Leichtathletik

Eintracht Duisburg verliert Eikermann und Zuralski

Tim Eikermann (links) und Patrick Zuralski verlassen die Eintracht und werden künftig für Bayer Leverkusen starten.

Tim Eikermann (links) und Patrick Zuralski verlassen die Eintracht und werden künftig für Bayer Leverkusen starten.

Foto: Eintracht Duisburg

Duisburg.   Die beiden großen Hürdenlauf-Talente schließen sich Bayer Leverkusen an. Bei ihrem Heimatverein herrscht Verständnis vor. Auch Koleiski weg.

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Über 40 Jahre ist es her, da verließ ein hoffnungsvolles Leichtathletiktalent Eintracht Duisburg, wechselte zu Bayer Uerdingen und wurde – freilich nicht immer aus positiven Gründen – weltbekannt. Wie damals der spätere Spitzenzehnkämpfer Jürgen Hingsen suchen auch jetzt wieder zwei Hoffnungsträger des Traditionsvereins ihr Heil in der Ferne: Patrick Zuralski und Tim Eikermann wechseln ab dem neuen Jahr zu Bayer Leverkusen.

„Die gebotenen professionellen Strukturen und Konzepte anderer Vereine lassen keine Wahl. Trainingsmöglichkeiten und Perspektiven für den beruflichen Werdegang sind die deutlichen besseren Alternativen, welchen man sich auf Spitzenniveau nicht entziehen kann“, erklärt Patrick Zuralskis Vater Christian Zuralski, Leiter der Eintracht-Öffentlichkeitsarbeit, in einer Pressemitteilung.

Für beide ist dies auch aufgrund der Nähe zum neuen Klub ein wenig überraschender Schritt. Eikermann studiert seit Oktober an der Sporthochschule Köln, Zuralski absolviert eine Berufsausbildung in Leverkusen. Dort werden beide auch eine gemeinsame Wohnung beziehen.

Das Duo hatte die Eintracht-Verantwortlichen hoffen lassen, womöglich im kommenden Jahr mal wieder Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften zu erringen. Tim Eikermann ist derzeit Fünfter in der deutschen Bestenliste über 110 Meter Hürden und trug bei einem Vergleichsländerkampf im Berliner Olympiastadion erstmals das Nationaltrikot. Patrick Zuralski belegt Platz sechs der DLV-Bestenliste über die 400 Meter Hürden. Nicht mehr existent ist durch den Wechsel auch die Startgemeinschaft A42 mit dem LC Adler Bottrop.

Abteilungsleiter: „Keinerlei Groll“

Eintracht-Abteilungsleiter Dominik Honnacker kann den Schritt nachvollziehen: „Dass die Bedingungen für ihre Entwicklung in Leverkusen besser sind, ist völlig klar. Bayer ist einer der besten Vereine in Deutschland. Wir freuen uns, wenn sie dort erfolgreich sind, und empfinden deshalb keinerlei Groll.“

Gut möglich, dass das Duo auch weiter von Frederike Koleiski trainiert wird. Die zweimalige Duisburger Sportlerin des Jahres hat die Eintracht ebenfalls verlassen.

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