Eishockey-Oberliga

Spieler der Füchse Duisburg engagieren sich im Movember

Ricco Ratajczyk (links) und Mathias Müller präsentieren ihre Movember-Bärte.

Ricco Ratajczyk (links) und Mathias Müller präsentieren ihre Movember-Bärte.

Foto: the

Duisburg.  Ricco Ratajczyk und Mathias Müller engagieren sich wie weltweit viele Spieler für Männergesundheit und lassen im „Movember“ die Bärte sprießen.

Eishockeyspieler sind fasziniert von Bärten. Wenn die Play-offs anstehen, fliegen die Rasierer in die nächste Ecke. Denn: Wer rasiert, verliert. Seit einige Jahren sprießen zudem bereits im November die Oberlippenbärte: „Movember“ heißt das Ganze und hat einen ernsten Hintergrund: „Es geht darum, allgemein auf Männerkrankheiten hinzuweisen, speziell geht es dabei um Prostatakrebs“, erklärt Mathias Müller, Verteidiger beim Oberligisten EV Duisburg. Neben diesem guten Gedanken kommt der Spaß aber auch nicht zu kurz: „Ich habe mich schon seit Monaten darauf gefreut, einen Schnäuzer tragen zu dürfen“, berichtet Ricco Ratajczyk mit einem Grinsen.

Dabei sind die beiden schon besondere Movember-Aktivisten. Während andere Eishockeyspieler den Schnauzbart wachsen lassen, mussten sich die beiden Füchse rasieren – weil sie im Normalfall Vollbartträger sind. „Ich habe meinen Schnäuzer sogar extra noch gefärbt, damit er besser zu sehen ist“, erzählt Ratajczyk – denn bei beiden ist die Vollgesichtsbehaarung wieder auf dem Vormarsch.

Auch Matt Abercrombie macht mit

„Ich habe das schon ein paar Mal gemacht, habe dann aber in den letzten zwei Jahren pausiert“, berichtet Müller, der im Sommer vom Zweitligisten Deggendorfer SC an die Wedau gekommen war. Sie sind zudem nicht die einzigen, die sich sich das Bärtchen stehen lassen. Auch der Kanadier Matt Abercrombie lässt den Gesichtsschmuck wachsen. „Matt hat außerdem via Facebook einen Link zu einer Hilfsorganisation geteilt, für die man spenden kann. Daran beteiligen wir uns“, sagt der aus dem Allgäu stammenden Verteidiger.

Widerspruch gegen das ungewohnte Aussehen gab es nicht. „Ich bin nebenher noch Fitnesstrainer“, sagt Ratajczyk, der für die Füchse stürmt. „Als ich das Ganze dort erklärt habe, gab es sehr positive Resonanz“, so der gebürtige Berliner.

Das Umfeld stimmt

Abgesehen von sprießenden Bärten fühlen sich die beiden auch richtig wohl in Duisburg. „Alles läuft hier perfekt“, sagt Mathias Müller. „Man muss sich nur ums Eishockey kümmern, alles andere ist organisiert. Das ist klasse.“ Ratajczyk kennt Duisburg schon etwas länger: Bereits in der Saison 2016/17 hatte er mit einer Förderlizenz sechs Spiele für den EVD bestritten und kam vor einem Jahr fest an die Wedau. „Es gibt keine Unruhe mehr. Ralf Pape sorgt dafür, dass es im Umfeld stimmt. So macht es Spaß, Eishockey zu spielen.“

Für einen Berliner mag die Umstellung, im Ruhrgebiet zu leben, auch nicht groß sein. „Berlin ist sehr kulturell geprägt. Hier in Duisburg ist jeder sehr offen“, sagt Ratajczyk. „Meine Großeltern haben in Emmerich gelebt, sodass ich bis zu meinem zehnten Lebensjahr immer wieder dorthin gefahren bin. Daher habe ich mich sehr darauf gefreut, wieder in die Region zu kommen“, berichtet der Stürmer.

Positiver Eindruck von Duisburg

Mathias Müller pflichtet der positiven Einschätzung bei. „Wenn man aus Füssen stammt, ist man positiv überrascht. Die Leute sind sehr nett und direkt und die Stadt ist wirklich schön. Außerdem ist im Ruhrgebiet immer etwas zu tun“, sagt der 27-Jährige. „Vorher hört man immer nur die negativen Dinge.“ Negativ war auch der Saisonstart – bis zum sechsten Spieltag, als die Füchse in die Erfolgsspur fanden und neun von zehn Spielen gewonnen haben. „Mir war vorher schon klar, dass wir eine gute Mannschaft haben. Ich dachte nur, dass wir schon etwas früher mit dem Gewinnen anfangen würden“, sagt Müller. Aber Sorgen, dass die Saison schlecht laufen würde, hatte er nicht.

Am Sonntag (18.30 Uhr, Jomizu-Arena) steht das nächste Heimspiel des EVD an: Dann sind die Saale Bulls Halle zu Gast.

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