Fußball

Grindel war in Duisburg zu Gast

Reinhard Grindel machte sich von der EM in Frankreich auf den Weg nach Duisburg, reiste dann nach Malente zur Pokalauslosung und schließlich zurück zu Bundestrainer Jogi Löw.

Foto: dpa

Reinhard Grindel machte sich von der EM in Frankreich auf den Weg nach Duisburg, reiste dann nach Malente zur Pokalauslosung und schließlich zurück zu Bundestrainer Jogi Löw. Foto: dpa

Duisburg.   Das Präsidium des Fußball-Verbandes Niederrhein wurde neu gewählt. Zahlungssäumige Vereine können künftig hart bestraft werden. Leichtathleten treten aus dem WFLV aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Duisburg ist der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband beheimatet – allerdings nur noch bis zum 27. August. Nicht etwa, weil der WFLV dann umziehen würde. Doch auf dem Verbandstag wird sich der Regionalverband, der den Landesverbänden Niederrhein, Mittelrhein und Westfalen übergeordnet ist, einen neuen Namen geben. Der Grund: Das „L“ ist dann überflüssig. 2002 wurde durch den Zusammenschluss der Fußballer mit den Leichtathleten vom Nordrhein aus dem WFV der WFLV. Nun, 14 Jahre später, wird die Ehe wieder geschieden.

Bereits im April hatte der Leichtathletik-Verband Nordrhein entschieden, zum 31. Dezember 2016 wieder eigenständig zu werden. „Zurzeit ist kein schlankes und effizientes Arbeiten in einem für die Leichtathletik gewünschten Maß gewährleistet“, erklärten die dann ja auch erfolgreichen Antragssteller. Außerdem verfolgen die Leichtathleten vom Nordrhein mittelfristig das Ziel, mit den westfälischen Leichtathleten zu fusionieren, die aktuell ebenfalls noch mit den Fußballern im Landesverband Westfalen (FLVW) eine gemeinsame Organisation bilden.

Die formale Bestätigung des Austritts der Leichtathleten aus dem WFLV wird am 27. August erfolgen – wie auch die Umbenennung. Ob der Verband dann aber einfach wieder Westdeutscher Fußball-Verband heißen wird – wie bis 2002 – ist noch unklar. Aktuell werden auch andere Varianten geprüft, sich möglicherweise einen modernere Namen zu geben – und um gleichzeitig eine (abermals) identische Abkürzung mit dem Landesverband aus Württemberg (WFV) zu vermeiden.

Am Samstag fand zudem der alle drei Jahre stattfindende Verbandstag des Fußball-Verbandes Niederrhein statt, bei dem Peter Frymuth erneut zum Präsidenten gewählt worden ist. Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel machte in der Mercatorhalle Station – auf dem Weg von der EM in Frankreich über Duisburg nach Malente zur Pokalauslosung und wieder zurück. Die weiteren Wahlen zum Präsidium ergaben das folgende Ergebnis: Vizepräsident: Jürgen Kreyer; Schatzmeister: Manfred Abrahams; Beisitzer für Vereins- und Verbandsservice: Thorsten Flügel; Beisitzer für Kreisangelegenheiten: Franz-Josef Vos; Vorsitzender Fußballausschuss: Wolfgang Jades; Vorsitzender Schiedsrichterausschuss: Andreas Thiemann; Vorsitzender Qualifizierungsausschuss: Peter Waldinger.

Außerdem gab es eine wichtige Satzungsänderung. Vereine, die ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem FVN, die bis zum 31. März eines Jahres angefallen sind, nicht bis zum 31. Mai begleichen, können mit einer Nicht-Zulassung für die folgende Saison belegt werden. In einer laufenden Saison kann es aus den gleichen Gründen zu einem Säumniszuschlag, zu einem Abzug von bis zu zehn Punkten oder gar zum Ausschluss vom Spielbetrieb (nur Senioren) kommen. „Das bezieht sich auf hohe Summen im fünfstelligen Bereich. Wir fangen da nicht bei 500 oder 1000 Euro an“, betont Jades. „Aber es kommt immer wieder vor, dass Vereine ihre Schulden nicht begleichen. Solchen Entscheidungen werden durch das Präsidium immer von Fall zu Fall getroffen.“

Zudem umfasst der Verbandsfußballausschuss nun die Bereiche Spielbetrieb, Frauenfußball sowie Freizeit- und Breitensport, die als Unterausschüsse organisiert sind.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik