MSV Duisburg

MSV Duisburg hat nach Spielabsage neue Corona-Problematik

MSV-Stürmer Vincent Vermeij lag unter der Woche mit einem grippalen Infekt flach. Bis zum Spiel in Unterhaching am Mittwoch  dürfte der Niederländer aber wieder fit sein.

MSV-Stürmer Vincent Vermeij lag unter der Woche mit einem grippalen Infekt flach. Bis zum Spiel in Unterhaching am Mittwoch dürfte der Niederländer aber wieder fit sein.

Foto: firo Sportphoto/Selim Sudheimer / Selim Sudheimer /firo Sportphoto

Duisburg.  Der DFB vermeidet eine Farce, indem er das Spiel des MSV gegen Halle absagt. Der Profi-Kader füllt sich nun langsam wieder. Sorgen in der Jugend.

Der 3. Fußball-Liga bleibt eine Farce erspart. Am Freitagnachmittag sagte der Deutsche Fußball-Bund das für Sonntag angesetzte Heimspiel des MSV Duisburg gegen den Halleschen FC ab. Es war am Ende eine Hängepartie, zum Ergebnis trug offenbar der Gegner entscheidend bei. Wie der DFB in seiner Mitteilung erklärte, stimmte Halle dem Ansinnen der Duisburger zu. Das hatte sich am Donnerstag noch anders angehört. „Wir gehen davon aus, dass gespielt wird“, hatte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg gegenüber der Bild-Zeitung erklärt.

Bis zum Schluss hatte der Paragraf 15 der Durchführungsbestimmungen des DFB den Meiderichern Kopfzerbrechen beteiligt. Die Spielordnung schreibt vor, dass der Ball rollen muss, wenn 14 Spieler zur Verfügung stehen. Allerdings finden Kicker, die „sport-typische Verletzungen“ aufweisen, bei der Rechnung keine Berücksichtigung. Im konkreten Fall betrifft das die verletzten Spieler Joshua Bitter und Ahmet Engin.

Zehn MSV-Spieler in Quarantäne

Vor diesem Hintergrund wurde die Sache für den MSV, der am Mittwoch die Verlegung der Partie aufgrund von vier Corona-Fällen und der Quarantäne von insgesamt zehn Spielern beantragt hatte, eng. Zudem umfasst der Kader, wie jetzt erst bekannt wurde, nicht 26, sondern 27 Spieler. Auch A-Jugend-Torwart Gian-Luca Reck, Sohn von Ex-MSV-Trainer Oliver Reck, gehört dem Aufgebot der Profis an. Kompliziert wurde es zudem, weil Stürmer Vincent Vermeij und Innenverteidiger Vincent Gembalies unter der Woche mit einem grippalen Infekt krankgeschrieben waren. Sie hätten nun wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können – das aber mit begrenzten Kräften.

Nach Duisburger Rechnung hätten – inklusive Reck – nur 13 Spieler zur Verfügung gestanden. Der DFB hätte anders zählen können, ersparte sich mit seiner Entscheidung aber Diskussionen um eine Wettbewerbsverzerrung. MSV-Sportdirektor Ivica Grlic ist froh, dass der Ball am Sonntag ruht. Der MSV zitiert den 45-Jährigen in seiner Pressemitteilung so: „Umso mehr freuen wir uns über den Respekt aus Halle und auch beim DFB uns gegenüber in dieser alles andere als schönen Lage. Das ist Fairplay!“

Spieler kehren beim MSV Duisburg zurück

Mit den Spielen gegen den 1. FC Saarbrücken und Halle sind nun schon zwei Partien des MSV ausgefallen. Die Nachholtermine stehen noch nicht fest. Die Corona-Pause dürfte für die Zebras nun aber – vorausgesetzt, es gibt keine neuen Fälle – enden. Der DFB und der MSV erklärten am Freitag jeweils, dass davon auszugehen ist, dass die Auswärtspartie bei der SpVgg Unterhaching am kommenden Mittwoch über die Bühne gehen wird.

Der Duisburger Kader soll sich nach dem Wochenende wieder leicht füllen. Nach Angaben des Vereins werden Spieler aus der Quarantäne – darunter auch mindestens ein Fußballer, der infiziert war – zurückkehren. Zudem dürften dann auch Vincent Vermeij und Vincent Gembalies wieder auf dem Damm sein.

U 17 des MSV Duisburg im Cyber-Training

Corona hält auch die Jugend-Abteilung in Schach. Die komplette U-17-Mannschaft befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne, nachdem ein Spieler sich mit dem Covid-19-Virus infiziert hatte. Das Gesundheitsamt wurde auch beim VfB Homberg, gegen den die MSV-B-Jugend zuletzt gespielt hatte, vorstellig. Das Trainerteam der Duisburger ist von der Quarantäne-Anordnung nicht betroffen.

Coach Marc auf dem Kamp arbeitet mit seinen Jungs nun, wie auch zuletzt Torsten Lieberknecht mit den Profis, mit Cyber-Trainingseinheiten im Internet. Für die U-17-Spieler ist die Situation doppelt ärgerlich: Ausgerechnet in den Schulferien mussten sie sich in Quarantäne begeben.

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