Fußball

Reserve ist bei Eintracht Walsum nun die erste Mannschaft

Mit diesem Team trat die Eintracht bei der Bezirksmeisterschaft Walsum/Fahrn an: (hinten von links) Co-Trainer Niko Tzikas, Sascha Klein-Reesink, Adrian Ortmanns, Marcel Robel, Tim Sahl, Patrick Wüstenberg, Nils Zeppenfeld, Bastian Walter, Trainer Kai Wellmann; (vorn von links) Hasip Özer, Marco Wellmann, Philipp Müller, Soner Aydogdu, Dennis Ifkovitz, Bliner Namoni, Ibrahim Türkmen.

Mit diesem Team trat die Eintracht bei der Bezirksmeisterschaft Walsum/Fahrn an: (hinten von links) Co-Trainer Niko Tzikas, Sascha Klein-Reesink, Adrian Ortmanns, Marcel Robel, Tim Sahl, Patrick Wüstenberg, Nils Zeppenfeld, Bastian Walter, Trainer Kai Wellmann; (vorn von links) Hasip Özer, Marco Wellmann, Philipp Müller, Soner Aydogdu, Dennis Ifkovitz, Bliner Namoni, Ibrahim Türkmen.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg.   Die Fusion von SV und Wacker hat nicht nach Wunsch funktioniert. Trainer Kai Wellmann will mit seinem Team einen Mittelfeldplatz erreichen.

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Irgendwie hatten sie sich das alles ein bisschen anders vorgestellt. Als vor zwei Jahren der Fusionsverein Eintracht Walsum nach dem Zusammenschluss der Nachbarklubs SV und Wacker Walsum an den Start ging, sollte dies der Startschuss sein, um endlich wieder höherklassigen Fußball in Duisburgs nördlichstem Stadtbezirk bieten zu können. Daraus ist bekanntlich nichts geworden. Die zwei Spielzeiten mit zwei Teams in den beiden Gruppen der Kreisliga A brachten nicht mehr als Mittelplätze oder gar Abstiegskampf. In der neuen Saison gibt es nur noch eine A-Liga-Mannschaft – die bisherige nominelle Zweitvertretung, da sich der Großteil der „Ersten“ verabschiedet hat.

Geschäftsführer Volker Rittmann, dem SV Walsum entstammend, musste miterleben, wie viele Mitglieder seines „alten“ Vereins dem Fusionsklub den Rücken gekehrt haben. „Sie fühlten sich nicht wohl, es sei angeblich alles zu wacker-lastig“, berichtet er. Auch der Gründungsvorsitzende Horst Pohl, ein SV-Urgestein, ist nicht mehr dabei; sein Nachfolger ist Thorsten Hofbauer, zuvor bei Wacker. „Aber es gibt kein Wacker und keinen SV mehr“, betont Volker Rittmann, der auf die guten Bedingungen auf der Anlage an der Holtener Straße verweist. In diesem Herbst werden sechs neue Kabinen gebaut, Duschen und Toiletten werden runderneuert.

Erste Mannschaft zerfiel fast komplett

Das half alles nicht, um die Spieler der bisherigen ersten Mannschaft zu halten, die sich überwiegend anderen Klubs angeschlossen haben. So wurde die bisherige Reserve zur Erstvertretung erhoben – die Mannschaft also, die in der Gruppe 1 der A-Liga auf dem Relegationsplatz landete und sich in der anschließenden Entscheidungsrunde klar durchsetzte. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen, weil sich der Verein danach entschloss, die „Zweite“ – künftig besetzt mit der bisherigen dritten Mannschaft – in die B-Liga zurückzuziehen.

Für Trainer Kai Wellmann spielt der Benennungswechsel keine große Rolle: „Wir haben uns selbst ja nie als Reserve gefühlt.“ Auch den Wechsel in die Nordstaffel sieht er pragmatisch: „Natürlich gab es in der Gruppe 1 mehr Kunstrasenplätze. Aber ein Kreisliga-A-Spieler muss auch auf Asche klarkommen.“

Neu im Team sind Hasip Özer (RWS Lohberg), Marcel Robel (DJK Vierlinden), Mesut Sen und Bliner Namoni (beide Rhenania Hamborn). Angepeilt wird ein Mittelfeldplatz. Kai Wellmann: „Wenn wir wieder die Personalprobleme wie im Vorjahr haben, kann es aber auch wieder eng werden.“

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