Handball

OSC Rheinhausen schickt wieder eine „Zweite“ ins Rennen

Lars Preuß, hier noch als Spieler im Trikot des TV Gladbeck, wird neuer Trainer der Reserve des OSC Rheinhausen.

Lars Preuß, hier noch als Spieler im Trikot des TV Gladbeck, wird neuer Trainer der Reserve des OSC Rheinhausen.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Nach dem letztjährigen Rückzug der Wölfe-Reserve werden Florian Fenzel und Lars Preuß das neue Rheinhauser Team in der Bezirksliga betreuen.

Florian Fenzel feierte in der vergangenen Woche seinen 61. Geburtstag. Manch einer denkt da ans Kürzertreten. Nicht aber der Handball-Tausendsassa aus dem Röttgersbach. Fenzel ist vieles, unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Jugendausschusses im Westdeutschen Handball-Verband, Jungenspielwart im HV Niederrhein und Staffelleiter der männlichen Jugend im HV Nordrhein.

Als wäre das noch nicht genug, widmet er sich ab sofort einer weiteren Herausforderung. Gemeinsam mit Lars Preuß trainiert Fenzel in der nächsten Saison die zweite Mannschaft des OSC Rheinhausen. Oder wie er selbst es ausdrückt: „Als alter Hase greife ich dem neuen Trainer unter die Arme.“

Das ergibt in vielerlei Hinsicht Sinn. Zum einen ist Lars Preuß neu in den hiesigen Gefilden. Der Linksaußen spielte lange Jahre für den SV Westerholt in der Verbandsliga Westfalen, ehe er seine Laufbahn in der vorletzten Saison beim TV Gladbeck in der Bezirksliga ausklingen ließ. Der OSC II ist für Preuß die erste Trainerstation und allemal eine Herausforderung.

Ziel ist die Verbandsliga

Denn selten hat der Begriff „Neuaufbau“ besser gepasst. Ende August vergangenen Jahres, also noch vor dem Saisonbeginn, hatte der HC Wölfe Nordrhein seine zweite Mannschaft aufgrund akuten Spielermangels aus der Landesliga zurückziehen müssen. Nach der Rückkehr unter das Dach des OSC Rheinhausen soll der Reserve nun wieder Leben eingehaucht werden. „Wir wollen einen vernünftigen Unterbau auf die Beine stellen“, sagt Florian Fenzel, dem natürlich bewusst ist, dass der Abstand zur ersten Mannschaft zu groß ist: „Vier Ligen dazwischen sind zu viel. Die ,Zweite‘ muss mindestens in der Landesliga spielen, besser noch in der Verbandsliga.“

Die Marschrichtung ist damit klar: Der OSC II will aufsteigen. In der nächsten Saison, die laut vorläufigem Spielplan am 29. oder 30. August mit einem Heimspiel gegen den HSC Osterfeld beginnen soll, wird den Rheinhausern dies jedoch nicht gelingen. Aufgrund des letztjährigen Rückzugs ist die Mannschaft nicht aufstiegsberechtigt. Das ist aber nicht weiter schlimm. Denn, so betont der bisherige Wölfe-Vorsitzende Klaus Stephan: „Wir müssen uns als Mannschaft ohnehin erst einmal finden.“

Dass in der Bezirksliga schon ordentlicher Handball gespielt wird, bekam die erste Mannschaft der Wölfe Ende Februar zu spüren. Da gewann der Oberliga-Spitzenreiter im Kreispokal beim Bezirksliga-Ausnahmeteam DJK Adler Bottrop ungefährdet, mit 29:22 aber nicht wirklich standesgemäß.

Sieben Duisburger Teams dabei

Aufgrund der coronabedingten Aussetzung des Abstiegs spielt die Bezirksliga in der neuen Saison mit 16 statt 14 Teams, von denen voraussichtlich vier runter müssen. Neben dem OSC II sind aus Duisburg auch der zuletzt drittplatzierte VfL Rheinhausen, die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen II (4.), der MSV Duisburg (5.), die GSG Duisburg (7.), die HSG Hamborn United (9.) und die HSG Duisburg-Süd (13.) mit von der Partie.

Zur personellen Ausrichtung der Rheinhauser Reserve sagt Florian Fenzel: „Wir machen auf jung.“ Einige verloren gegangene Talente, die sich nach ihrer Jugendzeit bei der HSG Homberg/Rheinhausen anderen Vereinen anschlossen, sollen zurückkehren. Zudem könnten die Spieler der künftigen HSG-A-Jugend, die für die Oberliga gemeldet wurde, per Doppelspielrecht für den OSC II auflaufen. „Dazu kommen einige Routiniers und Spieler, die Lars Preuß aus dem Gladbecker Raum mitbringt“, so Fenzel.

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