Skaterhockey-Bundesliga

Duisburg Ducks kommen mit Köpfchen zum Sieg in Köln

Pascal Rüwald (Foto) harmonierte sehr gut mit Pascal Behlau. Je einmal legte der eine für den anderen auf.

Pascal Rüwald (Foto) harmonierte sehr gut mit Pascal Behlau. Je einmal legte der eine für den anderen auf.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Mit viel Ballbesitz und einer Rautenformation stoppen die Duisburg Ducks den Vizemeister aus Köln. Verdienter 5:4-Sieg in Bocklemünd.

Sascha Wilson hatte ein zufriedenes Grinsen aufgesetzt, als er in Bocklemünd vor der Halle stand und darauf wartete, dass sein Team die Heimreise antritt. „Ja, so etwas gefällt mir“, sagte der erfahrene Verteidiger, nachdem seine Duisburg Ducks gerade das Auswärtsspiel gegen den HC Köln-West mit 5:4 (2:2, 1:0, 2:2) gewonnen hatten. Ein Spiel mit Köpfchen, taktisch ausgerichtet – das ist ganz nach Wilsons Geschmack. Seit Einführung der – analog zum Eishockey – effektiven Spielzeit vor fünf Jahren stoßen Skaterhockey-Ergebnisse gerne mal in Handball-Regionen vor. Ein 5:4 klingt da wie angerührter Beton. War es aber nicht.

„Wir haben uns da was überlegt“, sagte Trainer Gordon Kindler vorher – freilich ohne zu verraten, was der Plan sei. Es wurde dann aber offensichtlich. So spielten die Ducks in einer Raute, sprich einer 1-2-1-Aufstellung. Zum anderen brachen die Enten jeden nicht vielversprechenden Angriff ab, spielten den Ball zurück, hielten ihn in den eigenen Reihen und bauten neu auf. Damit nahmen die Ducks den Kölnern jede Möglichkeit, mit hoher Geschwindigkeit auf die Duisburger Defensive aufzulaufen. „Der Plan war, dass wir das Tempo bestimmen“, sagte Kindler. Und Kölns Trainer Victor Martinez erklärte: „Das hat Duisburg über 50 Minuten sehr gut gemacht. Die Ducks waren zudem spritziger als wir.“

Konzentrierte Leistung

Julien Marten und Pascal Behlau legten bis zur zehnten Minute eine 2:0-Führung vor, die Köln aber durch David Weisheit bis zur ersten Pause ausglich; den Anschluss markierte der Führungsspieler der Rheinos in Überzahl. Die Ducks ließen sich nicht beeindrucken. Die Konzentration, die von der ersten Sekunde da war, verloren sie nur ganz wenigen Szenen. So fiel im zweiten Abschnitt nur ein einziger Treffer – und den markierte Gabriel Hildebrandt per Schlagschuss in Überzahl für die Ducks (32.). Den Grundstein zum Sieg legten die Duisburger in den ersten neun Minuten des Schlussdrittels: Erst mogelte Paul Fiedler den Ball ins Kölner Netz, dann erhöhte Pascal Rüwald auf 5:2. Köln machte es nochmal spannend – auch weil die Ducks im Spielverlauf drei Alleingänge ausließen. Nico Böckels verkürzte auf 3:5 (55.). Als die Ducks in der 59. Minute eine Strafzeit kassierten, nahm Köln seinen Torhüter Marc Baumgarth vom Feld und traf durch David Weisheit in 5:3-Überzahl zum 4:5. Doch die letzten 75 Sekunden brachten die Ducks über die Zeit.

„Das ist ein wichtiger Sieg, der so sicher nicht einkalkuliert war“, sagte Kindler. Und es war der erste Erfolg gegen Köln mit nur vier Gegentoren seit sieben Jahren. Da kann ein Verteidiger auch schonmal zufrieden grinsen.

HC Köln-West –
Duisburg Ducks 4:5

Drittel: 2:2, 0:1, 2:2
Tore: 0:1 (5:05) Marten (Kevin Wilson), 0:2 (9:29) Behlau (Rüwald), 1:2 (15:32) David Weisheit (Robin Weisheit/4-3), 2:2 (19:06) David Weisheit, 2:3 (31:22) Hildebrandt (Linde/4-3), 2:4 (44:01) Fiedler (Schröder), 2:5 (48:19) Rüwald (Behlau), 3:5 (54:46) Böckels (Valentin Werheit), 4:5 (58:45) David Weisheit (Robin Weisheit/5-3). Strafen: Köln 4, Duisburg 10.

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