Eishockey

Füchse Duisburg feiern verdienten Sieg gegen Leipzig

Die Füchse gingen mit viel Einsatz gegen Leipzig zur Sache.

Die Füchse gingen mit viel Einsatz gegen Leipzig zur Sache.

Foto: Roland Christ

Duisburg  Der EV Duisburg liegt schon mit 5:1 vorne, ehe die Sachsen noch einmal herankommen. Beim 5:4-Sieg bietet Goalie Renkewitz eine gute Leistung.

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Die Füchse haben sich zurückgemeldet. Mit 5:4 (3:1, 2:1, 0:2) gewann der Eishockey-Oberligist EV Duisburg am späten Freitagabend gegen die Icefighters Leipzig, die so stark in die Saison gestartet waren. „Im letzten Drittel haben wir es etwas besser gemacht als in den 40 Minuten zuvor“, sagte Sven Gerike. Die Sachsen kamen noch einmal auf ein Tor heran. Mehr gelang nicht. „Und das wäre auch nicht verdient gewesen“, erklärte der gewohnt faire Leipziger Trainer.

Tatsächlich hatte es sogar nach einem deutlichen Sieg für die Füchse ausgesehen. Mit 5:1 lag der EVD nach etwas mehr als 34 Minuten bereits vorne, ehe sich Leipzig nochmal anschickte, in die Partie zurückzukommen. Zuvor waren die Duisburger die klar tonangebende Mannschaft. Zwar gingen die Gäste schon nach 57 Sekunden durch Ryan Warttig in Führung, doch die Füchse schlugen schnell zurück. In Unterzahl gelang Florian Spelleken der Ausgleich (4.), ehe Bastian Schirmacher, der sich zum zuverlässigen Scorer entwickelt, zur Führung erfolgreich war. In Überzahl erhöhte Pavel Pisarik noch vor der ersten Pause auf 3:1 (19.).

Der EVD ließ nicht nach, erhöhte durch Alexander Spister kurz nach Wiederbeginn auf 4:1. Zudem konnten sich die Füchse auf ihren Goalie Etienne Renkewitz verlassen, der diesmal im Tor stand. Immer wieder zeigte er starke Paraden – die wohl schönste nach 33 Minuten. In Überzahl drängten die Icefighters aufs Tor, Renkewitz lag schon auf dem Eis, war praktisch schon geschlagen – und pflückte dennoch die Scheibe aus der Luft. Kurz darauf war Pisarik nach einem langen Pass auf und davon und vollendete zum 5:1 (35.). Keine zwei Minuten später hielt Hannes Albrecht die Gäste mit dem 2:5 im Spiel.

Was diesmal funktionierte: Die Füchse machten Meter auf Meter. Sie rannten, setzten die Leipziger früh unter Druck. Auch die Umstellung der ersten Reihe machte sich bezahlt. So spielen nun Pavel Pisarik und Matt Abercrombie zusammen – zusammen mit Tim-Lucca Krüger, der rennt und rennt, die Gegner früh anläuft und auch bei Puckbesitz des Gegners schon früh einen möglichen Aufbau stört. Im letzten Drittel hielten die Füchse den Gegner lang vom Tor fern, ehe es doch noch spannend wurde. Ein Tip-in von Florian Eichelkraut brachte Leipig das 3:5 (54.), ehe kurz darauf Gerike früh und mutig entschied, in Überzahl den Torwart vom Eis zu nehmen. So gelang den Icefighters bereits in der 56. Minute der Anschlusstreffer, als Erek Virch von der blauen Linie abzog und Ian Farrell unhaltbar im Slot abfälschte. Danach brachten die Füchse den Sieg aber mit viel Einsatz über die Zeit.

Gerike sagte: „Wir haben 40 Minuten lang Halligalli gespielt. Und wenn du mit einer Mannschaft wie Duisburg „Hasch mich“ spielst, geht das schief. EVD-Trainer Didi Hegen erklärte: „Wir wussten, dass wir mit Leipzig auf eine gute Mannschaft treffen. Wir haben zunächst gut gespielt, dachten dann aber, dass das so weitergeht. Im letzten Drittel war es bei uns etwas Halligalli. Aber die drei Punkte waren sehr wichtig für uns. Wir wollen mit vier Sturmreihen Gas geben und ich denke, dass wir den Fans heute ein gutes Spiel geboten haben.“

Für Leipzig war es noch eine lange Nacht. Weil der MSV spielte, wurde die EVD-Partie auf 21 Uhr verlegt. Erst um 0.15 Uhr machte sich der Leipziger Tross auf den Heimweg. Wann sie zu Hause sind? „Ich denke zum Frühstück“, sagte Gerike mit einem Lächeln.

Tore: 0:1 (0:57) Warttig (Hofverberg, Balla), 1:1 (3:46) Spelleken (Alex Eckl/4-5), 2:1 (8:17) Schirmacher (Pisarik, Spister), 3:1 (18:18) Pisarik (Müller, Verelst/5-4), 4:1 (22:30) Spister (Vavrusa, Schaludek), 5:1 (34:08) Pisarik (Abercrombie, Cespiva), 5:2 (35:49) Albrecht (Miethke), 5:3 (53:55) Eichelkraut (Farrell, Albrecht), 5:4 (55:34) Farrell (Virch, Eichelkraut). Strafen: Duisburg 8, Leipzig 8. Zuschauer: 728.

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