Bezirksliga

Hamborn 07 siegt 12:0 – das reicht dem Trainer aber nicht

Almir Duric (rechts) greift zu: Der Trainer der DJK Vierlinden lief in Dingden selbst auf und flog wegen Meckerns vom Feld.

Almir Duric (rechts) greift zu: Der Trainer der DJK Vierlinden lief in Dingden selbst auf und flog wegen Meckerns vom Feld.

Foto: Gerd Hermann

Duisburg.   Der Trainer von Spitzenreiter Hamborn 07 lobt nach dem Kantersieg nur den Gegner. Vierlindens Coach Almir Duric kassiert die rote Karte.

Sechs Spieltage vor Schluss haben die Bezirksliga-Kicker von Hamborn 07 mit einem erneut zweistelligen Sieg bei Schlusslicht RWS Lohberg erwartungsgemäß die Spitze der Gruppe 4 vor Blau-Weiß Dingden verteidigt, das sich knapp gegen die DJK Vierlinden durchsetzte. In Mündelheim herrscht nach verlorenem Kellerduell indes Dämmerstimmung.

RWS Lohberg – Hamborn 07 0:12 (0:2): Das einzige Lob, das Michael Pomp nach dem Dutzend Tore von Tim Keinert (4), André Meier (3), Gökhan Kiltan, Lars Gronemann, Erkut Ay, Daniel Schäfer und Oliver Rademacher übrig hatte, galt dem Schlusslicht, das erneut gerade eben eine Elf zusammenbekam: „Dass sie Woche für Woche noch ein Team aufs Feld stellen, das sein Möglichstes gibt, muss man mal lobend hervorheben.“

Ansonsten hatten den 07-Coach die zehn Tore, die sein Team am Ostermontag gegen Vierlinden geschossen hatte, „1000 mal stolzer als diese zwölf“ gemacht. „Unsere Vorstellung in der ersten Halbzeit war miserabel. Ich kann das Gefühl, nicht zufrieden zu sein, nicht unterdrücken.“

SuS 09 Dinslaken – Viktoria Buchholz 0:4 (0:2): Fünf Spiele hatte die Viktoria in den letzten zwei Wochen inklusive des Pokal-Halbfinals zu absolvieren – auch das fünfte konnte die Truppe von Maik Sauer in Dinslaken gewinnen: „Im Moment können wir uns wirklich nicht beschweren. Die Mannschaft zeigt eine hervorragende Mentalität und hat auch dieses Spiel total dominant gestaltet.“ Dabei hätte es nach Ansicht des Trainers sogar noch deutlicher ausgehen können, als es Gianni Altomonte, Lars Mrozek, Steven Tonski und Tim Bonetzki mit ihren Toren schon machten.

VfB Homberg II – Adler Osterfeld 3:2 (2:1): Im siebten Anlauf holten die Homberger wieder drei Zähler auf einen Streich. Coach Sunay Acar freute sich, die Misere von zuletzt fünf Pleiten in Folge beendet zu haben. „Von der Mentalität und den Zweikämpfen her war es diesmal so, wie wir uns das vorstellen. Zudem haben wir nur einen individuellen Fehler vor dem 1:2 gemacht, uns schöne Chancen rausgespielt und diese dann auch genutzt“, so Acar. Da der SV zweimal nur Alu traf, reichten die Tore von George Michael Wiedemann (2) und Jeremiah Osei.

Blau-Weiß Dingden – DJK Vierlinden 3:1 (0:0): Sechs Tage nach dem 2:10-Debakel gegen Hamborn 07 zeigte die DJK beim Löwen-Verfolger ein anderes Gesicht. „Das war eine richtig gute Reaktion von uns. In der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück, aber nach dem verdienten Ausgleich von Niko Koncic war mehr für uns möglich“, meinte Almir Duric, der am dritten Gegentreffer selbst maßgeblich Anteil hatte. Der Trainer spielte erneut in der Verteidigung und konnte Dingdens Salman nur durch ein Foul stoppen. Als er die Entscheidung auf Elfmeter als „lächerlich“ bezeichnete, zückte der Schiri den roten Karton.

Sterkrade 06/07 – Meiderich 06/95 7:2 (2:2): „Wir spielen eine Riesen-Halbzeit. Dann lassen wir alles, was wir richtig gemacht haben, in der Kabine liegen und hauen es uns selbst wieder um“, schüttelte Coach Thomas Heck den Kopf. Statt nach einem Eigentor der Sterkrader und dem 2:2 durch Dennis Freikamp, der zuvor einen Elfmeter verschossen hatte, nachzulegen, kassierte 06 zwei Doppelpacks, die für Ernüchterung sorgten. Der Abstand zum rettenden Ufer ist bei sieben Punkten geblieben, der Vorsprung zum ersten direkten Abstiegsplatz beträgt aber nur noch zwei Zähler.

TuS Mündelheim – Arminia Lirich 1:2 (0:1): Während die Oberhausener nach dem Sieg am Relegationsplatz schnuppern, rückt die Kreisliga A bei weiterhin sieben Punkten Rückstand und noch fünf Spielen für die TuS immer näher. „Nach der Pause haben wir Moral gezeigt und verdient den Anschluss durch Benedikt Thülig erzielt. Aber in der ersten Halbzeit haben wir keine Einstellung zum Gegner gefunden. Lirich wollte mehr“, konnte sich Trainer Frank Krüll die Zurückhaltung seiner Jungs in dem wichtigen Duell nicht erklären. „Vielleicht war der Druck zu groß.“

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