Fußball

MSV Duisburg scheitert im DFB-Pokal am SC Paderborn

Cauly Oliveira Souza (links) – hier mit Havard Nielsen und John Verhoek (rechts) – traf zum 1:0.

Cauly Oliveira Souza (links) – hier mit Havard Nielsen und John Verhoek (rechts) – traf zum 1:0.

Foto: firo/Volker Nagraszus

Duisburg.  Der Duisburger Zweitligist geht kurz nach der Pause in Führung, muss aber schnell den Ausgleich hinnehmen. Am Ende fehlt die Effektivität.

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Der MSV Duisburg vergab Torchancen, die für das Viertel- und Halbfinale locker gereicht hätten, doch für den Fußball-Zweitligisten ist nach dem Achtelfinale im DFB-Pokal Schluss. Die Zebras unterlagen in der Schauinslandreisen-Arena vor 12.500 Zuschauern dem Liga-Konkurrenten SC Paderborn 07 mit 1:3 (0:0). Damit ist nicht nur der Pokaltraum geplatzt. Die Prämie in Höhe von gut 1,3 Millionen Euro streichen nun die Paderborner ein.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht variierte in der Anfangsphase seine Spielsysteme. Der Coach setzte im Mittelfeld in den ersten Minuten auf eine Doppel-Sechs mit Fabian Schnellhardt und Kevin Wolze. Cauly Oliveira Souza, zuletzt stark im zentralen Mittelfeld, wechselte auf den linken Flügel. Doch nach wenigen Minuten kehrte der Coach zum 4-1-4-1, mit dem sein Team am Freitag Darmstadt schlagen konnte, zurück.

Zweimal Aluminium getroffen

Personell gab es zwei Veränderungen. Erwartungsgemäß nahm Andreas Wiegel auf der rechten Verteidiger-Position den Platz des gesperrten Enis Hajri ein. Mit einer Überraschung wartete der Trainer jedoch in der Sturmspitze auf. John Verhoek erhielt den Vorzug gegenüber Vizekapitän Stanislav Iljutcenko.

Beide Mannschaften gingen die Partie ohne Visier an und setzten auf eine offensive Spielweise. Das erste Ausrufezeichen setzten die Gäste in der dritten Minute. Uwe Hünemeier, der 2011 mit Energie Cottbus das Halbfinale in Duisburg verlor, verfehlte das Tor mit einem Weitschuss nur knapp.

Der MSV ließ sich nicht lange bitten und erspielte sich im ersten Durchgang vier Großchancen. In der fünften Minute setzte Havard Nielsen Ahmet Engin stark in Szene. Engin schoss knapp neben das Tor. In der 13. Minute knallte Cauly Oliveira Souza den Ball aus 17 Metern an die Latte. Im Ligaspiel im November hatte der Brasilianer den Ball aus ähnlicher Position noch in den Winkel geschossen.

Ratajczak patzt beim MSV-Führungstor

Drei Minuten später scheiterte Ahmet Engin aus 18 Metern an Ex-MSV-Torwart Michael Ratajczak im SCP-Kasten. In der 23. Minute scheiterten die Zebras zum zweiten Mal am Aluminium. John Verhoek köpfte den Ball an die Latte.

Paderborn kam im ersten Durchgang zwar nicht mehr zu derart klaren Torchancen, war aber dennoch gefährlich. Innenverteidiger Gerrit Nauber klärte mehrfach in höchster Not vor dem Duisburger Tor.

Der MSV kam fulminant aus der Kabine und feierte einen Auftakt nach Maß. Cauly Oliveira Souza traf in der 47. Minute zum 1:0. Kevin Wolze flankte den Ball mit dem Außenrist in den Strafraum, Verhoek legte per Kopf stark für Oliveira Souza auf. Der Brasilianer traf mit einem Drehschuss aus elf Metern. Dabei profitierte er von einem Patzer von Ratajczak, der den Ball nicht festhalten konnte.

Der Dämpfer folgte jedoch nur fünf Minuten später. Bernard Tekpetey traf zum 1:1. Andreas Wiegel und Ahmet Engin versäumten es, entscheidend einzugreifen. In der 61. Minute schlug es erneut im Kasten von MSV-Torwart Felix Wiedwald ein. Kai Pröger machte Linksverteidiger Young-jae Seo nass und schoss zum 1:2 ins lange Eck. In der 67. Minuten brannte es erneut im Duisburger Strafraum, nur mit Mühe konnten die Gastgeber die Situation nach einer Paderborner Kopfball-Stafette bereinigen.

Große Chance zum Ausgleich vergeben

In der 70. Minute setzte Philipp Klement den Ball per Dropkick an die Latte. Eine Minute später hatte Cauly Oliveira Souza den Ausgleich auf dem Fuß. Er hatte nur noch Ratajczak vor sich, schoss den Gästetorwart jedoch an.

Das rächte sich in der 76. Minute. Paderborn konterte die Meidericher aus. Christopher Antwi-Adjei traf auf Zuspiel von Sven Michel zum 1:3.

In der Schlussphase brachte Lieberknecht mit Moritz Stoppelkamp, Stanislav Iljutcenko und Richard Sukuta-Pasu noch drei frische Offensivkräfte ins Spiel. Vom Spielwitz und Druck der ersten Halbzeit war aber nichts mehr zu sehen. Der MSV schaffte die Wende nicht mehr.

Der Traum ist geplatzt, jetzt geht es im tristen Alltag in der 2. Bundesliga weiter. Am Samstag geht es im Auswärtsspiel bei der SpVgg Greu­ther Fürth um Punkte gegen den Abstieg. Die Franken haben am Dienstag mit Stefan Leitl einen neuen Trainer präsentiert.

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