Fußball

MSV Duisburg verliert spät bei Bundesliga-Aufsteiger Arminia

Treffsicher: Der ins Team zurückgekehrte Kapitän Moritz Stoppelkamp (links) erzielte die 1:0-Führung gegen Arminia Bielefeld.

Treffsicher: Der ins Team zurückgekehrte Kapitän Moritz Stoppelkamp (links) erzielte die 1:0-Führung gegen Arminia Bielefeld.

Foto: Nico Herbertz / MSV Duisburg

Duisburg/Bielefeld.  MSV-Trainer Torsten Lieberknecht ärgert sich über das Ergebnis. Mit anderen Aspekten konnte er gegen Bielefeld aber zufrieden sein.

Nur wenige Minuten fehlten dem Fußball-Drittligisten MSV Duisburg zu einem weiteren Achtungserfolg in der Testspielserie. Nach dem 1:1 vom Samstag beim niederländischen Erstligisten Heracles Almelo hielt die Mannschaft am Mittwochnachmittag auch die Partie beim Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld lange offen. Erst in der 87. Minute gelang dem zur Pause eingewechselten Sergio Córdova das 3:2 (1:1)-Siegtreffer für den Favoriten.

„Das ist das erste Mal, dass mich in der Vorbereitung das Ergebnis ärgert“, sagte MSV-Coach Torsten Lieberknecht. Seine Mannschaft habe der Arminia die Tore geschenkt und damit „den insgesamt guten Eindruck geschmälert“. Der Coach fügte hinzu: „Es war ein sehr guter Test gegen einen Erstligisten.“

Der Trainer kann mit der Vorstellung seiner Mannschaft in Ostwestfalen zufrieden sein. Die guten Nachrichten in der passenden Reihenfolge: Lieberknecht musste dieses Mal nicht verletzungsbedingt auswechseln. Die Partie ging der MSV ohne Arne Sicker an, der sich in Almelo den Oberschenkel lädiert hatte. Max Jansen pausiert weiter, nachdem er sich im Trainingslager in Mierlo einen Schlag aufs Sprunggelenk eingehandelt hatte. Gestern kamen dagegen alle Mann heil ins Ziel.

Das führt zur zweiten guten Nachricht: Leroy-Jacques Mickels meldete sich nach seiner Knieverletzung beim 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach zurück. Mickels kam nach 60 Minuten für Ahmed Engin und hatte in der 75. Minute eine Chance, selbst den MSV in Führung zu bringen. Moritz Stoppelkamp konnte nach seiner Pause in Almelo von Beginn an auflaufen.

Neuzugänge des MSV erstmals in Aktion

Die dritte positive Anmerkung: Trainer Torsten Lieberknecht durfte seine Neuzugänge der Woche erstmals in Aktion erleben. Wilson Kamavuaka, am Montag vom polnischen Zweitligisten GKS Tychy gekommen, stand in der Startelf und spielte im defensiven Mittelfeld die ersten 45 Minuten.

Orhan Ademi, seit Dienstag ein Zebra und vorher ein Braunschweiger Löwe, kam zur Pause. Der Angreifer setzte sich gleich gut in Szene, als er in der 48. Minute für Ahmed Engin und zum zwischenzeitlichen 2:1 für den MSV auflegte. Lieberknecht bilanzierte: „Beide Neuzugänge haben eine ordentliche Partie gemacht.“

Bereits vor der Pause hatten zwei Stammkräfte gezeigt, dass mit dem Spielverein zu rechnen ist. Vincent Vermeij bediente Moritz Stoppelkamp. Der Kapitän besorgte kurz und trocken das 1:0 (11.) Die Freude währte nicht lange, weil die Hausherren per Handelfmeter durch Fabian Klos zum Ausgleich kamen.

Die erneute Führung beantwortete die Arminia durch einen Ausgleich, bei dem der MSV mithalf. Eine zu kurze Rückgabe nutzte Córdova als Vorlage zum 2:2. Sein Pressschlag gegen Torhüter Steven Deana kullerte über die Linie. Die Hausherren hatten nach dem Wechsel ihre komplette Mannschaft getaucht. Diesen Luxus konnte sich Torsten Lieberknecht nicht gönnen. Kein Wunder, dass der Bundesligist auf der Zielgeraden den längeren Atem hatte und zum späten Siegtor kam.

Der letzte Test steht am Dienstag auf dem Programm: Dann geht es in den Niederlanden gegen den PSV Eindhoven.

Die Statistik

MSV: Weinkauf (46. Deana) – Sauer (60. Ghindovean), Schmidt (46. Volkmer), Gembalies, Bretschneider, Krempicki (46. Budimbu), Kamavuaka (46. Scepanik), Stoppelkamp (46. Karweina), Pepic (46. Fleckstein), Engin (60. Mickels) – Vermeij (46. Ademi)

Tore: 0:1 Stoppelkamp (17.), 1:1 Klos (19., Handelfmeter), 1:2 Engin (48.), 2:2, 3:2 Cordova (63., 87.).

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