Frauenfußball

Der schlimmste Fall ist für den MSV Duisburg eingetreten

Yvonne Zielinski, diesmal Kapitänin des MSV, verkürzte in Köln zum 1:2.

Yvonne Zielinski, diesmal Kapitänin des MSV, verkürzte in Köln zum 1:2.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Zebras haben ihr Auftaktspiel in der Bundesliga verloren – und das gegen einen direkten Konkurrenten. Yvonne Zielinski kann nur verkürzen.

Thomas Gerstner redete nicht drum herum: „Der Worst Case ist eingetreten.“ Der schlimmste denkbare Fall also für die Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg – eine Auftaktniederlage beim Aufsteiger 1. FC Köln und damit einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Das 1:2 (0:2) im Südstadion setzt die Zebras gleich unter Zugzwang.

Mit nur einem Neuzugang ging Gerstner die Startpartie an – und das war Vanessa Fürst: Die 17-jährige Ex-Mönchengladbacherin rückte auf die zweite Position in der Innenverteidigung neben Claire O’Riordan; Isabel Hochstein, zuletzt eine Woche ohne Training, schaute ebenso erst einmal von draußen zu wie die beiden Offensivzugänge Kristina Maksuti und Hailai Arghandiwal. Die Position in vorderster Spitze nahm Eigengewächs Antonia Halverkamps ein. Ihr Bundesligadebüt feierte im Mittelfeld zudem die gerade einmal 16-Jährige Meret Günster.

Mit ihr war Thomas Gerstner zufrieden: „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten hat sie das gut gemacht. Sie hat auch das Spiel nicht verschleppt.“ Den Vorwurf machte der Coach vielmehr seinen routinierten Akteurinnen wie Geldona Morina oder Yvonne Zielinski, die erstmals in der Bundesliga die Kapitänsbinde trug: „Wir haben einfach zu langsam gespielt.“ Genau das also, was er bei seinen Neuzugängen Maksuti und Arghandiwal befürchtet hatte, weshalb diese nicht in der Startelf standen.

Unnötig auf Abseits gespielt

Mit der Leistung seiner Innenverteidigung war Gerstner auch nicht einverstanden. „Leider haben wir zweimal gemeint, unnötigerweise auf Abseits spielen zu müssen, und damit dem Gegner die Tore quasi geschenkt“, ärgerte er sich. Erstmals war dies in der 20. Minute der Fall, als ausgerechnet die Ex-Duisburgerin Eunice Beckmann nach einem langen Pass eben nicht im Abseits stand und Caro Härling erstmals überwand. Sechs Minuten später nutzte die Slowakin Lucia Ondrusova die Abstimmungsproblematik in der Gästedefensive zum 2:0.

Zwei Minuten nach Wiederbeginn war es dann Yvonne Zielinski, die mit dem fixen Anschlusstreffer grundsätzlich für neue Hoffnung sorgte. Viele große Chancen, um den irgendwie in der Luft liegenden Ausgleich zu erzielen, gab es allerdings nicht, zumal die Kölner Deckung Lisa Makas sehr gut im Griff hatte. „Wir waren dann immer etwas unglücklich beim finalen Pass“, so Thomas Gerstner.

MSV: Härling – Radtke, O’Riordan, Fürst, Zielinski – Morina – Angerer (87. Arghandiwal), Lange (73. Maksuti), Günster (63. Hochstein), Makas – Halverkamps.

Tore: 1:0 Beckmann (20.), 2:0 Ondrusova (26.), 2:1 Zielinski (47.).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben