Stammplätze

Plötzlich hat der Coach beim MSV Duisburg die Qual der Wahl

Der Mann für den Sturm: Vincent Vermeij (links) präsentiert sich aktuell in starker Verfassung und wird am Montag mit dem MSV Duisburg erneut auf den Dortmunder Mats Hummels treffen.

Der Mann für den Sturm: Vincent Vermeij (links) präsentiert sich aktuell in starker Verfassung und wird am Montag mit dem MSV Duisburg erneut auf den Dortmunder Mats Hummels treffen.

Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme / Jürgen Fromme /firo Sportphoto

Duisburg.  Trainer Lieberknecht findet beim MSV Duisburg aktuell eine ungewohnt komfortable Personalsituation vor. Einige Startplätze sind hart umkämpft.

Torsten Lieberknecht darf sich aktuell über eine komfortable Situation freuen, die für ihn in den vergangenen Monaten allenfalls eine wunderschöne Vision war. Am Dienstag konnte der Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg im Rahmen eines internen Testspiels mit zwei kompletten Mannschaften die Form seiner Schützlinge überprüfen.

Elf gegen Elf – das hatte der Kader bis vor kurzem über viele Monate nicht hergegeben. Nun freut sich der Coach über eine Luxussituation. Die Kaderplanung ist abgeschlossen, aktuell stehen mit den beiden Langzeitverletzten Joshua Bitter und Cem Sabanci nur zwei Spieler auf der Ausfallliste.

So traf am Dienstag an der Westender Straße ein Team in gelben Trikots in einem Spiel ohne Zuschauer, aber mit Schiedsrichter-Gespann, auf eine Mannschaft in blauen Shirts. Gelb siegte deutlich mit 4:1(1:0).

Lieberknecht hat noch ein paar Tage Zeit, seine Formation zu benennen, die am Montag den Pokalkampf gegen Borussia Dortmund aufnehmen wird. Die personelle Situation erlaubt dem 47-Jährigen, einen Konkurrenzkampf um die Startplätze auszurufen. Auch das hatte es zuletzt allenfalls in eingeschränkter Form gegeben. „Jeder muss hellwach sein, um seinen Platz zu verteidigen“, hatte Lieberknecht unlängst erklärt.

Vermeij erzielte drei Treffer im internen Test des MSV Duisburg

Putzmunter präsentierte sich Vincent Vermeij im internen Test. Der Stürmer sorgte mit drei Treffern für eine 3:0-Führung, ehe Darius Ghindovean mit dem Treffer zum 4:0 Werbung in eigener Sache betrieb. Blau ging am Ende dank des Ehrentreffers durch Ahmet Engin nicht leer aus.

Auch wenn der Trainer sich naturgemäß nicht in die Karten schauen lässt, dürften einige Starttrikots, die am Montag nicht gelb, sondern weiß-blau-gestreift sein werden, bereits vergeben sein. Vincent Vermeij konnte in der Vorbereitung – nicht nur dank seines Dreierpacks im finalen Test – seine Position in der Angriffsspitze der Zebras festigen. Neuzugang Orhan Ademi wird sich voraussichtlich in Geduld üben und auf seine Chance hoffen müssen.

Unumstritten ist Leo Weinkauf auf der Torhüterposition. Das gilt auch für die Außenverteidiger Arne Sicker und Max Sauer, der aber im Herbst Druck von Joshua Bitter, sobald dieser nach seiner langen Verletzungspause in den Mannschaftskreis zurückkehren wird, erhalten wird.

Mit Dominik Schmidt haben die Meidericher einen erfahrenen Spieler für die Stelle, die in der Ausschreibung unter der Rubrik „Abwehrchef“ vermerkt war, verpflichtet. Demnach sollte der Ex-Kieler seinen Platz in der Innenverteidigung sicher haben. Um den zweiten Platz in der Abwehrzentrale kämpfen Neuzugang Dominic Volkmer aus Jena und Eigengewächs Vincent Gembalies.

Mittelfeldplätze sind beim MSV Duisburg umkämpft

Im leicht modifizierten Spielsystem mit nur noch einem klassischen Sechser sieht Sportdirektor Ivica Grlic einen Konkurrenzkampf zwischen Neuzugang Wilson Kamavuaka und Max Jansen. Letzterer stand in der vergangenen Saison vorrangig als Backup im Kader. Die sportliche Leitung der Zebras traut dem 27-Jährigen nun zu, zur Stammkraft aufzusteigen.

Im zentralen Mittelfeld dürfte Neuzugang Mirnes Pepic auf der Achter-Position erste Wahl sein. In der offensiven Dreierkette hinter der Spitze darf sich aktuell lediglich Kapitän Moritz Stoppelkamp eines Stammplatzes sicher sein.

Auf den weiteren zwei Plätzen in dieser Dreierformation gilt aktuell: Die Konkurrenz belebt das Geschäft. Ahmet Engin, Connor Krempicki, Lukas Scepanik, Sinan Karweina, Arnold Budimbu, Darius Ghindovean und Leroy-Jacques Mickels haben in den letzten Wochen in den Testspielen und auf dem Trainingsplatz ihre Bewerbungen abgegeben.

Trainer Torsten Lieberknecht hat somit die Qual der Wahl – wobei sich die Schmerzen bei dieser Qual in Grenzen halten dürften.

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