Fußball

Endlich hat der VfB Homberg einmal Grund zur Freude

Marvin Lorch brachte den VfB mit dem 1:1-Ausgleich zurück ins Spiel.

Marvin Lorch brachte den VfB mit dem 1:1-Ausgleich zurück ins Spiel.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Duisburger Regionalligist liegt gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach zweimal zurück, zeigt aber eine starke Moral.

Es ist vollbracht: Der VfB Homberg hat in der Fußball-Regionalliga West den ersten Saisonpunkt auf dem Konto. Nach zuvor vier vergeblichen Anläufen reichte es gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend vor 450 Zuschauern im PCC-Stadion zu einem 2:2 (0:1)-Unentschieden – und das nach zweimaligem Rückstand.

VfB-Trainer Sunay Acar hatte vor der Partie die Devise ausgegeben, er wolle „lieber mit einem dreckigen Spiel Punkte holen, statt in Schönheit zu sterben“. Schönheit bekamen die Gastgeber dann vom Anpfiff weg auch eher selten auf den Platz, vom Punkten schienen sie aber ebenfalls ein gutes Stück entfernt zu sein. Die Gäste aus Mönchengladbach waren nur schwer in den Griff zu bekommen, spielten ihre Schnelligkeit aus und ließen den VfB oftmals nur hinterherlaufen. In der vierten Minute war es allerdings wie so häufig eine Standardsituation, die erstmals für Gefahr im Duisburger Strafraum sorgte. Nach einer Ecke kam Luiz Skraback aus kurzer Distanz zum Schuss, scheiterte aber am gut reagierenden Philipp Gutkowski.

Die besseren Möglichkeiten waren auch danach zunächst auf Borussen-Seite zu finden – beispielsweise, als Jacob Italiano in der zwölften Minute knapp am VfB-Gehäuse vorbeischlenzte. Besser machte das aus Gästesicht sechs Minuten später Marcel Benger – und erneut ging eine Ecke voraus. Nachdem diese in den Strafraum gesegelt war, konnte der Mittelfeldspieler am langen Pfosten ohne große Gegenwehr zur Führung einköpfen.

Hombergs Trainer ändert die Elf auf drei Positionen

Die Homberger, angetreten in einer 3-4-3-Formation, in der Ahmad Jafari, Thorsten Kogel und Alexandros Armen gegenüber dem 1:2 in Münster die Plätze von Pascale Talarski, Nicolas Hirschberger und Said Harouz einnahmen, konnten nach vorn zunächst nur sehr selten etwas Vielversprechendes entwickeln. In der 26. Minute wurde es jedoch nach einem Fehler der Gladbacher Deckung mal brenzlig. Alexandros Armen erlief einen zu kurzen Rückpass auf Torhüter Jan Olschowsky, hob die Kugel dann auch über diesen hinweg – aber ebenso über das Gästetor.

Der Pausenrückstand sollte die Moral des VfB jedoch nicht brechen – im Gegenteil. Nach genau einer Stunde war Jubel bei den Zuschauern angesagt, als Ricardo Antonaci in den Strafraum flankte und Marvin Lorch zum 1:1 einköpfte. Neun Minuten später lag dann Gladbach schon wieder vorn, weil sich Clinton Asare außen von Ryan Adigo austanzen ließ und Justin Steinkötter dessen Hereingabe verwertete. Der K. o. für den VfB? Nein, denn bis zum erneuten Ausgleich vergingen nur drei Minuten. Diesmal war es der vorherige Assist-Geber Antonaci selbst, der einen Freistoß aus 18 Metern sehenswert ins linke Eck zirkelte.

Angesichts einer insgesamt doch recht ausgeglichenen zweiten Hälfte war das Ergebnis dann unter dem Strich auch gerecht. Nach dem 2:2 schienen beide Teams mit diesem Ausgang zufrieden – auch die Gastgeber, die damit immerhin die fünfte Pleite zum Saisonstart abwenden konnten.

Das Spiel in der Statistik

VfB: Gutkowski – Redjeb, Kogel, Koenders – Antonaci, Mohammad (74. Kayaoglu), Nowitzki, Asare (78. Kaltak) – Jafari (82. Malcherek), Armen, Lorch (90. Talarski).

Borussia: Olschowsky – Niehues, Lieder, Pazurek – Adigo, Benger, Kurt, Lockl, Skraback (60. Kraus) – Italiano, Steinkötter (74. Quizera).

Tore: 0:1 Benger (18.), 1:1 Lorch (60.), 1:2 Steinkötter (69.), 2:2 Anto­naci (72.).

Gelbe Karten: Antonaci, Kayaoglu – Lockl, Quinzera.

Schiedsrichter: Gansloweit (Dortmund).

Zuschauer: 450.

So geht’s weiter: Rot-Weiß Oberhausen – VfB (Sa., 26. September, 14 Uhr, Stadion Niederrhein).

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