Fußball

Beim punktlosen VfB Homberg muss jetzt etwas passieren

Einsatz, Leidenschaft und Selbstvertrauen stimmen noch beim VfB – sagt Mohamed Redjeb (Nummer 24), hier mit seinen Teamkollegen im Kreis vor dem Spiel in Münster.

Einsatz, Leidenschaft und Selbstvertrauen stimmen noch beim VfB – sagt Mohamed Redjeb (Nummer 24), hier mit seinen Teamkollegen im Kreis vor dem Spiel in Münster.

Foto: firo Sportphoto/Jan Fromme / firo Sportphoto

Duisburg.  Trainer und Team wollen sich die Niederlagen in den ersten Regionalligaspielen nicht mehr schön reden. Abendkasse ist gegen Gladbach offen.

Sunay Acars Sicht auf die ersten vier Spiele in der Fußball-Regionalliga West ist zwiegespalten. Auf der einen Seite sieht der Coach des VfB Homberg eine positive Entwicklung in seinem neu formierten und von Beginn an auch recht dezimierten Team – auf der anderen Seite stehen die nackten Zahlen. Und die kann und will der Coach nicht übersehen. „Wir haben alle vier Spiele verloren, elf Gegentore kassiert und nur zwei geschossen“, so Acar. „Das muss eine Ursache haben.“ Viel Zeit zur Ursachenforschung hatten der Trainer und sein Team nach dem 1:2 in Münster am Samstag nicht. Bereits am Mittwochabend geht es um 19.30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach II im PCC-Stadion weiter.

Dann möchte Sunay Acar vor allem eines sehen: Zählbares! „Wir müssen aufhören, uns die Spiele schön zu reden. Unabhängig davon, ob wir für unsere Leistungen Lob erhalten, wird es einfach Zeit, zu punkten.“

Redjeb: „Die Entwicklung ist gut“

Nervosität mache sich nach dem Fehlstart nicht bei den Kickern breit, berichtet Mohamed Redjeb. „Der Einsatz und die Leidenschaft stimmen“, sagt der Innenverteidiger, „und auch das Selbstvertrauen ist bei jedem Einzelnen noch da. Aber jetzt muss auch mal etwas passieren“, weiß Redjeb, dass Selbstvertrauen auch Nahrung braucht. „Die Entwicklung ist gut, wir sind auch schon viel eingespielter. Aber wir müssen unsere kleinen Fehler abstellen und in den entscheidenden Momenten da sein.“

Bei den letzten Niederlagen gegen die Meisteranwärter Fortuna Köln und Preußen Münster kristallisierten sich zwei Ursachen für die Punktlosigkeit heraus. „Vor dem Tor sind wir nicht abgeklärt genug und bei Standards gegen uns zu unkonzentriert“, sagt Sunay Acar. Dass die Absprache bei den Standardsituationen, bei denen Acar klare Zuordnungen vorgibt, besser werden muss, meinte auch Redjeb nach dem 1:2 in Münster durch zwei Gegentore nach Ecken. Aber auch die mangelnde Chancenverwertung spricht der Neuzugang an: „Das ist der kleine Unterschied zu den Profiklubs. Da fehlt uns die Abgezocktheit.“

Mönchengladbach glänzte mit starker Offensive

Wie es vorne funktionieren sollte, zeigte der aktuelle Gegner in der letzten Saison. Mit 47 Toren in 24 Spielen stellten die „kleinen Fohlen“ die drittbeste Offensive der Liga. Dabei schossen allein Charalambos Makridis (12) und Justin Steinkötter (9) mit 21 Treffern exakt so viele Tore wie der gesamte VfB-Kader. Makridis geht inzwischen für den SSV Jahn Regensburg in der 2. Bundesliga auf Torejagd., Steinkötter hat bislang noch nicht wieder für Mönchengladbach getroffen. Dennoch hat die Borussia mit einem 2:0 gegen den amtierenden Meister SV Rödinghausen bereits auf sich aufmerksam gemacht; es folgten ein 1:1 in Bergisch Gladbach und ein 2:1-Sieg über den SV Straelen. Acar sieht in den Gladbachern „das vielleicht beste der U-23-Teams“ auf seine Truppe zukommen. „Das wird eine ganz schwierige Kiste.“

Diese muss der Coach weiterhin ohne frische Kräfte knacken. Aus dem Lazarett gibt es keine Entlassungen. Zudem ist der Einsatz von Nicolas Hirschberger fraglich. Am Erfolg schnuppern durfte aber auch das bislang verfügbare Personal schon. Jetzt ist es für Acar an der Zeit, auch zuzuschnappen: „Lieber ein dreckiges Spiel und Punkte als ein Sterben in Schönheit.“

200 Karten im Sitz- und Stehplatzbereich sind für das Spiel ab 18 Uhr an der Tageskasse gegen Vorlage des Personalausweises noch zu bekommen. „Dank der tatkräftigen Unterstützung des Stadtsportbundes konnten wir ein individuelles Hygienekonzept erstellen, welches das Gesundheitsamt abgesegnet hat, und das es uns erlaubt, die Zuschauerzahl von 300 auf 500 zu erhöhen“, berichtet Wolfgang Graf. Der Abteilungsleiter betont: „Dass die Tageskasse öffnet, ist ein der kurzfristigen Umsetzung geschuldeter Ausnahmefall. Zukünftig werden die Tickets wie gewohnt nur über den Vorverkauf abgesetzt.“ Um ein Gedränge zu vermeiden, bittet der VfB, für den Ticketkauf ausreichend Zeit einzuplanen. Gästefans sind weiterhin nicht zugelassen. Auf den Stehplätzen besteht freie Platzwahl im gesamten Bereich unter Einhaltung der Abstandsregeln.

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