Eishockey-Oberliga

Spätschicht stürmt an die Spitze: EVD gewinnt in Timmendorf

Sam Verelst traf in der 15. Minute zum 1:1 für den EVD.

Foto: Tanja Pickartz

Sam Verelst traf in der 15. Minute zum 1:1 für den EVD. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Stau auf der Autobahn, Spielbeginn um 21 Uhr: Doch die Strapazen haben sich gelohnt. Der EVD gewinnt 5:1 und empfängt Berlin als Tabellenführer.

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Die Füchse nahmen es mit Humor. „Fahren ist irgendwie anders. Baut die Jungs mal auf“, schrieb der Eishockey-Oberligist EV Duisburg gestern Nachmittag auf seinem Facebook-Account – und postete dabei ein Foto vom Stillstand auf der Autobahn A 1. Eine unfallbedingte Vollsperrung hatte die Füchse ausgebremst. Erst um 21 Uhr konnte daher das Spiel beim EHC Timmendorfer Strand beginnen – und mit dem 5:1 (1:0, 2:0, 2:0) stürmte der EVD am dritten Spieltag an die Spitze der Oberliga Nord.

Dabei waren den Füchsen im ersten Abschnitt die „Busbeine“ noch anzumerken. Die Duisburger waren zwar die spielbestimmende Mannschaft – doch so richtig wollte es nicht laufen. Und so griff auch Torhüter Christoph Mathis in der neunten Minute an einem Schuss vorbei. Das war nur halb so wild, der Goalie bot später eine starke Partie. Torschütze war übrigens Petr Gulda – der Bruder des gesperrten Duisburger Stürmer Dennis Gulda, der für die Matchstrafe in Essen drei Spiele Sperre und ein weiteres auf Bewährung aufgebrummt bekam. In Überzahl fand der EVD noch im ersten Drittel zurück in die Partie: Sam Verelst stellte in der 15. Minute auf 1:1.

Ab dem zweiten Drittel klar besser

Im zweiten Abschnitt waren die Gäste die klar bessere Mannschaft – vergaben aber etliche dicke Chancen – ob es nun die Reihe mit Robin Slanina, Viktor Beck und Armands Berzins war oder die Formation Lars Grözinger, André Huebscher und Sam Verelst. In der 33. Minute brach Slanina dann aber den Bann und traf frei vor dem starken Timmendorfer Goalie Jordi Buchholz zum 2:1. Und 21 Sekunden vor der zweiten Pause, nutzte Beck eine maßgenaue Slanina-Vorlage zum 3:1. Im Schlussdrittel hatte es der EVD dann eilig: Nach nur neun Sekunden traf Berzins zum 4:1. Beck erzielte den Endstand.

Es gab aber auch andere Nachrichten rund um die Füchse zu Beginn des Wochenendes. So haben sich der EVD und Verteidiger Manuel Neumann nach der Trennung in der Vorbereitungsphase nun endgültig auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Außerdem hat die sportliche Heimat der Füchse einen neuen Namen bekommen. Nachdem die Eissporthalle Duisburg jahrelang den Sponsorennamen Scania-Arena getragen hatte, heißt das Stadion nun offiziell Kenston-Arena. „Mit der Umbenennung der Eissporthalle Duisburg in Kenston-Arena unterstreichen wir nochmals die Ernsthaftigkeit unseres Projektes in Duisburg“, erklärte Füchse-Chef Sebastian Uckermann. „In unserer langfristigen Ausrichtung ist die Eissporthalle ein wesentlicher Bestandteil, um sowohl den Eishockey-Standort Duisburg im Senioren- und Jugendbereich weiter zu professionalisieren, als auch dem Eiskunstlauf, Schulklassen und allen sportinteressierten Duisburgern eine Anlaufstelle und sportliche Heimat zu bieten.“

Heimspiel am Sonntag gegen Berlin

Am Sonntag (18.30 Uhr) geht es für den EVD mit dem Heimspiel gegen den ECC Preussen Berlin weiter. Die Hauptstädter besiegten am Freitag die Hannover Indians 4:2.

EHC Timmendorfer Strand –
EV Duisburg 1:5

Drittel: 1:1, 0:2, 0:2
Tore: 1:0 (8:48) Gulda (Maier, Montminy), 1:1 (14:49) Verelst (Huebscher/5-4), 1:2 (32:04) Slanina, 1:3 (39:39) Beck (Slanina), 1:4 (40:09) Berzins (Slanina, Beck), 1:5 (57:38) Beck (Slanina, Berzins). Strafen: Timmendorf 4, Duisburg 4. Zuschauer: 487.

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