Taekwondo

LT Sports: Per Online-Training einmal rund um den Globus

Der frühere Olympia-Teilnehmer Levent Tuncat trainiert mit seinem Sohn Tugberk. Die Anweisungen auf dem Bildschirm kommen von Servet Tazegül, der 2012 in London Olympiasieger wurde.

Der frühere Olympia-Teilnehmer Levent Tuncat trainiert mit seinem Sohn Tugberk. Die Anweisungen auf dem Bildschirm kommen von Servet Tazegül, der 2012 in London Olympiasieger wurde.

Foto: LT Sports

Duisburg.  Der Duisburger Verein LT Sports organisierte Trainingseinheiten mit Topathleten aus aller Welt. Inzwischen geht’s in der Halle weiter.

Einmal Mexiko und zurück? Oder vielleicht auch Trainingsanregungen aus Ägypten, Brasilien oder Australien? Die Corona-Krise hat zwar die Duisburger Sportvereine ausgebremst – aber ganz offenbar nicht gestoppt. „Ich habe meine Freunde aus meiner aktiven Zeit kontaktiert“, berichtet Levent Tuncat. Der Duisburger, der sich zweimal für die Olympischen Spiele qualifiziert und etliche Titel gewonnen hatte, ist inzwischen bekanntlich Cheftrainer des Taekwondo-Vereins LT Sports. Und wenn die Athletinnen und Athleten – oft im jungen Alter – nicht zum Training kommen konnten, dann kam das Training eben zu ihnen.

Wie viele andere Duisburger Sportvereine bot LT Sports ein Online-Training an – ging aber eben weiter. „Es ging ja auch darum, die Kids zu motivieren“, sagt Tuncat. Also hat er internationale Topkämpfer kontaktiert, die diese Trainingseinheiten übernommen haben. Die Liste der 13 „Gasttrainer“ ist illuster. Das sind sie: Servet Tazegül (Türkei), Olympiasieger London 2012, Welt- und Europameister, Iridia Salazar Blanco (Mexiko) Olympiabronze 2004, dreifache Vizeweltmeisterin, Pascal Gentil (Frankreich), Olympiabronze 2000 und 2004, viermal World-Cup-Sieger, Oscar Munoz (Kolumbien) Olympiabronze 2012, Jaouad Achab (Belgien) Olympiateilnehmer 2016 und 2021, Welt- und Europameister, Rui Braganca (Portugal) Olympiateilnehmer 2016, Vizeweltmeister und Europameister, Damian Villa (USA), Vizeweltmeister, Gessler Viera (Kuba), Weltmeister, Hedaya Malak (Ägypten), Olympiabronze 2016, World-Games-Gold, African-Games-Gold, Talisca Reis (Brasilien), World-Games-Silber, Grand-Prix-Silber, Yanna Schneider (Deutschland) Jugend-Weltmeisterin, Tobias Hyttel (Dänemark) zweimal EM-Bronze, Safwan Khalil (Australien), voraussichtlicher Olympiateilnehmer Tokio 2021, Universiade Gold.

Guter Zuspruch beim Online-Training

„Wir haben diese Trainingseinheiten über die Plattform Zoom organisiert. Die Kids waren richtig begeistert“, freut sich Tuncat, dass sich die Mühe gelohnt hat. „Ursprünglich hatten wir das nur für unsere Mitglieder angedacht, das Ganze dann aber frei zugänglich gemacht. Wer sich das heute noch anschauen möchte, findet die Videos auf YouTube“, sagt Tuncat. Im Gegenzug hat sich der Duisburger Trainer aber auch revanchiert. „Iridia Salazar Blanco und Gessler Viera sind ein Ehepaar und betreiben einen Verein in Mexiko. Für sie habe ich dann eine Trainingseinheit geleitet.“

Inzwischen haben die LT-Sportlerinnen und -Sportler unter den Corona-Bestimmungen das Training in der Halle wieder aufgenommen. „Wir halten uns an alle Vorschriften – also beispielsweise an die begrenzte Anzahl, den Abstand und dass sich jeder, der die Halle betritt, die Hände desinfizieren muss“, so Tuncat. „Es ist bemerkenswert, wie diszipliniert die Kinder mit diesen ja noch neuen Regeln umgehen, selbst Vierjährige.“ Auch beim Training sind die Kids besonders konzentriert.

Tuncat: „Man merkt einfach, wie sehr ihnen der Sport gefehlt hat. So lernt man das, was selbstverständlich erscheint, zu schätzen.“

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