Fußball

Hamborn 07 verpasst sich selbst den Druck des Favoriten

Ganz in Schwarz – das neue Löwen-Team mit Trainern und Betreuern: (hinten von links) Marvin Hitzek, Ilkan Orüc, Ahmet Talha Kilinc, Burak Öktem, Riccardo Nitto, Erkut Ay, Jan Stuber; (Mitte von links) Trainer Michael Pomp, Physiotherapeut Marc Laufkötter, Betreuer Peter Heller, Raffael Schütz, Daniel Schäfer, Oliver Rademacher, Emre Camdali, Co-Trainer Sascha Wiesner, Torwarttrainer Philipp Peitgen; (vorn von links) Tuna-Han Cakmak, André Meier, Emirhan Canarslan, Max-Andre Chmilewski, Julian Grevelhörster, Tim Keinert, Nils Bothe.

Ganz in Schwarz – das neue Löwen-Team mit Trainern und Betreuern: (hinten von links) Marvin Hitzek, Ilkan Orüc, Ahmet Talha Kilinc, Burak Öktem, Riccardo Nitto, Erkut Ay, Jan Stuber; (Mitte von links) Trainer Michael Pomp, Physiotherapeut Marc Laufkötter, Betreuer Peter Heller, Raffael Schütz, Daniel Schäfer, Oliver Rademacher, Emre Camdali, Co-Trainer Sascha Wiesner, Torwarttrainer Philipp Peitgen; (vorn von links) Tuna-Han Cakmak, André Meier, Emirhan Canarslan, Max-Andre Chmilewski, Julian Grevelhörster, Tim Keinert, Nils Bothe.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Der Absteiger aus der Landesliga will mit einem starken Kader sofort wieder nach oben. Trainer Michael Pomp setzt auf eine gute Grundfitness.

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So schnell kann es gehen. Was das Rennen um die Stammplätze im Bezirksliga-Team von Hamborn 07 angeht, wird Riccardo Nitto seiner Katze womöglich noch einmal ein paar Takte erzählen. „Sie ist mir vor die Füße gelaufen, da bin ich gestolpert – vor der Treppe“, berichtet der 20-Tore-Neuzugang von Meiderich 06/95, wie es vergangenen Samstag zum Gipsverband an seiner rechten Hand kam. Mit gebrochenem Finger wird der Stürmer nun einen gewissen Teil der Vorbereitung auf die anstehende Saison verpassen. Und in der haben die Löwen nach dem dramatischen Last-Minute-Abstieg aus der Landesliga eine Menge vor. „Wir brauchen nicht drum herum reden, dass es für uns nur um den Aufstieg gehen kann“, stellt Michael Pomp noch einmal klar.

„Jedes Understatement wäre albern, da müssen wir uns nichts vormachen“, schiebt der Trainer nach. „Wenn man die Qualität sieht, die auf dem Feld steht, und dann die, die noch draußen ist, dann haben wir eigentlich zwei Bezirksliga-Teams.“ Und daraus nur eines für den jeweiligen Spieltag zu bilden, ist eben gar nicht mal so einfach. „Es gibt eigentlich keine Position, auf der ein Spieler unverzichtbar wäre. Alles ist doppelt besetzt. Die Argumente, wer spielt und wer nicht, liefern die Jungs selbst“, sagt Pomp. Gebrochene Finger spielen einem da beispielsweise nicht in die Karten. Aber in der Hinsicht kann der Trainer seinen neuen Stürmer sowie die aktuellen und künftigen Urlauber auch beruhigen: „Es kann sich sehr viel im Laufe einer Saison entwickeln.“

Entwickeln soll sich im Laufe der Saison auch eine unanfechtbare Führungsposition der Löwen – ähnlich wie beim letzten Aufstieg, als Hamborn vor zwei Jahren nur noch die DJK Vierlinden im Genick hatte, letztlich aber souverän Meister wurde. Dem Coach ist bewusst, dass er Druck mit dieser Aussage aufbaut. „Alle Teams werden topmotiviert gegen uns sein und nicht wenige haben auch Qualität“, nennt Pomp den SC 20 Oberhausen oder den VfB Homberg II als Beispiele. „Ich nehme den Druck nicht vom Team und auch nicht von mir. Aber wenn man sich die Vita vieler unserer Spieler und der Neuzugänge ansieht, dann müssen wir damit umgehen können. Viele haben in der Oberliga oder auch höher gespielt.“

Gespannt auf Talent Cakmak

Das gilt für Rückkehrer Ali Basaran ebenso wie für den mit ihm vom FSV Duisburg gekommenen Bora Karadag, der für Rot-Weiß Essen schon in der Regionalliga am Ball war. Marvin Hitzek kickte für den SV Straelen ebenso in der Oberliga wie Burak Öktem beim TV Jahn Hiesfeld, ehe es ihn zum Duisburger SV 1900 zog, von dem er mit der Empfehlung von 15 Landesliga-Toren als Mittelfeldmann an den Holtkamp wechselte. Mit Emre Camdali kam ein weiterer erfahrener Mittelfeldmann gleich mit, und auch auf die jungen Talente wie Tuna-Han Cakmak aus der A-Jugend des FSV ist Pomp gespannt: „Der macht richtig gute Sachen und hat viel Perspektive.“

Aus dieser Qualität, die zur bereits vorhandenen um Leistungsträger wie Jan Stuber, Oliver Rademacher, Raffael Schütz oder Daniel Schäfer hinzukommt, heißt es für Michel Pomp nun ein Team zu formen. „Es ist meine Aufgabe, alle in die richtige Richtung zu lenken.“ Auch in die Richtung, „dass den Jungs unsere Zielsetzung nicht zu Kopf steigt“, sagt der Coach. „Keiner wird uns in der Liga etwas schenken. Wir müssen in jeder Woche unser gesamtes Potenzial abrufen.“ Da ist dann nicht nur Qualität, sondern „vor allem Einstellung“ gefragt, wie der Coach weiß – und eine gute Grundfitness. „Unsere Ausfälle haben uns in der letzten Saison das Genick gebrochen. Mit einem Kai Neul und André Meier in ein paar Spielen mehr hätten wir die nötigen Punkte geholt“, ist sich Pomp sicher und freut sich, nun wieder auf die beiden Leistungsträger zurückgreifen zu können.

Was den möglichen Druck angeht, stellt der Coach auch heraus, dass sein Team damit im Relegationsdrama gegen den GSV Moers durchaus umgehen konnte, allein die Chancen nicht genutzt hätte. „Und da ging es in einem Spiel vor 1500 Zuschauern um alles“, merkt Michael Pomp an. „Nun haben wir 34 Spieltage Zeit, uns ganz oben zu positionieren.“ Und dabei wird dann sicher auch Riccardo Nitto mit dem ein oder anderen Tor noch mitmachen. Trotz Katze ...

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