Fußball

Isiktas folgt beim FSV Duisburg auf Kurz-Trainer Vlaovic

Muhammet Isiktas verfehlte mit dem FC Kray den Aufstieg, schaffte ihn jetzt aber persönlich, indem er beim FSV anheuerte.

Muhammet Isiktas verfehlte mit dem FC Kray den Aufstieg, schaffte ihn jetzt aber persönlich, indem er beim FSV anheuerte.

Foto: Michael Gohl

Duisburg.   Der Aufsteiger ist in der Vorbereitung auf die erste Oberligasaison zum Wechsel gezwungen. Der bisherige Coach hat einen neuen Job gefunden.

Mal ganz was Neues: Der FSV Duisburg hat den Trainer gewechselt. Die Meldung, die in den vergangenen Jahren in dieser Form schon mehrfach zu lesen war, kommt zum jetzigen Zeitpunkt dann doch etwas überraschend, denn Hrvoje Vlaovic hatte sein Amt beim Aufsteiger in die Fußball-Oberliga erst vor wenigen Wochen angetreten. Nun ist er schon wieder Geschichte – und sein Nachfolger leitet am Dienstagabend bereits seine erste Trainingseinheit: Muhammet Isiktas, erst unlängst als Trainer des Landesligisten FC Kray zurückgetreten.

„Hrvoje hat uns mitgeteilt, dass er eine Vereinbarung mit dem kroatischen Fußballverband getroffen hat, nach der er zwischen Deutschland und Kroatien pendeln muss“, erklärt Denis Tahirovic, Sportlicher Leiter des FSV, warum Vlaovic sein Amt zur Verfügung stellen musste. Der ehemalige Spieler der MSV-Amateure wolle dem Verein aber weiter beratend zur Seite stehen, betont Tahirovic.

Die Nachfolge wurde blitzschnell geregelt. Am Sonntag traf sich Tahirovic mit Muhammet Isiktas, den er noch aus gemeinsamen Krayer Zeiten kannte. Nach einem Tag Bedenkzeit sagte der 44-Jährige, der in Bochum lebt, zu. „Das ging relativ schnell, er hat mich mit guten Argumenten überzeugt“, erklärte der ursprünglich aus Paderborn stammende Isiktas, der noch nie in Duisburg gearbeitet hat. Dass, wie schon sein Vorgänger zuletzt immer wieder betont hat, noch Verbesserungsbedarf am Kader besteht, sieht der neue Trainer eher als Herausforderung denn als Problem: „Ich habe anfangs immer vor einer Mannschaft gestanden, die eine gewisse Entwicklung vollziehen musste. Natürlich habe ich gesagt, dass es allein mit ,Jugend forscht’ in der Oberliga nicht reichen wird. Wir brauchen erfahrene Spieler, die die jüngeren Leute führen. Der Vorstand unterstützt mich diesbezüglich voll und ganz.“

In der vergangenen Saison noch Aufstiegskonkurrent

Im Gegensatz dazu hatte er in Kray zuletzt die Rückendeckung der Vereinsführung vermisst, was dann zu seinem Rücktritt führte: „Sportlich konnte mir dort keiner etwas nachsagen, ich habe fünf Jahre alles für den Verein gegeben.“ Isiktas hatte erst die U 19 der Essener trainiert und dann die „Erste“ übernommen, mit der er bis in die Spätphase der Saison hinein ein Aufstiegskonkurrent des FSV war.

Nun will er gemeinsam mit Denis Tahirovic daran arbeiten, den Neuling fit für die Fünftklassigkeit zu machen. Der Sportliche Leiter erklärt: „Wir stehen kurz vor einigen Unterschriften, aber ich will da keine Wasserstandsmeldungen abgeben.“ Das Debüt des neuen Trainers steigt am Sonntag (14 Uhr) gegen den SV Scherpenberg.

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