des Unparteiischen.

Im Schlussabschnitt ließen die Füchse eine 5:3-Überzahl ebenso ungenutzt wie zwei weitere Powerplays in der Schlussphase. Der frühere Duisburger Finn Walkowiak setzte den Schlusspunkt ins leere EVD-Tor. Pyka: „Unsere Special Teams haben versagt. Das ist eine Katastrophe. Wir treffen nicht und der Gegner nutzt die Strafen sofort aus.“

EV Duisburg –
Saale Bulls Halle 2:4

Drittel: 1:2, 1:1, 0:1
Tore: 1:0 (2:52) Verelst (Cespiva, Tegkaev), 1:1 (16:09) Schaludek (Robinson, Pietsch/5-4), 1:2 (17:21) Patocka (Mosienko, Wunderlich/5-4), 1:3 (28:32) Robinson (Schaludek, May), 2:3 (31:56) Pisarik (Huebscher, Buschmann), 2:4 (58:59) Walkowiak (Mosienko/ENG). Strafen: Duisburg 10 + Spieldauer (Alexander Eckl), Halle 14. Zuschauer: 924.

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