Fußball

Auch ohne Popp hat der VfL Wolfsburg noch genug Qualität

Claire O’Riordan (rechts) und ihre Teamkolleginnen waren zuletzt gegen Potsdam einem Erfolgserlebnis nah.

Claire O’Riordan (rechts) und ihre Teamkolleginnen waren zuletzt gegen Potsdam einem Erfolgserlebnis nah.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die ehemalige Duisburgerin fehlt ihrem Team am Sonntag im Duell mit dem MSV. Trotzdem sind die Zebras deutlich in der Außenseiterrolle.

Es ist das alte Lied: Natürlich würden sie gern punkten, natürlich werden sie alles dafür versuchen. Doch die Chancen, dass die Fußballerinnen des MSV Duisburg etwas Zählbares von ihrem Bundesliga-Sonntagsausflug mitbringen, stehen denkbar schlecht. Gegner ist der deutsche Serienmeister VfL Wolfsburg, der die Zebras um 14 Uhr in seinem heimischen Stadion empfängt.

Freilich geht die Rechnung auf dem Papier ja sogar auf: Einen ihrer erst zwei Punkte haben die Duisburgerinnen durch das 0:0 beim SC Freiburg ergattert – und die Breisgauerinnen wiederum knöpften dem Titelverteidiger vor Wochenfrist in letzter Minute ein 1:1 ab, durch das die Wölfinnen hinter den FC Bayern München auf Platz zwei abrutschten.

Der Trainer will keine Quervergleiche ziehen

„Aber solche Quervergleiche wollen wir gar nicht erst ziehen“, so MSV-Coach Thomas Gerstner. Besondere Umstände gab es auch dadurch, dass auf VfL-Seite kurz vor Schluss Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp mit einer Kapselverletzung vom Feld musste und ihr Coach Stephan Lerch sein Wechselkontingent schon ausgeschöpft hatte. In Überzahl erzielte Hasret Kayikci, die zusammen mit „Poppi“ einst als Spielerin des FCR 2001 Duisburg den UEFA-Cup gewann, den Ausgleich.

Auch ohne die nun erst einmal ausfallende Popp weist der Wolfsburger Kader immer noch genug Qualität auf, um dem Duisburger Aufgebot grundsätzlich überlegen zu sein. „Wir fahren trotzdem nicht mit Angst dorthin“, verspricht Thomas Gerstner, der mit seinem Team in dieser Woche durch den 2:1-Sieg von Werder Bremen gegen den SV Meppen wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist. Optimismus zieht er aus der Leistung beim 2:3 gegen Turbine Potsdam: „Da hätten wir einen Punkt holen oder gar gewinnen können. Wir müssen einfach die kleinen Fehler minimieren.“

Fehlen wird die erkrankte Julia Debitzki, auch Miray Cin wird wohl nicht zum Duell mit ihrem Ex-Klub mitreisen. Ecem Cumert ist mit dem türkischen Nationalteam unterwegs. (T. K.)

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