Eishockey-Oberliga

Füchse-Sportchef Lance Nethery will mehr Geschwindigkeit

Für André Huebscher und Co. geht es bald wieder los – noch ist aber die Zusammensetzung der Liga und des Füchse-Kaders nicht geklärt.

Für André Huebscher und Co. geht es bald wieder los – noch ist aber die Zusammensetzung der Liga und des Füchse-Kaders nicht geklärt.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Füchse wollen bald vier weitere Neuzugänge bekanntgeben. Liga-Zusammensetzung noch unklar. Kenston Sport GmbH heißt nun FD Füchse Duisburg GmbH.

Die Besetzung der beiden Staffeln in der Oberliga im Zuge der Lizenzerteilung durch den Deutschen Eishockey-Bund wird zur Hängepartie. An sich hatte der Verband am gestrigen Mittwoch eine Entscheidung verkünden wollen, musste dies aber noch einmal verschieben. Die Duisburger Füchse blicken offenbar optimistisch der Vergabe entgegen – auch wenn sich weitere Personalien zwar andeuten, aber noch nicht vollzogen sind. „Ich denke, dass wir in Kürze vier weitere Neuzugänge verkünden können“, sagt Lance Nethery, der Sportliche Leiter der Schwarz-Roten.

Noch ist der Kader etwas schwach auf der Brust. Gerade einmal zwölf Spieler stehen bislang auf der Gehaltsliste – und der Arbeitgeber heißt nun „FD Füchse Duisburg GmbH“. Denn wie ein Auszug aus dem Handelsregister belegt, hat die Kenston Sport GmbH, die den Spielbetrieb der ersten Mannschaft organisiert, ihren Namen geändert. „Das hatten wir schon eine ganze Zeit lang geplant“, sagt Füchse-Chef Sebastian Uckermann auf Nachfrage. Ursprünglich sei geplant gewesen, mehr als die Füchse mit Kenston Sport zu betreiben. „Aber nun sind es die Füchse und dann macht es auch Sinn, der Firma den entsprechenden Namen zu geben“, so Uckermann.

16 bis 18 Feldspieler sind geplant

Derweil plant Nethery weiter den Kader. „Das Ziel ist, mit sechs bis sieben Verteidigern sowie zehn bis zwölf Stürmern in die Saison zu gehen“, so der noch in seiner Heimat weilende Kanadier. „Möglicherweise kommt noch ein dritter Torhüter per Förderlizenz hinzu.“ Auch die Frage nach dem exakten Start des Eistrainings und die Anzahl der Testspiele ist noch nicht geklärt, „weil sich das ja auch an der Ligenstärke orientiert.“ Startet die Oberliga Nord mit 13 Teams, sind wie im 14er-Fall 52 Spieltage für die dann 48 Partien erforderlich. Reduziert sich die Stärke aber auf zwölf, ist auch ein späterer Start für die dann 44 Begegnungen umfassende Spielzeit denkbar. Fakt ist: Von den bisherigen fünf Tests fällt einer weg. „Rico Rossi von den Kassel Huskies rief mich an und bat mich, dass Kassel an dem Tag, als unser Auswärtsspiel gegen die Huskies vorgesehen war, gegen die Grizzlys Wolfsburg spielen kann, da die Wolfsburger mit der Bitte auf Kassel zugekommen sind. Da spielen zwei VW-Teams gegeneinander, das macht Sinn. Daher hatte ich nichts dagegen.“ So sucht Nethery nach Ersatz: „Es sollen letztlich fünf oder sechs Testspiele sein.“ Das Vorbereitungsheimspiel gegen Kassel wird stattfinden.

Sommertraining in Duisburg

In Duisburg ist Trainer Reemt Pyka nicht untätig. „Für die Spieler, die bereits hier sind, gibt es zwei- bis dreimal die Woche Sommertraining“, erklärt der Coach.

Wer sich noch dazu gesellt, wird sich in Kürze entscheiden müssen – auch wenn noch einige Teams auf Spielersuche sind. Einer der Gründe für das lange Warten ist klar: Je weniger Zeit bis zum Saisonstart übrig ist, desto günstiger sind die Spieler zu haben. „Das war schon immer so“, sagt Nethery.

Was er von dem neuen Team erwartet? „Wir müssen unangenehm für jeden Gegner sein. Daher setzen wir auf junge Spieler“, sagt Nethery. „Das moderne Eishockey ist von Geschwindigkeit abhängig. Ich habe einige Spiele der vergangenen Saison gesehen und müssen nicht darüber sprechen, dass das ein Desaster war. Ein Grund dafür war die fehlende Geschwindigkeit.“

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