Innenhafenlauf

Neue Bestmarke beim Innenhafenlauf von Eintracht Duisburg

Mit vollem Engagement durch den Innenhafen: Rund 1000 Teilnehmer waren bei der 19. Auflage des Innenhafenlaufes am Start.

Mit vollem Engagement durch den Innenhafen: Rund 1000 Teilnehmer waren bei der 19. Auflage des Innenhafenlaufes am Start.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Dei der 19. Auflage des Innenhafenlaufs von Eintracht Duisburg flitzt die Europameisterin der Senioren nach 38:19 Minuten ins Ziel.

Solch eine schnelle Zeit hat der Duisburger Innenhafenlauf schon lange nicht mehr gesehen. Christl Dörschel aus Wenden aus dem Kreis Olpe flitzte bei der 19. Auflage nach 38:19 Minuten ins Ziel, blieb artig stehen und beklatschte die Zweit- und Drittplatzierte des Traditionslaufes über zehn Kilometer. Die 41-Jährige unterbot die Siegerzeit des Vorjahres bei den Frauen um fast drei Minuten und setzte damit ein sportliches Highlight.

Dass die Senioren-Europameisterin überhaupt dabei war, versprühte zudem ein wenig Glanz. Und weil es Dörschel gut gefiel, ließ die Sauerländerin gleich noch ein Kompliment in Duisburg. „Es hat mir sehr gut gefallen. Die Kulisse mit dem Hafen, den vielen alten Gebäuden und den Mauerresten ist außergewöhnlich. Nicht ganz so optimal war die Tatsache, dass es auf der Strecke immer wieder unterschiedliche Bodenbeläge gab.“

Jubiläum im nächsten Jahr

Insgesamt 1069 Sportler in fünf Konkurrenzen – und damit etwas weniger als im Vorjahr – machten den 19. Innenhafenlauf am Samstagnachmittag wieder zu einer gelungenen Veranstaltung. Chef-Organisator Klaus Waschkowitz, der im Jahr 2000 die Idee zum Lauf hatte, sprach nach den Siegerehrungen von keinen besonderen Dingen. Das mag im ersten Moment etwas langweilig klingen, heißt aber im Lauferjargon nur Gutes: „Alles hat gut und reibungslos geklappt.

Alle Läufe sind ohne Vorkommnisse über die Bühne gegangen. Zudem gab es keine Verletzungen oder dergleichen. Man kann also feststellen, dass alle Beteiligten und das Organisationsteam wieder gute Arbeit geleistet haben. Wir freuen uns auf unser Jubiläum im nächsten Jahr. Vielleicht laufe ich dann auch selbst mal mit. Ich kenne zwar jeden Stein und jede Ecke auswendig, aber gelaufen bin ich hier noch nie.“

Den größten Andrang gab es am Samstag nach dem Lauf über fünf Kilometer, bei dem rund 400 Sportler den Weg ins Ziel fanden. Neben Wasser und alkoholfreiem Bier gab es für jeden Finisher auch reichlich Obst und weitere Erfrischungen. Für Nachschub sorgten hinter der Theke viele fleißige Helferinnen der Eintracht, die beim Verteilen von Bananen und Melonen in diesem Jahr einen ungewöhnlich heftigen Kampf gegen hunderte Wespen abliefern mussten. Das blieb auch Klaus Waschkowitz nicht verborgen: „Ich möchte diesen Job nicht machen, der wahrscheinlich der anstrengendste des Tages ist. Vielen Dank an die fleißigen Helfer.“

Als Erster nach 5000 Metern schaute Bastian Nitz am Servicestand vorbei. Der Voerder war in 17:16 Minuten zwei Sekunden schneller als der Mönchengladbacher Michael Claßen und war im Ziel platt: „Es war heißer, als ich gedacht hatte. Das war ganz schön hart.“ Bester Duisburger war Ansgar Weck vom ASV Duisburg als Vierter in 18:27 Minuten. Die schnellsten Frauen-Beine hatte die 17-jährige Sonja Vernikov (Alemannia Aachen, 18:37 Minuten) vor der Duisburgerin Carina Fierek (19:10).

Start-Ziel-Siege bei den Walkern

Fast hätte die Familie Vernikov einen Doppelsieg gefeiert, doch Sonjas 16-jährigem Bruder Wiktor, der das Rennen lange anführte, ging hintenraus die Puste aus. Jeweils Start-Ziele-Siege gab es bei den Walkern durch Thomas Hoffmann (Neukirchen-Vluyn) und Iris Trum (Dinslaken).

Eine beachtliche Zeit legte auch Heribert Schupp hin. Der fitte Rentner, Jahrgang 1934 und damit ältester Teilnehmer, kam nach 46:55 Minuten ins Ziel und kündigte gleich forsch an: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“ Jüngste Teilnehmer bei den Bambini waren Franzi Hirsch, Tim Grah und David Kern mit gerade einmal zwei Lenzen, die jeweils ohne Mama und Papa an der Hand über die Ziellinie flitzten.

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