Eishockey

Füchse verpflichten den Letten Armands Berzins

Armands Berzins, in der vorletzten Saison für Dinamo Riga in der KHL am Puck, spielt nun für den EVD.

Armands Berzins, in der vorletzten Saison für Dinamo Riga in der KHL am Puck, spielt nun für den EVD.

Foto: imago

Duisburg.   Der lettische Nationalspieler Armands Berzins läuft künftig für die Füchse auf, die im letzten Test gegen Tilburg deutlich mit 2:7 verlieren.

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Die Saison hat noch gar nicht begonnen – und der EV Duisburg hat bereits seinen vierten Kontingentspieler verpflichtet. Gezwungenermaßen. Nachdem sich auch der Tscheche Pavel Pisarik verletzt hatte, haben die Füchse erneut reagieren müssen. Das Ergebnis der Suche ist ein lettischer Nationalspieler, der achtmal für sein Land an einer Weltmeisterschaft sowie an drei Olympischen Spielen teilgenommen hat. Armands Berzins (33) wird in dieser Woche zum Team stoßen.

Dabei weiß der in Riga geborene Center ganz genau, wie es sich anfühlt, einen Großteil der Saison zu verpassen. „Er hat in der vergangenen Saison in Frankreich nur wenige Spiele absolvieren können“, berichtet Füchse-Chef Sebastian Uckermann. 14 Mal trug er nur das Trikot der Gothiques d’Amiens. In der Saison zuvor spielte er für Dinamo Riga in der internationalen russischen Profiliga KHL, wie auch schon von 2008 bis 2010. Zudem lief er in der Spielzeit 2010/11 für HPK Hämeenlinna in der finnischen „Liiga“ auf. Er war dabei nie der große Scorer seiner jeweiligen Mannschaft, „aber er verfügt über ausgesprochen viel internationale Erfahrung, sodass wir guter Dinge sind, dass er sich in der Oberliga durchsetzen wird“, so Uckermann.

Ernüchterung im letzten Testspiel

Der letzte Test gegen die Tilburg Trappers sorgte derweil für Ernüchterung und ging mit 2:7 (2:3, 0:2, 0:2) überdeutlich verloren. Der Start ins Spiel wirkte noch so, als wollten die Duisburger dort anknüpfen, wo sie beim 2:1-Sieg in Tilburg aufgehört hatten. Gleich von der ersten Sekunde an machten die Hausherren Druck – und wurden schon nach 65 Sekunden belohnt. Nach einem Schuss von Finn Walkowiak staubte Kapitän Björn Barta zur Führung ab. Das sah gut aus – allerdings nur sehr kurz, weil die Trappers innerhalb von vier Minuten dreimal trafen – bei drei Chancen. Beim ersten Mal traf Jordy Verkiel aus viel zu spitzem Winkel, beim zweiten Mal ließ sich David Cespiva in eigener Überzahl vernatzen; wieder sagte Verkiel danke. Danny Stempher fälschte schließlich zum 3:1 ab (7.). Immerhin verkürzte Thomas Ziolkowski in Überzahl auf 2:3 (11.). In der Pause musste Justin Schrörs im Tor für Christoph Mathis weichen. In Abschnitt zwei wurde die Partie zwar hitziger, nur keinen Deut besser. „Das Zusammenspiel passt mir überhaupt nicht. Wir hatten zwei Chancen in diesen 20 Minuten“, zeigte sich Trainer Doug Irwin in der zweiten Pause unerfreut. Das bestraften Alexei Loginov und Mickey Bastings. Der erneut nicht attackierte Bastings und Jonne de Bonth sorgten für das deutliche Endergebnis.

EV Duisburg –
Tilburg Trappers 2:7

Drittel: 2:3, 0:2, 0:2
Tore: 1:0 (1:05) Barta (Walkowiak, Habermann), 1:1 (2:33) Verkiel (van Oorschot), 1:2 (5:26) Verkiel (Vogelaar/4-5), 1:3 (6:37) Stempher (Vogelaar, Loginov), 2:3 (10:39) Ziolkowski (Neugebauer, Cespiva), 2:4 (29:33) Loginov (Bowles, Stempher), 2:5 (39:12) Bastings (van den Heuvel), 2:6 (42:58) Bastings (van den Heuvel, Montgomery), 2:7 (54:43) de Bonth (Vogelaar). Strafen: Duisburg 12, Tilburg 14. Zuschauer: 718.

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