Frauenhandball

HSG und GSG siegen zum Oberliga-Auftakt – VfL jubelt auch

Merit Liedtke wird auf dem Weg zum Tor gestoppt. Erst in der zweiten Halbzeit lief es für die Eintracht besser.

Merit Liedtke wird auf dem Weg zum Tor gestoppt. Erst in der zweiten Halbzeit lief es für die Eintracht besser.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.  Zum Auftakt in der Ober- und Verbandsliga feiern drei Duisburger Teams Erfolge. Es bleibt aber noch Arbeit. Kira Japser überzeugt im VfL-Tor.

Einen beinahe perfekten Saisonauftakt feierten die Duisburger Mannschaften in der Handball-Oberliga der Frauen. Während die HSG Hiesfeld/Aldenrade und die GSG Duisburg Siege feierten, fiel lediglich Eintracht Duisburg aus der Rolle.

Oberliga:

TV Witzhelden – HSG Hiesfeld/Aldenrade 25:30 (14:19): Der Aufstiegsfavorit aus Walsum und Dinslaken ist mit einem Erfolg in die Saison gestartet, die nach Ansicht der HSG mit dem Aufstieg in die Regionalliga enden soll. Wirklich zufrieden ist Dirk Rahmel allerdings nicht. „Da ist noch viel Luft nach oben“, betont der Trainer. „Wir haben drei Siebenmeter und vier, fünf Freie verballert“, ärgert sich Rahmel über zahlreiche vergebene Chancen. „Viel zu hektisch“ habe seine Mannschaft in vielen Situationen agiert, die fast permanent fünf Tore vor dem Gastgeber lag. „Als es dann doch mal sieben oder acht Treffer waren, hätten wir das Tempo rausnehmen müssen“, sagt Rahmel. Verdient und ungefährdet war der Sieg gegen einen starken Gegner dennoch. „In Witzhelden werden nicht alle gewinnen“, sagt Rahmel, der sich von Jennifer Frontzek begeistert zeigt. Sie musste nach einem Zusammenprall mit Verdacht auf einen Nasenbeinbruch in die Kabine. Als die Blutung gestillt war, kam sie mit den Worten „Trainer, ich mach’ weiter“ zurück. Für die Trainingswoche bleiben genügend Aufgaben. „Wir müssen an der Feinabstimmung in der Abwehr arbeiten“, betont Rahmel.

GSG Duisburg – Neusser HV 23:19 (11:10): Auch der letztjährige Regionalligist verbuchte zum Auftakt einen Sieg. „Wichtig war, dass wir am Ende zwei Punkte in Großenbaum behalten haben, aber es muss eine deutliche Steigerung her“, erklärte Teammanager Werner Stöckmann. Das GSG-Spielerinnen begannen nervös und blieben auch im weiteren Spielverlauf recht zerfahren. Ungewöhnlich viele eigene Ballverluste brachten den Gegner immer wieder ins Spiel. Auch nach einer kurzfristigen Vier-Tore-Führung in der ersten Halbzeit ließen die Großenbaumerinnen den Gegner wieder herankommen, so dass es zu einer knappen Halbzeitführung reichte. Die GSG kontrollierte zwar das Spiel, konnte sich aber nicht mehr als auf vier, fünf Tore absetzen, obwohl es möglich gewesen wäre. Letztendlich war der Sieg mehr als verdient.

Eintracht Duisburg – TV Beyeröhde II 19:21 (7:13): Der Eintracht wird trotz des Umstands, Neuling in der Oberliga zu sein, von vielen Gegnern viel zugetraut. Doch schon in der Woche vor dem Ligastart hatte Trainer Janosch Greinert gemahnt. „Wir hatten keine gute Trainingsbeteiligung und das hat sich nun im Ergebnis niedergeschlagen“, so der Coach, der vor Wochenfrist bekannte, nicht zu wissen, wo seine Mannschaft stehe. Vor allem in der ersten Halbzeit lief – auch bedingt durch etwas Nervosität – nicht viel zusammen, sodass die Gastgeberinnen mit sechs Toren im Hintertreffen waren. Greinert machte Defizite im Abwehrverhalten aus, sagte aber angesichts von 19 erzielten Treffern: „Das haben wir vorne vergeigt.“ Allerdings hatte er auch Lob für seine Mannschaft parat, das sich allerdings ausschließlich auf die zweite Halbzeit bezieht. Hier gelang der Eintracht beinahe noch ein Punktgewinn. Denn zwei Minuten vor dem Ende traf sein Team zum 19:20-Anschlusstreffer, ehe Beyeröhde den Sack zumachte. „Die Moral stimmt“, erkannte Greinert.

Verbandsliga:

VfL Rheinhausen – TV Lobberich 17:14 (11:8): Die Bergheimerinnen starten mit einem Sieg in die neue Saison. Das ist ganz grundsätzlich eine gute Sache, doch in diesem Fall eine nicht ganz erwartete. Denn die Vorbereitung lief für den VfL vergleichsweise durchwachsen. Letztlich sprangen nur zwei Erfolge und zahlreiche Niederlagen heraus. „Hätte man mich vorher gefragt, ob in der Verbandsliga ein Spiel mit 17 Toren zu gewinnen sei, hätte ich mit nein geantwortet“, bekennt Uwe Kiel, der Sportliche Leiter des VfL. Dass es dennoch gelang, hat zwei Gründe. Zum einen verteidigten die Gastgeberinnen ausgesprochen stark, zum anderen stand Kira Jasper im Tor, die mit ihren bemerkenswerten Paraden den VfL zum Sieg geführt hat. „Wir haben uns in einer offenen und einer defensiven Deckungsvariante super bewegt“, freute sich Kiel. „Und Kira war einfach überragend.“ Das fiel es auch nicht ins Gewicht, dass der VfL nach der Pause nur sechsmal traf – weil er auch nur ebenso viele Gegentore zuließ.

VfB Homberg – HSG Alpen/Rheinberg 24:26 (9:11): Der VfB legte derweil mit einer Niederlage los – und das ärgerlicherweise gegen einen Gegner, der wohl ebenso wie die Hombergerinnen um den Klassenerhalt kämpfen dürfte. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, sodass Alpen früh in der Partie eine Auszeit genommen hat“, berichtet Trainer Joshua Wiesehahn. Doch gegen Ende der ersten sowie in der zweiten Halbzeit leistete sich der VfB zu viele Absprachefehler in der Offensive, was zu Ballverlusten führte. „Auch die Deckung war unsere Achillesferse“, so der Coach, der dennoch sagt: „Im Großen und Ganzen war das schon ganz okay. Wir können darauf aufbauen, auch wenn die Niederlage natürlich schmerzt.“

Statistik:

Oberliga:

TV Witzhelden – HSG Hiesfeld/Aldenrade 25:30 (14:19): HSG: Frontzek (7), Kern (6), Hüsken, Löwenthal, Ahlendorf (je 3), Getz, Bing, Woock, Strunz (je 2).

GSG Duisburg – Neusser HV 23:19 (11:10): GSG: Walter (7), Bogdanski (5), Kühnel, Quurck, Twellmeyer, Roth, Kristina Kohs (je 2), Annika Kohs,

Eintracht Duisburg – TV Beyeröhde II 19:21 (7:13): Eintracht: Liedtke (4), Boy (4/2), Schild (4/3), Heitling, Upietz (je 3), Schultz.

Verbandsliga:

VfL Rheinhausen – TV Lobberich 17:14 (11:8): VfL: Scheske (5), Kronenberg, Hendricks (3/2), Radtke (2), Ludwig, Adilovic, Petersen.

VfB Homberg – HSG Alpen/Rheinberg 24:26 (9:11): VfB: Simic (8), Clemens (7), Pusch (4), Höhfeld (2), Holzhauer, Seelbach, Markert.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben