Hockey-Bundesliga

21 Sekunden fehlten zum Punktgewinn

Nach der Halbzeitpause startete der CR im Spiel gegen den Berliner HC eine Aufholjagd.

Foto: Lars Heidrich

Nach der Halbzeitpause startete der CR im Spiel gegen den Berliner HC eine Aufholjagd. Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Das 0:7 gegen den Club an der Alster war deutlich, aber zu verkraften. Gegen den Berliner HC war eindeutig mehr drin. Raffelberg nun Letzter.

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Nach dem Spiel flossen die Tränen. Nicht am Samstag, zu klar war das 0:7 (0:2) gegen den Club an der Alster, zu erwartet die Niederlage als solche. Doch das 2:3 (0:2) des Club Raffelberg einen Tag später gegen den Berliner HC war ein Schlag in die Magengrube. Exakt 21 Sekunden fehlten den Duisburgerinnen, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen – und eine ernsthaft bestrittene erste Hälfte, um als Siegerinnen das Feld zu verlassen.

„So ein 0:7 ist deutlich einfacher zu verkraften. Da weißt du, dass du schlechter warst“, sagte Trainerin Susi Wollschläger, deren Team nun auf den letzten Platz der 1. Hockey-Bundesliga der Frauen zurückgefallen ist. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz ist auf vier Punkte angewachsen – allerdings hat der HTC Uhlenhorst Mülheim, der den zehnten Rang einnimmt, noch ein Spiel mehr auszutragen. Großblottbek hat sich durch den überraschenden Derbysieg in Harvestehude dagegen etwas aus der Gefahrenzone abgesetzt. Für den CR wird es also nicht leichter.

„Das 0:7 gegen Alster war allerdings auch zu hoch“, sagt Wollschläger. Das erste Viertel gestaltete Raffelberg torlos, auch in den 15 Minuten vor der Halbzeitpause ließen die Gastgeberinnen nur ein Gegentor zu. Doch gegen Ende brach der Damm und Raffelberg wurde von Gegentoren überspült. „Man kann diskutieren, ob die Ecke vor dem 0:4 berechtigt war“, sagt die Trainerin, die weiß, dass der Spielausgang davon nicht abhing. Vielleicht aber nahm das deutliche Samstagergebnis den Raffelbergerinnen den Mut.

Denn bis auf wenige Minuten stimmte in den ersten beiden Vierteln „die Körpersprache überhaupt nicht. Wir waren viel zu weit weg“, so Wollschläger. Dazu häuften sich die unerzwungenen Fehler – sei es bei der Passabgabe oder -annahme. So ging Berlin vor der Halbzeitpause mit 2:0 (22., 29.) in Führung.

CR gleicht aus – kassiert aber das 2:3

Doch der CR kam zurück. „Wir wollten schon in der ersten Halbzeit viel mutiger spielen“, sagt die Trainerin. Das holte ihr Team schließlich nach. Schon drei Minuten nach Wiederbeginn fälschte Anneke Maertens nach einer Ecke und einem Zuspiel ihrer Schwester Pia den Ball zum 1:2-Anschluss ab. Zwölf Minuten vor dem Ende gelang der inzwischen verdiente Ausgleich: Darja Möllenberg behauptete den Ball an der Seitenlinie, Laura Helmrich brachte ihn in den Schusskreis, wo Leonie Thiel zum 2:2 verwandelte. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Raffelberg den Siegtreffer nach Ecke auf dem Schläger – gab dann das Spiel aber aus der Hand. Zweimal verhinderte Johanna von dem Borne den Einschlag; 21 Sekunden vor Ende war der Ball dann doch drin.

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