Eishockey-Oberliga

Torwart Peter Holmgren verlässt den EV Duisburg schon wieder

Peter Holmgren gab nur ein kurzes Gastspiel im Kasten der Füchse. Der schwedische Torhüter wechselt nach Regensburg.

Peter Holmgren gab nur ein kurzes Gastspiel im Kasten der Füchse. Der schwedische Torhüter wechselt nach Regensburg.

Foto: Patrick Friedland

Duisburg.  Der erst während der Saison gekommene Keeper geht nach Regensburg. Einen Neuzugang gibt es derweil nicht – der Wunschkandidat darf nicht kommen.

Eishockey-Oberligist EV Duisburg muss die entscheidende Saisonphase ohne weitere Verstärkungen angehen. Das Transferfenster schloss sich am Dienstag, ohne dass Sportdirektor Lance Nethery einen neuen Spieler präsentieren konnte. Die letzte Absage holte sich der EVD am Montagabend von den Hannover Scorpions ein. Chad Niddery sollte als dritter Ausländer kommen. Nach Angaben von EVD-Chef Sebastian Uckermann verweigerte der Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth in letzter Minute die Freigabe.

Uckermann nannte das Verhalten „unverschämt“. Denn bereits am vergangenen Mittwoch habe der Klub signalisiert: Die Rückkehr von Niddery nach Duisburg gehe klar. Das Nein sei dann aus heiterem Himmel gekommen.

Der Stürmer hatte in der vergangenen Spielzeit für die Füchse aufs Tor geschossen. Nach einer schweren Knieverletzung hatte der Klub den Vertrag nicht verlängert. Niddery wechselte dann nach Niedersachsen. Die Scorpions spielen in der Qualifikationsrunde. Der „gute Bekannte“ sollte nun als Alternative für die beiden Stammausländer Cody Bradley und Raphael Joly in den Kader einrücken. Es blieb bei dem Plan.

Holmgren wollte nicht der Ersatzmann für Schrörs sein

Statt eines Neuzugangs musste der Tabellendritte der Meisterrunde einen weiteren Abgang bekannt geben. Torhüter Peter Holmgren verlässt Duisburg in Richtung Regensburg. Holmgren, der unter der Saison gekommen war, bat am Montag um die Auflösung seines Vertrags, um sich dem Oberligisten aus dem Süden anzuschließen. Lance Nethery hatte sich im internen Zweikampf für Justin Schrörs als Nummer eins entschieden. Mit der Rolle des Ersatzmanns wollte sich der ehemalige Zweitliga-Goalie nicht abfinden.

Bleibt am Ende des Tages nur eine sehr magere positive Personalnachricht: Lukas Koziol stürmt nicht länger mit Förderlizenz für die Füchse. Der Krefelder Pinguin erhielt einen festen Vertrag bis zum Saisonende. Uckermann ließ am Nachmittag lediglich einen Funken Hoffnung glimmen: „Wunder gibt es ja immer wieder.“ Allerdings passieren sie immer auch sehr selten.

Nur Bradley kam als Ersatz für St. Jacques

In der Summe gelang es Lance Nethery damit nur, Cody Bradley als Ersatz für den enttäuschenden Kanadier Chris St. Jacques zu verpflichten. In der vergangenen Woche kam dann noch Jakub Wiecki von den Saale Bulls aus Halle. Zuvor hatte der EVD aber bereits im Dezember Marvin Deske freigestellt. Zwar hatten Uckermann und Nethery bereits seit Oktober Verstärkungen für das Rennen um den Aufstieg in die DEL2 in Aussicht gestellt. Den Worten folgten keine echten Taten.

Für den Trainer Lance Nethery bedeutet die Entwicklung mehr Arbeit. Er muss das vorhandene Personal fit für den Titel machen. In den vergangenen Wochen blieben die Füchse diesen Nachweis schuldig. Drei Siege in der Meisterrunde stehen drei Niederlagen gegenüber.

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