Triathlon

Neue Abteilung beim Duisburger SV 98

Ein Vorbild für die künftigen Mitglieder der Triathlon-Abteilung beim DSV: Sven Wies, Kapitän des Wasserball-Teams, glänzt auch als Ausdauersportler.

Ein Vorbild für die künftigen Mitglieder der Triathlon-Abteilung beim DSV: Sven Wies, Kapitän des Wasserball-Teams, glänzt auch als Ausdauersportler.

Foto: NRZ

Duisburg.   Beim Traditionsverein von der Wedau haben nun auch die Ausdauersportler eine Heimat, die damit auf den Spuren von Wasserballer Sven Wies wandeln.

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Vornehmlich im Wasser sind die Sportler des Duisburger SV 98 zu Hause. Schwimmen, Aquafitness und natürlich Wasserball stehen beim Klub an der Kruppstraße hoch im Kurs. Neben dem kühlen Nass geht es nun aber auch auf dem Rad und der Laufstrecke rund. Seit neuestem gibt es bei den 98ern nämlich auch eine Triathlon-Abteilung.

Dass Sven Wies, Kapitän der Bundesliga-Wasserballer, den Ausdauersport schon länger erfolgreich betreibt, kommt nicht von ungefähr. „Ein kleines bisschen hatte ich da schon meine Finger im Spiel“, schmunzelt Wies. Schon im vergangenen Jahr gingen die 98er mit der Idee schwanger, die neue Abteilung zu initiieren. In diesem Sommer nahm die Sportliche Leiterin Susanne Becker die Sache in die Hand. „Um sich eine neue sportliche Herausforderung zu suchen, steigen immer häufiger ambitionierte Läufer oder Schwimmer auf den Triathlon um. Alleine im Jahr 2014 wurden in Deutschland über 600 Triathlons mit über 250 000 Teilnehmern durchgeführt. Aus diesem Grund nimmt der DSV 98 nun neben den vielen Schwimm- und Wasserball-Angeboten auch Triathlon für Breitensportler und Leistungssportler ins Programm auf“, sagt Becker.

Unterstützung erhielt sie bei den Planungen von Sven Wies. „So weit ich konnte, habe ich sie mit beraten. Aus meiner Sicht ist das perfekt. Die Bedingungen bei einem Verein wie dem DSV 98 oder auch dem ASC Duisburg sind optimal“, betont Wies. Der Traditionsverein bringt nunmal gute Voraussetzungen mit. Von Mai bis September gibt es auf der Vereinsanlage mit direktem Zugang zum See und beheiztem Sportbecken theoretisch rund um die Uhr die Möglichkeit, die Badekappe zu schnüren. Wies: „Diese Möglichkeit haben die wenigsten Triathleten. Wenn ich Tempotraining machen will, dann gehe ich ins Becken. Wenn ich den Neoprenanzug überstreifen und eine längere Strecke in Angriff nehmen möchte, dann kann ich in den See und muss mir dabei keine Sorgen um meine Kleider und Wertsachen machen.“

In den Wintermonaten werden zusätzlich Schwimmzeiten in den Duisburger Bädern angeboten. Dazu können Mitglieder der Erwachsenen-Schwimmgruppen unter den geschulten Augen der Trainer an ihrer Technik feilen.

Durch die direkte Anbindung an die gut ausgeleuchtete Regattabahn-Laufstrecke fällt auch das Lauftraining leicht. Längere Ausflüge können unter anderem in den nahen Duisburger Stadtwald unternommen werden. Ebenso kann der DSV 98 als Start oder Zielpunkt für ein ausgedehntes Radtraining genutzt werden. Duschen, Umkleiden und Spinde sind jederzeit zugänglich.

Was nach eigenem Bekunden in den Anfangstagen noch mit der heißen Nadel gestrickt schien, hat längst Hand und Fuß bekommen. Seit kurzem ist der DSV 98 nämlich auch hochoffiziell Mitglied der Deutschen Triathlon-Union. Dies bedeutet, dass jedes Mitglied der Triathlon-Abteilung einen kostenlosen Startpass für die Saison erhält. „Das war aus meiner Sicht sehr wichtig“, betont Sven Wies, der allerdings selbst noch nicht für den DSV 98 starten wird. „Leider war der Verein eine Woche zu spät dran. Ich war kurz vorher eine Kooperation in dieser Saison mit dem ASV Duisburg eingegangen. Sie unterstützen mich und ich unterstütze das Team, wenn es geht, in der Regionalliga. „Wir möchten uns als Traditionsverein in diesem Segment dauerhaft etablieren. Für die folgenden Jahre ist daher die Durchführung eigener Wettkämpfe geplant“, blickt Susanne Becker in die Zukunft.

Eine Gelegenheit, um das neue, aber auch das altbekannte Angebot und natürlich die Anlage kennenzulernen, bietet sich am 1. Mai. Dann nämlich öffnet der DSV 98 zum Saisonauftakt – dem traditionellen Tag der offenen Tür – seine Pforten. Susanne Becker: „Der Tag steht ganz unter dem Motto ,Wir feiern und informieren’. Ein kulinarisches Angebot, ein DJ, eine Hüpfburg für die jungen Besucher – darüber hinaus stellen wir unser breites Angebot vor. Und wessen Interesse wir dann wecken konnten, dem erlassen wir noch bis zum 15. Mai die Aufnahmegebühr.“ Los geht es um 11 Uhr.

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