Fußball

Teuer verkauft – aber Abstand wächst für den MSV Duisburg

Trainer Thomas Gerstner kassierte mit dem MSV eine 2:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg.

Trainer Thomas Gerstner kassierte mit dem MSV eine 2:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Den Duisburgerinnen gelingen zwei Tore gegen den Meister. Doch ein Ergebnis im Parallelspiel ist die schlechte Nachricht des Tages.

Das eigene Ergebnis? Akzeptabel. Vielleicht sogar ein kleiner Mutmacher. Zwei Tore im Stadion von Serienmeister VfL Wolfsburg, das hat in der Fußball-Bundesliga der Frauen seit zwei Jahren kein gegnerisches Team mehr geschafft. Mit einem 2:5 (0:4) hielt sich die mehr oder weniger eingeplante Niederlage für den MSV Duisburg letztlich auch in Grenzen. Weitaus weniger erfreulich war aber der gleichzeitige 1:0-Sieg des höchstwahrscheinlichen Konkurrenten um den Klassenerhalt, Werder Bremen, gegen den SC Sand, durch den die Zebras nun auf einmal vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer haben.

„Es hätte auch ein Debakel werden können. Das 0:4 zur Pause war ja schon schlimm genug“, befand Trainer Thomas Gerstner. Gerade in den ersten zehn Minuten sah er ein „Offensivfeuerwerk“ der Gastgeberinnen, die daraus zunächst nur durch Karina Saevik Kapital schlugen (3.). Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bauten Pia-Sophie Wolter, Ingrid Syrstad Engen und Svenja Huth den Vorsprung des Favoriten dann weiter aus. „Wir hatten aber ebenfalls unsere Chancen. Unter anderem hat Jorian Baucom mit einem Schuss unter die Latte ein halbes Wembleytor fabriziert“, so Gerstner.

Umstellung des Systems fruchtet

Im zweiten Durchgang baute der Coach von einem 4-2-3-1 auf eine 3-5-2-Formation um. „Auf einmal sind wir vorne ganz anders drauf gegangen, haben auch mit mehr Mut gespielt“, berichtete Thomas Gerstner, der Taylor Kornieck zu Jorian Baucom in die Spitze beorderte. Neuzugang Baucom verkürzte dann auch nach einer Stunde auf 1:4; nach dem schnellen Wolfsburger Gegenschlag durch Zsanett Jakabfi stellte Yvonne Zielinski in der 72. Minute den Drei-Tore-Abstand wieder her.

Weiter geht’s in der Liga erst am 8. November gegen Eintracht Frankfurt.

MSV: Kämper – Yekka, O’Riordan (57. Lange), Hilbrands, Fürst – Morina, Kornieck (90./+2 Härling) – Zielinski, Günster (90./2 Angerer), Halverkamps (57. Maierhofer) – Baucom (90./+2 Harsanyova).

Tore: 1:0 Saevik (3.), 2:0 Wolter (18.), 3:0 Engen (42.), 4:0 Huth (45.), 4:1 Baucom (60.), 5:1 Jakabfi (62.), 5:2 Zielinski (72.).

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