Fußball-Regionalliga

Fußball-Regionalliga: VfB Homberg erkämpft ein 1:1 in Aachen

Die Homberger freuten sich über einen Punkt.

Die Homberger freuten sich über einen Punkt.

Foto: Stefan Rittershaus / FUNKE Foto Services

Aachen.  Den vierten Pluspunkt in der Fußball-Regionalliga sammelte Aufsteiger VfB Homberg durch ein 1:1 bei Alemannia Aachen ein.

Der VfB Homberg kam in der Fußball-Regionalliga bei Alemannia Aachen zu einem Achtungserfolg. Gegen die körperlich und in der individuellen Klasse auch fußballerisch klar überlegenen Profis aus Aachen nahm der Aufsteiger nach drei Niederlagen in Folge mit einem 1:1 (0:1) einen Punkt vom Tivoli mit nach Duisburg.

VfB-Trainer Stefan Janßen stellte sein Team im Vergleich zum 1:3 gegen den Wuppertaler SV auf einer Position um. Für Rechtsaußen Marvin Lorch kehrte Robin Urban zurück in die Startelf. Anstelle seiner bisherigen Position in der Innenverteidigung gesellte er sich auf der rechten Seite zu Durim Berisha, Mike Koenders und Markus Wolf in die Vierer-Abwehrkette. Der bisherige Rechtsverteidiger Koray Kacinoglu rückte indes für Lorch auf den Flügel.

Bei Kaiserwetter zeigten die Kaiserstädter den Hombergern gleich mit dem Anstoß, in welche Richtung ihr drittes Heimspiel gehen sollte. Ein Angriff über die rechte Seite endete bei Angreifer Florian Rüter, der die Kugel an die Querlatte hämmerte. In der siebten Minute hatte Danny Rankl nach einer Flanke von Markus Wolf dann die Gästeführung auf dem Kopf, zielte aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die Hausherren bereiteten dem Aufsteiger mit ihrem variablen 3-4-3-System fortan vor allem über die Außen große Probleme. David Bros köpfte die Kugel nach einer Flanke noch neben das Tor (10.), dann war Philipp Gutkowski gegen Aachens Steven Rakk im kurzen Eck zur Stelle (15.). Doch nur eine Minute später war der VfB-Schlussmann dann machtlos. Mit einem Pass in die Schnittstelle hebelten die Alemannen die VfB-Abwehr aus, Rüter legte quer auf Stipe Batarillo, dessen Schuss aus elf Metern Gutkowski noch stark parieren konnte – beim Nachschuss durch Brors dann aber ohne Chance war.

Nur drei Minuten später bewahrte der Homberger Keeper sein Team vor einem höheren Rückstand, als er nach einem Querpass von Robin Garnier gegen den unbedrängt aus kürzester Distanz schießenden Brors klärte. Über ein 0:3 hätten sich die in der eigenen Hälfte eingeschnürten Homberger zu diesem Zeitpunkt nicht beklagen dürfen, fanden nun aber zu etwas mehr Stabilität. Bis zur Pause kam Aachen „nur“ noch zu einer Chance durch Rüter, der nach starkem Dribbling knapp am linken Eck vorbeischoss (37.). Auf der Gegenseite scheiterte Rankl per Kopf an Keeper Ricco Cymer.

Wie schon in den meisten Spielen zuvor, kamen die Gäste mutiger aus der Kabine – und brachten die lautstarken Aachen-Fans unter den 5400 Zuschauern im Tivoli kurzzeitig zum verstummen. Nach einem Angriff über Justin Walker und Rankl markierte der in den 16-Meter-Raum aufgerückte Kacinoglu mit einem Flachschuss ins lange Eck den etwas überraschenden Ausgleich (56.).

Die Hausherren reagierten wütend, rannten auf die erneute Führung an, doch die Homberger Defensive inklusive ihres bärenstarken Keepers blockte die Angriffe mit vereinten Kräften. So versuchte sich der dribbelstarke Batarilo aus der zweiten Reihe, zielte aber knapp über den Kasten (68.). Die Gäste mauerten aber nicht und spielten nun selbst forscher nach vorne, ohne dabei aber zwingende Chancen zu erspielen.

In der 83. Minute gab dann Neuzugang Nurettin Kayaoglu sein Debüt im VfB-Dress. Aachen warf fortan inklusive der vierminütigen Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne. Doch die VfB-Abwehr stand und sicherte einen hart erarbeiteten und über 90 Minuten letztlich auch nicht unverdienten Punkt.

„Wir haben von Beginn an zu spüren bekommen, was uns hier erwartet, nach 25 Sekunden war der Ball schon an der Querlatte“, sah VfB-Trainer Stefan Janßen genau die Wucht im Aachener Angriff, die er vor dem Spiel angekündigt hatte. „Unser Torwart hat uns in den ersten 20 Minuten am Leben gehalten, aber dann wurde wir zunehmend mutiger“, so Janßen. „Es war ein Rassespiel mit viel Tempo in beiden Richtungen. Wir haben ein hohe Lauf- und Kampfbereitschaft gezeigt und sind sehr froh, dass wir den Punkt hier holen konnten.“

Das Spiel in der Statistik

Alemannia Aachen – VfB Homberg 1:1 (1:0)

Aachen: Cymer – Fiedler, Heinze, Salata (81. Noel) – Garnier, Rakk (77. Glowacz), M. Müller, Wallenborn – Rüter, Bors (69. Schmitt), Batarilo.

VfB: Gutkowski – Urban, Berisha Koenders, Wolf – Kacinoglu, Jafari, Nowitzki (63. Lorch), Walker (83. Kayaoglu) – Wibbe (88. Kogel), Rankl (90/+2. Kader).

Tore: 1:0 Bors (16.), 1:1 Kacinoglu (56.).

Gelbe Karten: Salata, Schmitt – Jafari, Wibbe, Koenders.

Schiedsrichter: Jonas Windeln (Heinsberg)

Zuschauer: 5400.

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