Bezirksliga

Spitzenreiter Blau-Weiß Dingden zieht Hamborn 07 noch davon

Nur Fliegen ist schöner: Viktorias Stürmer Steven Tonski (rechts) wird hier im Bezirksliga-Derby vom Vierlidener Kamal Shahin gebremst.

Nur Fliegen ist schöner: Viktorias Stürmer Steven Tonski (rechts) wird hier im Bezirksliga-Derby vom Vierlidener Kamal Shahin gebremst.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg.   Der Bezirksliga-Spitzenreiter dreht das Spiel gegen den SC 20 Oberhausen in der Schlussphase. Hamborn dreht in Lirich nach der Pause auf.

Lange sah es am Wochenende danach aus, dass die Bezirksliga-Kicker von Hamborn 07 am 23. Spieltag mit dem Spitzenreiter der Gruppe 4 gleichziehen würden. Während die Löwen mit 4:1 bei Abstiegskandidat Arminia Lirich gewannen, lag Blau-Weiß Dingden bis zur 75. Minute daheim mit 0:2 gegen den SC 20 Oberhausen zurück. Doch dann schlug der Tabellenführer noch dreimal zu und drehte die Partie. Alle anderen Duisburger Teams teilten sich die Punkte – worüber sich Meiderich 06/95 und die DJK Vierlinden in den Derbys gegen den VfB Homberg II und Viktoria Buchholz auch freuten,

Arminia Lirich – Hamborn 07 1:4 (0:0): Gegen den Vorletzten aus Oberhausen erlebte Michael Pomp „ein Spiel, an dem man sich auch gern mal die Zähne ausbeißt“, sagte der 07-Coach nach einer Geduldsprobe gegen ein Team, das sich nur auf die Absicherung des eigenen 16-Meter-Raums beschränkte und damit auch eine ganze Halbzeit lang Erfolg hatte. „Außerhalb des Strafraums ist Lirich nahezu überhaupt nicht an den Ball gekommen“, so Pomp, „wir haben aber erst nicht die richtigen Lösungen gefunden, auch in den 16er hinein zu kommen.“ Das änderte sich mit Wiederanpfiff durch das 1:0 von Lars Gronemann. 07 spielte fortan variabler und kam durch Julian Grevelhörster, Blinort Namoni und Gökhan Kiltan zum klaren Sieg. Die Gastgeber verkürzten zwischenzeitlich auf 1:3.

DJK Vierlinden – Viktoria Buchholz 1:1 (0:1): Mit der Punkteteilung konnte nur die DJK gut leben. „Das 1:1 ist klar zu wenig. Nach so einer ersten Halbzeit mit vielen klaren Chancen dürfen wir hier nicht Remis spielen. Aber wir waren nicht in der Lage, ein Spiel, in dem wir deutlich überlegen waren, über die Bühne zu kriegen“, war Viktoria-Coach Maik Sauer „überhaupt nicht zufrieden.“ Nach der Führung durch Lars Mrozek leistete sich sein Team einen Ballverlust im Spielaufbau, der zu einem Konter führte, den Alex Klug mit einer Notbremse unterband. Auf die rote Karte folgte ein Freistoß, den Ivo Karabaic zum 1:1 in den Winkel verwandelte.

Duric mit Punkt zufrieden

„Den Punkt haben wir uns absolut verdient“, meinte Almir Duric. Der DJK-Coach sah ebenfalls 70 Prozent Ballbesitz bei den Gästen, sprach seinem stark dezimierten Team aber „ein großes Kompliment für eine disziplinierte und kämpferisch ganz starke Defensivleistung“ aus. Wermutstropfen war die Ampelkarte gegen Justin Kreft, der die zweite gelbe Karte aufgrund fehlender Schienbeinschoner sah, worauf ihn der Schiedsrichter zuvor nicht hingewiesen habe. Buchholz rutscht vorerst auf Rang fünf ab, Vierlinden bleibt vier Punkte über der Abstiegszone.

VfB Homberg II – Meiderich 06/95 2:2 (1:1): Auch in Homberg konnte sich der abstiegsbedrohte Außenseiter beim Favoriten, der von Adler Osterfeld (4:3 gegen Fortuna Bottrop) auf den vierten Rang verdrängt wurde, einen Punkt erkämpfen. „Wir waren auf jeder Position qualitativ besser besetzt“, meinte VfB-Trainer Sunay Acar, „aber Meiderich hat unsere Qualität mit einem Kampf heruntergeschraubt, den wir nicht angenommen haben.“ Zweimal glich Meiderich so durch Tim Kaiser und Dennis Freikamp die Homberger Führungstreffer von Stefan Schindler sowie ein Eigentor von Barbaros Yavuz aus.

„Der VfB war von der Spielanlage klar überlegen, aber wir haben sehr gut dagegen gehalten“, richtete Thomas Heck einen Glückwunsch an sein in diesem Jahr weiterhin ungeschlagenes Team. „Es war ganz wichtig, dass wir uns auch für diesen Kampf belohnt haben. Wie die Jungs im Kollektiv gearbeitet haben, hat richtig Spaß gemacht.“ So behält 06 auf dem Relegationsrang das Zwei-Punkte-Polster zum ersten Abstiegsplatz.

TuS Mündelheim – Hamminkelner SV 0:0: Den Sprung vom ersten Abstiegsrang verpasste die TuS mit dem 0:0 ebenso wie die Möglichkeit, den Abstand zum direkten, am rettenden Ufer rangierenden Konkurrenten auf zwei Zähler zu verkürzen. „Der Punkt ist viel zu wenig“, hatte Ralf Gemmer eine entsprechend klare Meinung zum erst zweiten Punkt in diesem Jahr. „Wir müssen deutlich mehr aus so einem Spiel machen und hätten viel zwingender sein müssen“, war der Mündelheimer Trainer mit dem Auftritt seiner Elf nicht zufrieden.

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