Handball

Beim VfB Homberg gibt es einen großen Strukturwandel

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Die VfB-Männer gehen in der Oberliga mit diesem Kader an den Start: (hinten von links) Fabio Hochkeppel, Nick Brockmann, Nic Kirschbaum, Noah Adrian, Fabian Fenzel; (Mitte von links) Co-Trainer Dominik Köller, Kai Thiedig (Trainingsspieler), Robin Werner, Joshua Rippelmeier, Tim Kaiser, Jörn Grieger, Abteilungsleiter Aaron Denter, Trainer Sascha Thomas; (vorn von links) Stephan Ulrichs, Yannic Wächter, Torben Schmitz, Julian Seemann, Jan van der Crone. Es fehlt Phil Buschhorn.

Die VfB-Männer gehen in der Oberliga mit diesem Kader an den Start: (hinten von links) Fabio Hochkeppel, Nick Brockmann, Nic Kirschbaum, Noah Adrian, Fabian Fenzel; (Mitte von links) Co-Trainer Dominik Köller, Kai Thiedig (Trainingsspieler), Robin Werner, Joshua Rippelmeier, Tim Kaiser, Jörn Grieger, Abteilungsleiter Aaron Denter, Trainer Sascha Thomas; (vorn von links) Stephan Ulrichs, Yannic Wächter, Torben Schmitz, Julian Seemann, Jan van der Crone. Es fehlt Phil Buschhorn.

Foto: Rainer Hoheisel / FUNKE Fotos Services

Duisburg.  Die Handballer des VfB Homberg haben die Corona-Zwangspause genutzt, um sich neu aufzustellen. Höherklassige Teams haben ihre Ziele formuliert.

Es kribbelt wieder. Nach vielen Monaten ohne Mannschaftstraining und vor allem ohne Ligaspiele starten die Handballer des VfB Homberg mit viel Enthusiasmus in die neue Saison. Los geht’s für die Seniorenteams größtenteils am kommenden Wochenende. Einzig die Mannschaft der zweiten Herren hat noch ein Wochenende länger Zeit, sich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Aktuell sind die Hoffnungen auf jeden Fall groß, dass trotz phasenweise wieder steigender Infektionszahlen eine halbwegs normale Saison möglich sein wird. Einen Abbruch nach gerade einmal vier Spielen wie im Vorjahr wünscht sich naturgemäß keiner.

Passend zum Start nach langer Pause hat sich die Handballabteilung des VfB Homberg komplett neu aufgestellt. Nicht nur der neue, deutlich verjüngte Vorstand, in dem nun alle Positionen doppelt besetzt sind, konnte gerade seine Arbeit aufnehmen. Auch hat man bei den Schwarz-Gelben eine deutliche Aufwertung der eigenen Außendarstellung vorgenommen. Neben der Neuinstallation eines Pressewartes hat sich der Verein eine neue Internetseite und erstmals eine App erstellen lassen. Außerdem wurden die Bereiche Sponsoring und Marketing deutlich ausgeweitet.

Stärkere Stimme für den Nachwuchs

„Unser Verein ist in den letzten Jahren enorm schnell gewachsen. Wir haben mittlerweile fünf Seniorenteams und die tolle Kooperation im Nachwuchsbereich mit dem Homberger TV und dem OSC Rheinhausen. Jetzt sind wir den logischen nächsten Schritt gegangen, uns auch im Hintergrund breiter aufzustellen. Gleichzeitig bekommt – nicht nur durch mich und Christian Wetteborn – der Nachwuchs eine stärkere Stimme“, erklärt der neue Co-Abteilungsleiter Aaron Denter einen Teil der Beweggründe, für die Umstrukturierungen. Und die beiden Geschäftsführerinnen Martina Seemann und Kay van Laak können da nur zustimmen: „Die jungen Spieler haben ganz andere Kontakte als wir ‚alten Hasen‘ und sind gleichzeitig wie selbstverständlich in den Sozialen Medien unterwegs. Wir legen viel Wert auf die Ideen und Vorschläge, die aus den Reihen unserer Mitglieder kommen und wollen in Zukunft auch dem Nachwuchs mehr Gehör schenken.“

Insgesamt bezeichnen die Homberger die aktuellen Entwicklungen als „Strukturwandel“, in dem nicht mehr nur die einzelnen Mannschaften im Fokus stehen, sondern die gesamte Abteilung. Alle sollen an einen Strang ziehen und so noch mehr Zusammenhalt entwickeln. „Den Schwung, den wir in den letzten Monaten schon gespürt haben, wollen wir auch mit in die neue Saison und in die weitere Zukunft nehmen. Denn dadurch konnten wir uns in der Coronakrise selber unterstützen und die Stimmung trotz der Einschränkungen sogar verbessern. Als Mannschaft ist man stark, als Verein noch stärker“, fasst Aaron Denter zusammen.

Thomas hofft auf den Klassenerhalt

Im sportlichen Bereich sind sich die Trainer der drei höchstklassigen VfB-Teams im Vorfeld in einem Punkt einig: Aufstiegsambitionen hegt nach den letzten Monaten keiner direkt. Josh Wiesehahn, Coach der Verbandsliga-Damen, will seine Mannschaft „weiterentwickeln und die Spitzengruppe ärgern“, während Sascha Thomas mit den Oberliga-Herren „die Klasse halten“ möchte. Bei den zweiten Herren in der Landesliga ist die vorrangige Aufgabe für den neuen Trainer, Marian Kurz, im großen Kader alle Akteure bei Laune zu halten. „Grundsätzlich ist es uns sicherlich möglich, oben mitzuspielen. Immerhin haben wir auch in der Vorbereitung immer gegen höherklassige Teams gespielt und gut mitgehalten. Ob die Laune und die Motivation hochgehalten werden können, wird sich zeigen müssen“, erklärt der Coach.

Sascha Thomas kann sich mit Fabian Fenzel über einen Neuzugang gegenüber drei Abgängen (Tobi Reich, Julius Thiel und Aaron Denter) freuen. Hinzu kommt sein neuer Co-Trainer Dominik Köller, der vor allem durch seine menschliche, ruhige Art überzeugt, dem Chefcoach damit immer wieder eine neue Perspektive eröffnet und diesen damit auch erdet. Die Vorbereitung verlief allerdings nicht so ganz nach Plan. Aaron Denter musste seine Karriere verletzungsbedingt beenden und einige Spieler fehlen immer noch dauerhaft. Insgesamt wurde in den Testspielen viel improvisiert. Dennoch konnte die extrem verjüngte Mannschaft phasenweise durchaus mithalten. Am Ende eines jeden Duells fehlte aber die Konstanz. „Wir arbeiten auf die Zukunft hin. Ich bin auf jeden Fall von der Qualität des Teams überzeugt, aber die Saison wird trotzdem eine Überraschung für uns alle“, weiß Sascha Thomas, dass seinen Spielern noch die nötige Coolness fehlt.

Auch Josh Wiesehahn wurde in der Vorbereitung Experte im improvisieren. Es fehlten einige Akteurinnen. Außerdem mussten zwei Abgänge verkraftet, ein Zugang dafür integriert werden. Und die langzeitverletzten Spielerinnen kehrten zurück. „Im Prinzip haben wir erst mit Ferienbeginn richtig angefangen, uns auf die neue Saison einzustimmen. Wir haben aber glücklicherweise keinen Druck und auch keinen festen Tabellenplatz vor Augen“, glaub der Coach, dass sein Team in den nächsten Wochen immer wieder erstmal Rück- und dann gemeinsame Fortschritte machen wird.

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