Eishockey-Oberliga

Füchse Duisburg gehen mit Revanchelust ins Derby gegen Essen

Alexander Spister und Co. wollen nach dem Sieg gegen Rostock in der Erfolgsspur bleiben.

Alexander Spister und Co. wollen nach dem Sieg gegen Rostock in der Erfolgsspur bleiben.

Foto: Tamara Ramos / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Am Freitag spielt der EVD am Westbahnhof gegen die Moskitos. Dort wollen die Füchse ihre Hinspiel-Rechnung begleichen. Am Sonntag kommt Erfurt.

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Didi Hegen zuckt mit den Schultern. „Das spielt keine Rolle für dieses Derby“, sagt der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg vor dem Spiel am Freitag (20 Uhr) bei den Moskitos Essen und meint den nun endgültigen Wechsel auf der Trainerposition der Stechmücken. Am Mittwoch hatte Frank Gentges, der bislang krankgeschrieben war, seinen endgültigen Abschied vom Westbahnhof verkündet – aus dem Interimstrainer Larry Suarez wurde am Donnerstag nun auch offiziell der neue Cheftrainer. „Den Wechsel gab es faktisch schon vor vielen Wochen. Was soll uns das angehen?“, fragt Hegen.

Klare Worte findet der Füchse-Coach bei der Frage nach dem Favoriten. „Nach der Tabelle sind das wohl wir“, sagt er – wobei die unterschwellige Einschränkung dieser Aussage mitschwingt. Es ist ein Ruhrderby – von daher sind solche Fragen ohnehin nur eingeschränkt zu beantworten. Was klar ist, sind die Ausfälle: Auch weiterhin wird Alex Eckl nur zuschauen können. „Er ist noch bis zum 26. November raus. Wir gehen davon aus, dass Alex dann wieder fit ist“, sagt Hegen. „Seine Schulterverletzung müsste bis dahin ausgeheilt sein.“ Im Tor steht ebenfalls keine Veränderung an. „Eddy Renkewitz hat wieder mittrainiert, fühlt sich aber noch nicht zu 100 Prozent fit“, erklärt Hegen. Daher wird Christian Wendler, der zuletzt sehr ordentliche Leistungen geboten hat, zwischen den Pfosten stehen. Sein Backup ist auch an diesem Wochenende Frederike Trosdorff.

Coco Krämer übernimmt Tim-Lucca Krügers Position

Aufgrund der von den Füchsen als zu hart empfundenen Spieldauerstrafe gegen Tim-Lucca Krüger ist eine Veränderung in der ersten Reihe nötig. „Diese Position wird Coco Krämer einnehmen. Er ist ein ähnlicher Spielertyp wie Tim-Lucca“, sagt Hegen. „Coco ist unsere Allzweckwaffe. Zudem wollen wir so wenig wie möglich verändern.“ Denn seit acht Spielen eilen die Füchse von Sieg zu Sieg, was sich in Essen nach Möglichkeit nicht ändern soll. „Wir haben nach dem Hinspiel noch eine Rechnung mit den Moskitos offen“, sagt Hegen, die nun beglichen werden soll. „Auch weil uns sicher viele Fans nach Essen begleiten werden. Auch für sie wollen wir das wieder gerade rücken.“

Das Powerplay hat zuletzt gut funktioniert – immerhin nutzte der EVD gegen Rostock alle drei Powerplay-Situationen zu einem Torerfolg aus. „Dennoch haben wir auch daran weiter in dieser Woche gearbeitet. Wir müssen uns immer weiter entwickeln und dürfen nun nicht stehenbleiben.“

Am Sonntag (18.30 Uhr, Jomizu-Arena) geht es mit dem Heimspiel gegen die Black Dragons Erfurt weiter. „Das ist eine Mannschaft, die ganz ähnlich wie Rostock ist. Wir müssen voll konzentriert zur Sache gehen. Dann werden wir auch erfolgreich sein. Tun wir das nicht, bekommen wir Probleme“, warnt Hegen ausdrücklich. Und die Zahlen belegen das. Zwar sind die Thüringer nur Vorletzter in der Oberliga Nord, aber am vergangenen Freitag hatten die schwarzen Drachen mit 3:2 nach Verlängerung gegen Spitzenreiter Tilburg Trappers gewonnen. „Da sollte jedem klar sein, was das bedeutet“, so Hegen.

Apropos Niederlande: Ex-Moskitos-Coach Gentges wechselt zu den Nijmegen Devils.

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