Fußball-Landesliga

Hamborn 07 ist gegen Spitzenreiter Scherpenberg ohne Chance

Au weia! Dominik Schäfer konnte seinen Patzer, der zum 0:2 führte, selbst kaum fassen.

Foto: Udo Gottschalk

Au weia! Dominik Schäfer konnte seinen Patzer, der zum 0:2 führte, selbst kaum fassen. Foto: Udo Gottschalk

Duisburg.  Löwen kassieren eine 0:5-Heimniederlage. Torhüter Schäfer steuert ein Slapstick-Eigentor bei. Trainer Dimmel ist vom Team enttäuscht.

Der Oktober war mit einer Serie von drei Siegen in Folge ein zeitweise goldener für Fußball-Landesligist Hamborn 07, nun kehrt im Holtkamp jedoch wieder herbstliche Tristesse ein. Dem 0:3 vor Wochenfrist in Kray ließen die Löwen eine 0:5 (0:2)-Heimpleite gegen Spitzenreiter SV Scherpenberg folgen. Der Tabellenkeller ist nun, auch angesichts der deutlich verschlechterten Tordifferenz, wieder näher gerückt.

Trainer Armin Dimmel ging nach dem Abpfiff bedrückt vom Kunstrasen, auf den die Hamborner auch diesmal wieder aufgrund der Unbespielbarkeit des Hauptplatzes ausweichen mussten. „Ich bin enttäuscht von der Mannschaft. Die Körpersprache hat mir nicht gefallen“, resümierte er. Dimmel verstand den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht: „Wenn ich sehe, wie die Jungs sich vor dem Spiel in der Kabine heiß machen, muss ich wenig später denken, dass ich im falschen Film bin.“ Auf dem Platz war von der erhofften Aggressivität nämlich überhaupt nichts mehr zu sehen, was der Coach nur schwer nachvollziehen konnte: „Wenn ich weiß, dass ich spielerisch schlechter bin, muss ich doch wenigstens in die Zweikämpfe kommen.“ Doch die vielzitierte „gesunde Härte“ blieb aus – bezeichnend, dass Schiedsrichter Thibaut Scheer mit Kai Neul erst in der 63. Minute den ersten Hamborner verwarnte.

Im Prinzip war das Spiel nach dem 0:1 gelaufen

Da war das Spiel beim Stand von 0:3 schon längst gelaufen – genau genommen war es das sogar bereits nach acht Minuten, als die Moerser in Führung gingen. Als Schuldigen machte das Hamborner Trainergespann in dieser Situation Rechtsverteidiger Julian Grevelhörster aus, der Scherpenbergs Yasin Duman 16 Meter vor dem Tor unbedrängt zum Schuss kommen ließ, wofür sich dieser mit einer präzisen Platzierung in den rechten Winkel bedankte.

Der Tabellenführer hatte in der Folge eindeutig Oberwasser, wenngleich große Chancen eher die Ausnahme waren. Doch beim Ausbau der Führung half Hamborn in Person von Keeper Dominik Schäfer kräftig mit: Nach einem scharf getretenen Freistoß des Ex-Hombergers El-Houcine Bougjdi von der rechten Seite hatte er den Ball sicher – und lief mit ihm dann rückwärts über die Torlinie. Ein Slapstick-Treffer, der das Selbstvertrauen der Gastgeber noch weiter untergrub.

Die zweite Hälfte war kaum mehr als ein Schaulaufen für den Favoriten. Maximilian Stellmach erhöhte nach 58 Minuten auf 3:0. Erst jetzt traute sich Hamborn kurzzeitig mehr zu, wurde für die gesteigerten Offensivbemühungen aber prompt mit einem Konter bestraft, den Almir Sogolj zum 4:0 abschloss. In der 80. Minute war es dann erneut Stellmach, der per Kopf den keineswegs zu hohen Endstand besorgte.

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