Eishockey-Oberliga

Selbs Duisburger Vergangenheit: Die Play-offs beginnen

Für Sam Verelst und Co. wird es ernst. In maximal fünf Spielen geht es für die Füchse darum, dreimal gegen die Selber Wölfe zu gewinnen und so ins Viertelfinale der Oberliga einzuziehen.

Foto: Zoltan Leskovar

Für Sam Verelst und Co. wird es ernst. In maximal fünf Spielen geht es für die Füchse darum, dreimal gegen die Selber Wölfe zu gewinnen und so ins Viertelfinale der Oberliga einzuziehen. Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.   Im Achtelfinale bekommt es der EVD zunächst auswärts mit den Selber Wölfen zu tun. Am Sonntag ist der Süd-Dritte an der Wedau zu Gast.

Reemt Pyka hat bereits in den Play-off-Modus umgeschaltet. Der Bart des Trainers des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg sprießt – und zu viele Informationen will er nicht preisgeben. Was er über Selb weiß? „Das liegt in Bayern“, sagt er und setzt vor dem Auftakt des Play-off-Achtelfinals bei den Selber Wölfen am Freitag um 20 Uhr ein Lächeln auf. „Ich will ohnehin lieber über meine Mannschaft sprechen.“ Und die hat ihm ganz offenbar Spaß gemacht. „Es ist ein Aufwärtstrend auszumachen, auch wenn wir in einigen Partien nicht gepunktet haben. Es läuft auf jeden Fall schon deutlich besser.“

Was ihm gefällt? Zwar war das zweite Drittel im abschließenden Spiel der Meisterrunde gegen Hannover nicht brillant, bot aber die Qualitäten, auf die es auch in den Play-offs ankommt. „Wir haben kaum etwas zugelassen“, sagt Pyka. Im letzten Drittel stand dann ein Schussverhältnis von 16:1 zu Buche, das drei Tore und – nach dem 1:1 der ersten 40 Minuten – damit den 4:1-Erfolg gegen die Indians einbrachte.

„Es war für uns sehr wichtig, dieses letzte Spiel zu gewinnen“, sagt Pyka. Für den Kopf, aber auch für die Platzierung, weil so der ECH in der Tabelle noch überholt wurde. „Das war ein wichtiges Spiel, weil es eben auch für Hannover noch um etwas ging.“

Keine Änderungen im Team

Am Duisburger Team wird sich daher auch nichts ändern. Die Reihen bleiben wie gehabt, im Tor wird Christoph Mathis stehen – und das Spiel „zwei aus drei“ auf der Ausländerposition wartet nicht mit Überraschungen auf – zu gut hatten sich Pavel Pisarik und Armands Berzins präsentiert. Für Raphael Joly bleibt aktuell ein Tribünenplatz. „Aber Rapha zieht im Training voll mit. Wir können ihn jederzeit reinwerfen“, betont der Füchse-Coach.

Dann lässt sich Pyka aber doch noch ein, zwei Sätze über die Selber Wölfe entlocken. „Die ersten beiden Reihen sind unfassbar stark“, sagt er. Das verwundert nicht, weil viele Wölfe-Spieler seit Jahren zusammenspielen. „Das ist eine eingespielte Mannschaft.“ Zudem: Beide Teams sind in Überzahl eher mittelprächtig, dafür stark in Unterzahl – wobei die Wölfe in beiden Disziplinen die besseren Werte vorweisen können. „Ab 20 Prozent ist ein Powerplay gut. Insgesamt passt es sehr gut, wenn beide Werte zusammen über 100 ergeben“, sagt Pyka. Mit 19,5 Prozent Erfolgsquote im Powerplay und guten 80,1 Prozent in numerischer Unterzahl kommen die Füchse in der Summe auf 99,6. Das ist nahe an der genannten Schallgrenze und zeigt, dass im Powerplay noch mehr kommen muss.

Was Selb, Duisburg und Ratingen gemeinsam haben

Etwas kurios ist der Blick auf die Trainer. Dass Henry Thom, der Wölfe-Coach, und Reemt Pyka befreundet sind, ist nichts Ungewöhnliches. „Wir haben uns oft bei Trainerschein-Lehrgängen und Fortbildungen getroffen“, sagt Pyka. Interessant ist allerdings, dass Thom und Cory Holden – aktuell der Nachwuchs-Cheftrainer in Selb – exakt einmal für den EVD gespielt haben. Und das gemeinsam am 22. Dezember 1995. Weil die DEL eine Pause eingelegt hatte, konnten die beiden damaligen Spieler der Ratinger Löwen per Doppelspielrecht für die Füchse auflaufen und kamen im Auswärtsspiel gegen den Iserlohner EC zum Einsatz. Der EVD unterlag am Seilersee zwar mit 2:4, bot jedoch eine starke Partie – was vor allem auch für die damaligen Leihspieler aus Ratingen galt. Zum DEL-Kader der Löwen gehörten damals übrigens auch Ex-EVD-Trainer Doug Irwin und der jetzige Hallenser Coach Dave Rich, der in der Saison 1998/99 auch in Duisburg gespielt hat. Manchmal ist die Welt halt klein.

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