Frauenfußball

MSV Duisburg reist zum Pokalspiel auf die Bielefelder Alm

Christian Franz-Pohlmann wartet noch auf seinen ersten Pflichtspielsieg als MSV-Trainer – in Bielefeld soll er gelingen.

Foto: Lars Fröhlich

Christian Franz-Pohlmann wartet noch auf seinen ersten Pflichtspielsieg als MSV-Trainer – in Bielefeld soll er gelingen. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Bundesligist trifft in der zweiten Runde auf Zweitligist Arminia. Die Gastgeber freuen sich auf einen „Kracher“. Erkältungswelle grassiert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Ostwestfalen freuen sie sich auf einen „Pokalkracher“. So ist es jedenfalls auf der Homepage von Arminia Bielefeld zu lesen. Der Frauenfußball-Zweitligist freut sich riesig auf das Duell mit Bundesligist MSV Duisburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals – und das so sehr, dass der DSC von seinem angestammten Spielort, dem Waldstadion Quelle, in die Schüco-Arena ausweicht, in der vor einigen Wochen die MSV-Männer einen 4:0-Sieg in der 2. Bundesliga gefeiert haben. Um 14 Uhr erfolgt am Sonntag der Anstoß auf der Alm.

Im weiteren Verlauf der Vorschau auf der Arminia-Seite wird deren Trainer Markus Wuckel so zitiert: „Mit dem MSV Duisburg kommt ein Traditionsverein im Frauenfußball, der schon viel gewonnen hat, zu uns in die Arena.“ Das stimmt natürlich so nicht, denn im Gegensatz zum FCR 2001, dessen Spielrecht nach der Insolvenz Ende 2013 auf den MSV übergegangen ist, können die Zebras noch keinen Erfolg für den Briefkopf vorweisen – abgesehen von der Zweitliga-Meisterschaft 2016.

Eine ambitionierte Bielefelder Mannschaft

In diesem Jahr schaffte die Arminia auch den erstmaligen Aufstieg in die Zweitklassigkeit, sodass die morgige Partie das erste Duell zwischen den Erstvertretungen beider Klubs sein wird. Trotzdem wird es für viele ein Wiedersehen mit alten Bekannten sein. MSV-Trainer Christian Franz-Pohlmann: „Die Arminia ist eine ambitionierte Mannschaft, die ich sehr gut kenne. 60 Prozent der Spielerinnen habe ich beim FSV Gütersloh im Nachwuchs oder in der ersten Mannschaft selbst trainiert.“ Augenzwinkernd schiebt er nach: „Die Mannschaft kennt mich natürlich auch sehr gut.“ Soll heißen: So, wie Franz-Pohlmann über das Können der einzelnen Kickerinnen Bescheid weiß, geht es diesen umgekehrt mit seinen taktischen Kniffen. Jede Medaille hat halt zwei Seiten.

Die Stellung als „haushoher Favorit“, die Markus Wuckel seinen Gästen zuschiebt, will der MSV-Coach nicht ganz so stehen lassen: „Natürlich ist es unser Anspruch, die nächste Runde zu erreichen. Aber es ist eben auch klar, dass wir nach vier Niederlagen in der Meisterschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Zudem ist die Arminia ein sehr starker Zweitligist, der im Vorjahr im Pokal-Achtelfinale nur knapp mit 0:2 gegen den VfL Wolfsburg verloren hat.“ Dass man einen unterklassigen Gegner nicht unterschätzen darf, hat der MSV zudem in der Vorsaison selbst erfahren, als es in dieser Konstellation eine 0:1-Niederlage in Cloppenburg setzte.

Yvonne Zielinski könnte ins Team zurückkehren

Problematisch wird die Ausgangslage für die Gäste außerdem dadurch, dass wie bei vielen anderen Teams derzeit die Grippewelle grassiert. „Es hat einige Spielerinnen erwischt“, sagt Christian Franz-Pohlmann, der daher bei der Aufstellung womöglich ein wenig improvisieren muss. Immerhin könnte Yvonne Zielinski wieder dabei sein, die in der Vorwoche passen musste.

Ein Wiedersehen mit ihren letztjährigen Mannschaftskolleginnen könnte es für Symela Ciesielska geben. Die 26-jährige Polin war im Sommer von Arminia Bielefeld zum MSV gewechselt, nachdem sie in den drei Jahren zuvor Stammkraft bei den Ostwestfälinnen gewesen war.

Im Bundesliga-Team kam sie bislang nicht zum Einsatz; zuletzt spielte sie für die Reserve in der Niederrheinliga, zu deren 5:1-Sieg gegen den 1. FC Mönchengladbach sie drei Tore beisteuerte. „Sie macht gute Fortschritte und wird am Sonntag auch zum Kader gehören“, sagt Trainer Christian Franz-Pohlmann. Ein Einsatz ist naturgemäß vom Spielverlauf abhängig.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik