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MSV Duisburg: Marion Schübel erhält die „Bella-Medaille“

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Marion Schübel bei einem Einsatz bei einer Busfahrt zu einem Auswärtsspiel des MSV Duisburg.

Marion Schübel bei einem Einsatz bei einer Busfahrt zu einem Auswärtsspiel des MSV Duisburg.

Foto: MSV-Museum

Duisburg.  Das MSV-Museum zeichnet Marion Schübel mit der „Michael-Bella-Medaille“ aus. Sie ist seit vielen Jahren mit Herz rund um die Zebras engagiert.

Als sich Volker Baumann, der Vorstandsvorsitzende des MSV-Museums, bei Marion Schübel meldete, dachte die langjährige Anhängerin der Fußballer des MSV Duisburg, die „Zebra-Historiker“ wollten sie um Hilfe bei einem Projekt bitten – so wie sie in den letzten Jahren im Umfeld des MSV immer wieder mit anpackte, wenn Hilfe notwendig war. Doch Baumann wollte ihr mitteilen, dass sie die erste Trägerin der „Michael-Bella-Medaille“ ist.

Das MSV-Museum lobte in diesem Jahr zum ersten Mal diese Ehrung aus. Mit der Medaille will der Museumsverein Menschen oder Institutionen auszeichnen, die sich nicht nur um den MSV verdient gemacht haben, sondern auch die Tugenden in sich tragen, die MSV-Legende Michael Bella auf und neben dem Spielfeld ausgezeichnet haben und immer noch auszeichnen: Loyalität, Vereinsliebe, Bescheidenheit, Verlässlichkeit und unermüdlicher Einsatz.

Marion Schübel, gebürtige Meidericherin und 2. Vorsitzende der Zebra-Herde, ist seit Jahrzehnten am Ball. Vor über 20 Jahren organisierte sie Busfahrten zu Auswärtsspielen und stellte dabei auch den selbstgefertigten Kartoffelsalat. Sie half bei der Betreuung von Rollstuhlfahrern und Fahnenträgern bei Heimspielen. Sie half der Zebraherde bei der Verteilung der T-Shirts zu Beginn der Corona-Zeit. Im Nachwuchsleistungszentrum brachte sie sich im Hygienekonzept ein – etwa beim Messen der Körpertemperatur der Mitarbeiter.

Mit dem Auswärtsbus zum Heimspiel des MSV Duisburg

Museums-Vorstand Volker Baumann erinnert an eine ungewöhnliche Bus-Aktion in der letzten Bundesliga-Saison der Zebras: „Aberglaube spielt in Marions Leben eine große Rolle. Und so kam es, dass sie das Heimspiel des MSV Duisburg gegen den Karlsruher SC am 16. April 2008 zu einem Auswärtsspiel umfunktionierte. In der besagten Saison konnte der MSV Duisburg nur auswärts punkten, also musste gehandelt werden. Marion organisierte die Bustour zum Stadion inklusive ihres legendären Kartoffelsalates. Selbst der MSV und der DFB spielten mit, sodass die Zebras in ihren Auswärtstrikots auflaufen durften. Leider verloren wir dieses Spiel mit 0:1.“

Marion Schübel setzte sich auch für einen schwer an Krebs erkrankten MSV-Anhänger, der in der Duisburger Fanszene als „Hessenzebra“ bekannt war, ein. Der Fan war nicht krankenversichert, und Marion Schübel gelang es, ihm eine Versicherung zu ermöglichen. Mit Hilfe der Zebraherde und weiteren Fans schaffte sie es zudem, Behandlungskosten zu finanzieren.

Ehrung im großen Rahmen wird nachgeholt

Das MSV-Museum hatte im März dazu aufgerufen, Vorschläge für die Verleihung der Medaille einzureichen. Eine Jury, bestehend aus Michael Bella, MSV-Präsident Ingo Wald und dem Museums-Vorstand, wertete die Vorschläge aus und entschied sich für Marion Schübel. Die Ehrung soll jährlich am 4. Mai – angelehnt an die 405 Bundesliga-Einsätze von Michael Bella – stattfinden.

Die Ehrung vor großer Kulisse im Stadion ist coronabedingt derzeit nicht möglich. Dies will das MSV-Museum später nachholen.

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