Eishockey

Kommentar: Offenes Rennen um die Nummer eins beim EVD

Etienne Renkewitz bot während der Vorbereitung gute Leistungen im EVD-Tor.

Etienne Renkewitz bot während der Vorbereitung gute Leistungen im EVD-Tor.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der EV Duisburg hat die Vorbereitung abgeschlossen. Die Testspiele geben Anlass zur Hoffnung. Junge Spieler überzeugen. Wer wird die Nummer 1?

Bereit für die Oberliga? Aus Sicht der Füchse kann es nun losgehen. Im letzten Testspiel, bevor es wieder um Punkte geht, unterlag der EVD zwar den Hannover Indians mit 1:3, hatte den gleichen Gegner am Freitag aber am Pferdeturm mit 5:3 besiegt.

Alleine die Tatsache, dass die Füchse überhaupt Eishockey spielen, ist schon ein großer Erfolg. Nach dem schnellen Abschied der Kenston-Gruppe aus Duisburg musste innerhalb weniger Tage gehandelt werden. Der Unternehmer Ralf Pape griff erneut ein und setzte den EVD wieder aufs Gleis. Der Verein alleine wäre ohne diese Unterstützung in der aktuellen Situation nicht allzu weit gekommen. Auch die Mannschaftsplanung setzte dem entsprechend spät ein.

Ein Stück vom Kuchen

Was die Füchse aber auf dem Eis zeigen, gibt Anlass zur Hoffnung. Die vergangene Saison bot eine bittere Diät, nun aber könnten die Schwarz-Roten wieder ein ordentliches Stück vom Kuchen abbeißen. Trotz einiger Abgänge haben die Tilburg Trappers auch in den beiden Testspielen gegen den EVD bewiesen, wie groß ihre Qualität ist. Doch hinter dem Topfavoriten aus den Niederlanden, deren erster Verfolger wohl erneut die Hannover Scorpions werden könnten, hat sich ein breites Feld in Position gebracht, um diese beiden Teams zu ärgern – und die Füchse gehören dazu.

Die Saison verspricht entsprechend Spannung. Denn oft wird die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden – was die beiden recht unterschiedlichen Testpartien gegen den Herner EV gezeigt haben. Auch gegen die Hannover Indians präsentierten sich die Füchse am Freitag souverän, mussten sich am Sonntag dagegen gewaltig strecken.

Matt Abercrombie findet zur Form

Matt Abercrombie, der zweite Importspieler, findet langsam zu seiner Form. Wie maßgenau seine Pässe sein können, hatte er schon angedeutet. In Hannover traf er nun auch doppelt. Eine weitere Erkenntnis: Milos Vavrusa ist sicher nicht mehr der schnellste Spieler – aber mit der Scheibe am Schläger stellt der 41-jährige Verteidiger eine ganze Menge vernünftiger Dinge an. Schön ist, dass die jungen Spieler wie Tim-Lucca Krüger, Lasse Bödefeld und Bastian Schirmacher Freude bereiten. Und Coco Krämer hat einen bemerkenswerten Schritt nach vorne gemacht.

Bemerkenswert ist auch die Torhüterfrage – und spannend. Denn der gebürtige Duisburger Etienne Renkewitz bot gute Leistungen. Vielleicht gewinnt er das Rennen um die Nummer eins – oder hat zumindest dafür gesorgt, dass es im Kasten keinen Alleinunterhalter gibt. Wobei: Der Name von Christian Wendler spräche ja dafür.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben