Fußball

Auch im zweiten Saisonspiel geht der VfB Homberg leer aus

Nach seinem Platzverweis musste VfB-Kapitän Necirwan Mohammad den Rest des Spiels von der Tribüne verfolgen.

Nach seinem Platzverweis musste VfB-Kapitän Necirwan Mohammad den Rest des Spiels von der Tribüne verfolgen.

Foto: Sven Kowalski

Duisburg/Düsseldorf.  Der Duisburger Regionalligist kehrt ohne Punkte von der Partie in Düsseldorf zurück. Noch schlimmer wiegt der Platzverweis für den Kapitän.

Für die Kicker des VfB Homberg läuft die neue Saison in der Regionalliga West weiter enttäuschend an. Auch im zweiten Spiel ging die Truppe von Sunay Acar leer aus. Und erneut musste der Homberger Coach am Samstag bei der diesmal deutlichen 0:4 (0:1)-Niederlage gegen die U 23 von Fortuna Düsseldorf vor nur 151 Zuschauern im Düsseldorfer Paul-Janes-Stadion einen Platzverweis eines wichtigen Spielers hinnehmen.

Die VfB-Elf, in der Jeffrey Malcherek für den rotgesperrten Mike Koenders in die Innenverteidigung rückte, begann forsch und suchte den Weg nach vorne. Nach einem Schuss von Nicolas Hirschberger aus 16 Metern konnte 95-Keeper Dennis Gorka den Ball in der zweiten Minute erst im Nachfassen sichern. Fünf Minuten später köpfte Marvin Lorch eine Freistoßflanke von Ricardo Antonaci am langen Pfosten stehend ans Außennetz. Die Gäste schienen das Spiel im Griff zu haben, doch dann stellte ein Steilpass der Düsseldorfer alles auf den Kopf. VfB-Verteidiger Mohamed Redjeb kam an den Ball, wurde dann aber vom hinter ihm laufenden Timo Bornemann leicht gehalten. Redjeb kam aus dem Trott und reklamierte Foul, doch Schiedsrichter Jonas Windeln ließ weiterspielen, so dass Bornemann freie Bahn hatte und VfB-Keeper Philipp Gutkowski keine Chance ließ (14.).

Erstes Foul bringt den Platzverweise

Hombergs Kapitän Necirwan Mohammad beschwerte sich beim Schiri scheinbar zu lautstark über die Entstehung zum 1:0 der Düsseldorfer, so dass er Gelb sah. Das sollte ihn und sein Team teuer zu stehen kommen. Nur 14 Minuten später flog der Sechser nach seinem ersten Foul und der zweiten gelben Karte vom Platz. Dem VfB standen 72 Minuten in Unterzahl bevor, die sie ohne ihren Spielmacher bestehen mussten. Fortan machten die spiel- und laufstarken Fortuna-Talente das Spiel und ließen die Gäste laufen. Diese hielten die Abwehrreihen aber dicht und ließen bis zur Pause nur eine Chance nach einem Standard zu. Nach einem scharf in den 16er geschossenen Freistoß von Phil Sieben köpfte 95-Kapitän Tim Oberdorf wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei (41.).

VfB-Coach Acar brachte zur zweiten Halbzeit mit Sechser Ahmad Jafari und Stürmer Said Haouz für Marvin Lorch und Alexandros Armen zwei neue Kräfte. Doch zu einem Neuangriff auf den Ausgleich sollten die Homberger nicht kommen. Kaum war die Pause vorbei, war das Spiel entschieden. Nach einem Angriff über die linke Seite nahm Bornemann die flache Hereingabe von Felix Könighaus vor Redjeb mit einer Grätsche zum 2:0 ab (47.). Nur eine Minute später schoss Kevin Hagemann die Kugel nach einem Fehler von Hombergs jungem Linksverteidiger Clinton Asare an die Querlatte. Der abprallende Ball war anschließend lange in der Luft, doch Bornemann reagierte zwischen drei Hombergern am schnellsten und machte seinen Hattrick aus kurzer Distanz perfekt.

Von nun konnte es für die dezimierten Gäste nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Doch auch diese gelang nur begrenzt. In der 70. Minute schenkte der eingewechselte Elmin Heric den Hombergern mit einem Kunstschuss ins Eck das 4:0 ein. Zweimal trafen die Hausherren noch aus dem Abseits ins Tor, einmal noch den Pfosten. Dann waren die Homberger und ihr Coach erlöst. Der nahm die Höhe der Niederlage gefasst auf – dass es zum Rückstand kam, weniger. „Wir waren zu Beginn besser im Spiel, doch mit dem 0:1 kippt es. Mo Redjeb hat vorher die Möglichkeit, den Ball zu klären, und dann war es ein klares Foul“, so Acar. „In Unterzahl haben wir es dann bis zur Pause gut gemacht, danach aber zweimal geschlafen. Damit war das Spiel entschieden.“

Die Statistik

Fortuna II: Gorka – Woitzyk, Tomiak, Oberdorf, Könighaus – Schaub (62. Heric), Fink (71. Kummer), Sieben, Hagemann (71. Köther) – Bornemann (62. Lobinger), Euschen.

VfB: Gutkowski – Antonaci, Redjeb, Malcherek, Asare (71. Kogel) – Lorch (46. Jafari), Nowitzki , Mohammad, Hirschberger – Talarski (90. Preuß) – Armen (46. Harouz).

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Bornemann (14., 47., 48.), 4:0 Heric.

Gelbe Karten: Mohammad, Asare – Fink.

Gelb-rote Karte: Mohammad (28., VfB).

Schiedsrichter: Windeln (Heinsberg).

Zuschauer: 151.

So geht’s weiter: Mittwoch, 16. September, 19.30 Uhr: VfB – Fortuna Köln (PCC-Stadion).

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