Fußball

MSV Duisburg hat in der 3. Liga Preußen Münster zu Gast

Die MSV-Deckung mit Marvin Compper und Arne Sicker (hinten von links) sucht noch nach ihrer optimalen Form.

Die MSV-Deckung mit Marvin Compper und Arne Sicker (hinten von links) sucht noch nach ihrer optimalen Form.

Foto: firo Sportphoto/Marcel Engelbrecht / firo Sportphoto

Duisburg.  Die Duisburger wollen nach der Niederlage in Ingolstadt zurück in die Spur finden. Für die Startelf kommt ein Rückkehrer in Betracht.

Das prominenteste Mitglied des am Mittwoch anreisenden Trosses von Preußen Münster ist ein Praktikant. Christoph Metzelder, als deutscher Fußball-Nationalspieler Vizeweltmeister 2002 und zuletzt für diverse hohe Vereins- und Verbandsposten gehandelt, hospitiert momentan bei seinem Ex-Verein im Rahmen der Fußballlehrer-Ausbildung. Sein Bruder Malte, auch einst Bundesliga-Kicker, ist Sportdirektor bei den Preußen und darf mit deren Saisonstart in der 3. Liga recht zufrieden sein. Vier Punkte aus zwei Spielen stehen auf dem Konto. Dem MSV Duisburg wäre naturgemäß daran gelegen, dass sich daran nach Partie drei nichts ändert. Um 19 Uhr treffen die beiden Gründungsmitglieder der Bundesliga am Mittwoch in der Schauinsland-Reisen-Arena aufeinander.

Ein Dämpfer für die Stimmung in Ingolstadt

Die gute Stimmung, die nach dem Auftakt-4:1 gegen die SG Sonnenhof Großaspach beim Zweitliga-Absteiger herrschte, hat mit der 2:3-Niederlage in Ingolstadt gleich wieder einen kleinen Dämpfer erhalten. Die Mannschaft von Torsten Lieberknecht hat aufgezeigt bekommen, dass – wenig verwunderlich – noch längst nicht alles so läuft, wie es sich Verantwortliche und Fans erhoffen. Das gilt vor allem für das Defensivverhalten, an dem offenkundig noch gearbeitet werden muss; an einzelnen Positionen oder gar Personen will Lieberknecht dies gar nicht festmachen: „Natürlich sieht man erst einmal denjenigen, der dann zuletzt beteiligt ist. Aber so ein Gegentor hat ja auch eine Entstehung. Beim 0:1 in Ingolstadt beispielsweise sind insgesamt sechs Leute involviert, die das verteidigen können.“

Kaum Alternativen für die Defensive

Dass ausgerechnet der routinierte Neuzugang Marvin Compper beim dritten Gegentreffer mit drinhing, sah auch Lieberknecht. Am Ex-Nationalspieler dürfte er aber kaum rütteln – auch deshalb schon, weil es defensiv derzeit sowieso kaum Alternativen gibt. Dafür sorgte auch das Malheur des gerade wieder Anschluss findenden Sebastian Neumann, der in Ingolstadt auf dem Trainingsplatz im Rasen hängen blieb und sich das Knie verdrehte. „Es sind zwei Wochen Ausfallzeit veranschlagt, bis er wieder einsteigen kann“, so Lieberknecht. Für Neuzugang Florian Brügmann kommt das Münster-Spiel zu früh: Er nimmt ab Donnerstag am Mannschaftstraining teil.

Insgesamt wünscht sich der MSV-Trainer im Vergleich zur Partie in Oberbayern in allen Mannschaftsteilen mehr Konsequenz. Das gilt für den offensiven Abschluss nach den ja in ausreichender Zahl erspielten Chancen ebenso wie für die Defensive: „Wir wollen ja attraktiv spielen, aber in der Verteidigung muss man manchmal nicht attraktiv, sondern einfach schnörkellos agieren.“ Die taktische Ausrichtung seines Kollegen Sven Hübscher mag Lieberknecht nicht vorhersagen: „In München hat Münster mit einem 4-2-3-1 gespielt, zu Hause gegen Jena dann mit einer Dreierkette. Wir müssen unsere eigene Spielidee einfach mit so viel Dynamik füllen, dass wir für alle Grundordnungen des Gegners die passenden Lösungen haben.“

Gegenüber den beiden ersten Partien könnte es erstmals Änderungen in der Startelf geben – beispielsweise mit einer Rückkehr von Ahmet Engin, der in Ingolstadt schon eingewechselt wurde. Allerdings hatte ihm der Trainer erlaubt, kurzfristig zur Hochzeit seiner Schwester in die Türkei zu fliegen: „Mal sehen, wie er das verkraftet hat.“ Den Platz von Sebastian Neumann im Kader wird entweder Migel-Max Schmeling oder Thomas Blomeyer einnehmen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben