Landesliga

Duisburger Landesliga-Trio will klettern

07-Stürmer Reid Osei (vorne) will beim Gastspiel bei Blau-Gelb Überruhr für die  Hamborner Löwen seinen Torinstinkt unter Beweis stellen.

07-Stürmer Reid Osei (vorne) will beim Gastspiel bei Blau-Gelb Überruhr für die Hamborner Löwen seinen Torinstinkt unter Beweis stellen.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die drei Duisburger Teams tummeln sich noch in der unteren Tabellenregion. Der DSV 1900 genießt gegen den VfB Speldorf Heimrecht.

Der SV Genc Osman auf Platz zehn, der Duisburger SV 1900 auf Platz elf, Hamborn 07 auf Platz zwölf – das hiesige Trio in der Gruppe 3 der Fußball-Landesliga schmiegt sich derzeit eng aneinander. Wohl niemand aus dem Trio hätte etwas dagegen, sich am Wochenende im Gleichschritt weiter nach oben zu bewegen.

Duisburger SV 1900 – VfB Speldorf (So., 15.15 Uhr): Die Wanheimerorter bringen den besten Trend in den siebten Spieltag mit ein. Zuletzt gab es für den DSV drei Partien in Folge ohne Niederlage, darunter zwei gewonnene. Somit stehen nun sieben Punkte auf dem Konto – auf die gleiche Zwischenbilanz bringt es der vor Saisonbeginn ein bisschen höher gewettete VfB Speldorf.

Duisburger SV trifft auf zwei Ex-Spieler

Ob DSV-Trainer Julien Schneider damit leben könnte, auch nach dem Spiel noch gleichauf mit den Mülheimern zu sein? „Das lässt sich vorher schlecht sagen. Erst einmal treten wir natürlich an, um zu gewinnen“, sagt Schneider. Auf der Gegenseite warten einige bekannte Gesichter, neben den herausragenden Offensivpersönlichkeiten Athanasios Tsourakis und Ercan Aydogmus auch die im Sommer vom DSV zum VfB gewechselten Henning Hopf und Maxi Fritzsche. „Das hat aber auf das Spiel keinen Einfluss. Es ist ja bei diesem Wechsel auch alles ordentlich abgelaufen“, so Julien Schneider, der zumindest für einen Kurzeinsatz wieder auf Enes Bayram zurückgreifen kann.

Blau-Gelb Überruhr – Hamborn 07 (So., 15.15 Uhr): Michael Pomp verfolgt die Entwicklung der Corona-Zahlen mit Sorge. Der Hamborner Trainer ist pessimistisch. „Ich fürchte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis es richtig knallt und wir nicht mehr spielen dürfen“, so Pomp. Der Coach geht die Sache pragmatisch an. Er will kurzfristig möglichst viele Punkte einsammeln, um bei einem möglichen Saisonabbruch und einer entsprechen Wertung mit seinem Team in sicheren Gefilden angekommen zu sein.

In Essen rechnet der Coach mit einem Gegner, der derzeit auch von der Euphorie eines Aufsteigers lebt. Überruhr steht mit zehn Punkten aus sechs Spielen auf dem sechsten Rang. Die Löwen belegen mit vier Punkten Rückstand Abstiegsplatz zwölf. Pomp weiß, dass es aus Hamborner Sicht etwas mehr sein könnte: „Die Liga ist brutal ausgeglichen. Kleinigkeiten entscheiden. Leider haben wir so den ein oder anderen Punkt liegen gelassen.“

Marc Jean Lacroix hat sich nach einem entsprechenden Kontakt vorsorglich selbst in Quarantäne begeben und steht nicht zur Verfügung. Lars Gronemann verweilt immer noch im Rote-Karten-Exil. Verzichten muss Pomp zudem weiter auf den verletzten Steffen Herzog.

Mülheimer FC 97 – SV Genc Osman (So., 15.30 Uhr): Das kollektive Aufatmen war bei den Neumühlern am vergangenen Sonntag spürbar, als nach drei Niederlagen in Folge mit dem 4:3-Sieg beim VfB Frohnhausen der Abwärtstrend gestoppt wurde. „Das war wichtig für mich, wichtig für die Jungs, wichtig ganz generell. Man hat schon gemerkt, dass der Druck groß war“, sagt Trainer Mustafa Öztürk. Dabei schien es ja schon auf den nächsten Rückschlag hinauszulaufen, als die Essener nach 20 Minuten schon 3:0 führten. Die Analyse dieser Phase fiel wenig erstaunlich aus: „Eine ganz einfache Geschichte, wir haben den Spielbeginn komplett verschlafen und im Spielaufbau zu viele Fehler gemacht.“

Öztürk muss beim SV Genc Osman Duisburg umstellen

Das soll und darf sich im Ruhrstadion nicht wiederholen, denn dies würde der spielstarke Aufsteiger fraglos ausnutzen. Allerdings muss Öztürk einmal mehr seine letztwöchige Aufstellung umwerfen – unter anderem, weil sich Fandjo Kasembe in Frohnhausen eine Ampelkarte eingehandelt hat. Schlimmer noch: Kapitän Samed Basol hat sich wohl einen Zehbruch zugezogen und fehlt ebenfalls. „Aber ich vertraue den Jungs, die dann nachrücken voll“, sagt der Coach.

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